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Sonntag, 26. Juli 2009

Gegenwartskunst in der Göteborger Kunsthalle

Noch bis zum 16. August lädt die Göteborger Kunsthalle zu einer Sammelausstellung unter dem Namen Überraschende Einsichten oder en oväntad tanke ein, die unter dem Motto Funktion in der zeitgenössischen Kunst steht. Teil dieser Ausstellung ist auch die Installation Free Zone von Bosch & Fjord.


Am Eingang wird der Besucher von Werken des Schweizer Künstlers Luca Frei begrüßt, der Malmö als seine neue Heimat gewählt hat. Sein Werk Untitled, eine abstrakt geometrische Installation, die Polystyren, Gips, Diptychon, Fotografie und Stoffkollage verbindet bietet eine Art Eingang, auch zu den Werken der anderen Räumen.


Die Installation des spanischen Künstlers Xabier Salaberria baut auf quadratische Stahlrohre, Farben Laserausdrucke und Magnete auf. Das abgebildete Werk Salaberrias mit seiner typischen graphischen Formsprache hat der Künstler für die Göteborger Kunsthalle geschaffen. Seine Installation erreicht man über die Ausstellung Free Zone und das Werk Spielskulptur auf weicher Bodenmatte der schwedischen Künstlerin Maria Johansson.


Fredrik Norén, ein weiterer Künstler der Ausstellung En oväntad tanke, benutzt für seine Installationen Dinge des täglichen Lebens, die er zu surrealistischen Gebilden verwandelt. Seine Arbeit wird, unter anderem, mit One and two chairs (Weiße Stühle) und Part shelf (Bücherregal) ausgedrückt.


Ein weiterer Künstler der Ausstellung ist Peter Thörneby, der zwei Installationen in der Göteborger Kunsthalle ausstellt. Wenn man sein Werk Quiet & Electric betrachtet, so muss man sich Zeit nehmen, um die Aussage des typographischen Spiegelwerkes zu verstehen. Peter Thörneby arbeitet mit Sichtbarem und Unsichtbaren gleichzeitig, gemäß dem Motto, dass der ideale Zustand der Typographie die Unsichtbarkeit ist.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 15. Juli 2009

Überraschende Einsichten in Göteborgs Konsthall

Zwischen dem 4. Juni und dem 16. August findet in der Kunsthalle in Göteborg die Ausstellung "En oväntad tanke" (Überraschende Einsichten) statt bei dem das Projekt "Free Zone" eine besondere Stellung einnimmt, indem sich nur ein Teil der Installation in der Kunsthalle befindet und die zugehörigen Objekte im Stadtzentrum verteilt sind.


Free Zone ist eine Installation des Kopenhagener Künstlerduos Rosan Bosch und Rune Fjord Jensen, die bei ihrem künstlerischen Schaffen Design, Kunst und Architektur verbinden, um dem Betrachter einen neue Annäherung an den Begriff Kunst zu bieten und ihn mit einer parallelen Realität zu konfrontieren.


Free Zone ist keine Installation bei der die Künstler isoliert vom Publikum Kunst schufen, sonder wo die Bewohner Göteborgs ihre eigenen Grenzen und Verhaltensregeln setzen konnten. Die Vorgabe Von Rosan Bosch und Rune Fjord Jensen galt nur als Denkanregen und erst die Vorschläge und Kommentare der Göteborger konnten die "Ausstellung" vervollständigen.


Im Projekt Free Zone wird das Zentrum Göteborgs zu einer großen Ausstellungsfläche und immer wieder stellt sich die Frage was eigentlich privat ist und was als öffentlich betrachtet werden kann. Was ist in einem öffentlichen Raum geboten oder verboten? Zahlreiche Göteborger haben zu diesen Fragen geantwortet und dadurch die Art der Schilder und deren Standort in Göteborg bestimmt.


Ausgangspunkt waren Schilder der beiden Künstler, die zu einer bestimmten Handlungsweise aufforderten. Die Bewohner Göteborgs sollten anschließend bestimmen wie sie Teile ihrer Stadt wahrnehmen, welche ungeschriebenen Gesetze die Verhaltensweise vieler Bewohner steuern und welche Tabus des Unbewussten zu einem neuen Denkschema führen sollten. Free Zone ist eine Installation, die fortlebt und ins Morgen Göteborgs führen kann.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin