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Donnerstag, 22. Oktober 2009

Älvsborg oder Elfsborg in der Geschichte Göteborgs

Das alte Schloss Älvsborg oder Elfsborg, wie es ursprünglich hieß, war mehr eine gesamt schwedische Befestigung als ein Schutz für Göteborg. Das vermutlich gegen 1260 erbaute Schloss an der Mündung des Göta Älvs bot dem schwedischen Reich den einzigen offenen Seezugang, auch wenn auf der Nordseite des Flusses die Norweger herrschten und nur wenige Kilometer südlich des Bauwerkes das dänische Reich begann.


Das erste Schloss, das bereits 1360 von Magnus Eriksson erweitert werden musste, war ursprünglich in Holz erbaut, wobei der am Wasser liegende Teil auch dem Schiffbau diente. Älvsborg dominierte jedoch nicht nur die oft umstrittene Mündung des Göta Älv, sondern bestimmte auch über das Leben der umliegenden Besiedlungen Älvsborg, Västra Frölunda und Askim.


Bis zur Zeit Gustavs Vasas war das Schloss Älvsborg, allein wegen seiner Lage, immer wieder Anlass für dänische Angriffe, ohne dass sich diese jedoch dauerhaft dort installieren konnten. Leidtragende dieser nahezu permanenten Belagerungen war die Ansiedlung Älvsborg vor dem Schloss sowie die Gebiete Västra Frölunda und Askim, die entweder die Dänen versorgen mussten oder aber das Schloss und regelmäßig geradezu überrollt wurden, sei es beim Angriff, sei es der Verteidigung.


1502, bei einem der Kämpfe, wurde das Schloss von den Dänen niedergebrannt, was zu seinem Neubau in Stein führte und das Schloss zu einer uneinnehmbaren Festung machen sollte. 1563 gelang es jedoch den Dänen das Schloss erneut in ihre Gewalt zu bringen und erst beim Friedensschluss 1570 sollte Schweden das Schloss gegen Bezahlung von 150.000 Silbertalern zurückerhalten.


Der Frieden war nur kurz und schon 1602 wurde Älvsborg erneut von den Dänen eingenommen, die dann ein Jahr später eine Million Reichstaler für die Freiga
be forderten. Gustav II. Adolf schaffte es, mit Steuererhöhungen und einem holländischen Kredit, im letzten Moment noch diese Zahlung zu leisten, auch wenn zu dieser Zeit schon sicher war, dass die Tage des Schlosses gezählt waren, zumal neue Angriffe vor allem von See aus, zu befürchten waren. Schon bald wurde Erik Dahlberg daher damit beauftragt eine neue Befestigung zu errichten, das Nya Älvsborg, das nie von einer fremden Macht eingenommen wurde. Heute findet man am Platze des alten Älvsborg nur noch einige wenige Ruinen.


Copyright Text und Reproduktionen: Herbert Kårlin - Originalstiche: Stadsmuseum Göteborg

Dienstag, 13. Oktober 2009

Die Skansen Kronan auf dem Risåsberget in Göteborg

Als Göteborg von Gustav II Adolf gegründet wurde war vom ersten Moment an klar, dass diese neue Stadt auch befestigt werden musste und dass die Schlossfestung Älvsborg dafür nicht ausreichte. 1639 wurde daher der Wald auf dem Risåsberget geschlagen und eine minimale Verteidigungsanlage errichtet, die die dänischen Feinde abschrecken sollte.


Zwischen 1687 und 1689 wurde diese notdürftige Verteidigungsanlage dann nach Zeichnungen von Erik Dahlberg erweitert und der heute noch sichtbare Turm erbaut, der unter dem Namen Skansen Kronan bekannt ist. Das Bollwerk Skansen Kronen ist, zusammen mit dem Skansen Lejonen, die älteste noch erhaltene Verteidigungsanlage Göteborgs.


Die Krone auf dem Gebäude ist einer der wenigen Teile, die nicht mehr in das 17. Jahrhundert zurückreichen, da die erste, etwas kleinere Krone, die ab 1697 das Gebäude zierte nur aus Holz war, das mit Kupfer ummantelt war und der Witterung nicht trotzte. Das gleiche Los hatte die zweite Krone aus dem Jahre 1738, die nur aus Holz war. Heute dominiert das Gebäude eine Krone aus vergoldetem Kupfer, die 1899 hergestellt wurde und größer ist als ihre Vorgänger waren.


Die Kanonen, die sich heute auf dem Hof der Skansen Kronan befinden stammen ebenfalls nicht aus den ersten Stunden der Festung, sondern wurden 1788 hergestellt. Das Gebäude selbst wurde nie umkämpft und diente in den folgenden Jahrhunderten teils als Vorratsgebäude, dann als Wohnung, als Gefängnis, wurde zu einem Militärmuseum und schließlich zu einem Restaurant.


Etwas unterhalb des Turmes Skansen Kronan kann man noch ein kleines Gebäude entdecken, das ursprünglich für Soldatenwohnungen gedacht war, heute aber im Sommer als Café eingerichtet ist. Ab 1692 hatte die Skansen Kronan eine direkte Verbindung zur Bastion Christina Regina, von wo aus ein unterirdischer Gang zum Hauptquartier inom Vallgraven, auf dem Lilla Otterhällan, führte.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin (Stich: Stadsmuseum Göteborg)