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Donnerstag, 26. November 2009

Seebuden an der Küste Göteborgs und dem Bohuslän

Überall an der Küste Göteborgs, den Schären und dem nördlich liegenden Bohuslän kann man die typischen roten Häuschen sehen, die alle nahe am Strand stehen und meist rot angestrichen sind. Sowohl von Land als auch von Wasser aus gehören sie für viele zum typischen Bild der schwedischen Küste.


Dabei sind diese diese Häuschen noch gar nicht so alt, denn sie tauchten erst mit dem 19. Jahrhundert auf, vor allem entlang der Küste Göteborgs und des Bohuslän. Diese Seebuden waren mit der Zeit eine Notwendigkeit für Fischer und Küstensegler geworden, da sie in Wassernähe einen Platz für ihre Gerätschaften benötigten, der trocken war und es auch erlaubte schwerere Gerätschaften unterzubringen.


Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es daher normal, dass sich jene, die auf See arbeiteten, eine kleine Seebude ans Wasser stellten. Hier wurden Gerätschaften für den Fischfang gelagert, Segel untergebracht und selbst Waren gelagert. Die etwas größeren Seebuden dienten selbst dem Bootsbau und als Werkstatt für Reparaturen an Booten.


Während jede Seebude in der Regel einen Besitzer hatte, so war der Grund um die Buden Allgemeingut der Gemeinschaft. Heute fällt die Umgebung der Seebuden unter das Allemansrätt und jeder der Lust hat kann sich zwischen den Seebuden frei bewegen ohne jedoch eine der Buden zu betreten.


Seebuden haben auch heute noch nur eine einzige Bestimmung. Sie sind eine Lagerstelle und keine Wohnung, obwohl so manche Besitzer heute eine Geldquelle daraus machen wollen. Es ist grundsätzlich verboten eine Seebude auszubauen oder dort zu schlafen. Selbst Gartenmöbel vor ihrem Eingang können zu juristischen Folgen führen. Nur zum einen oder anderen Fest werden an einigen Orten die Seebuden für einige Stunde etwas (legal) zweckentfremdet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 24. Juni 2009

Donsö - Briefkästen auf den Schären in Göteborg

Donsö in den südlichen Schären in Göteborg bietet Bewohnern und Besuchern zahlreiche Attraktionen: Einen Naturpfad, einen sehr interessanter Flohmark im Sommer, ein lokales Museum, Badeplätze, einen Gasthafen und vieles anderes mehr.


Aber die Insel Donsö hat noch eine Art Museum, das völlig frei zugängig ist, mit einer Sammlung, die man ausschließlich auf Donsö findet. Es handelt sich um die Briefkästen der dortigen Bewohner oder, genau genommen, der dort geborenen Bewohner.


Die "klassischen" Briefkästen auf Donsö sind handgemalt und haben in der Regel eine Beziehung zum Bewohner des Hauses. Bisweilen wird sein Beruf in übertragenem Sinne dargestellt, ein anderes Mal eine Aussicht oder eine Erinnerung. Natürlich kann der Besucher diese Symbole oft nur erraten, da nur die Inselbewohner das "Geheimnis" so mancher Malerei kennen.


Bei Fischern finde man oft das Bild eines Bootes auf hoher See und, als Hinweis, auch die Registrierungsnummer des Fischereibootes. Was die Aussichtpunkte oder Gebäude betrifft, so reicht es in der Regel die Insel Donsö zu durchstreifen um die Stelle ausfindig zu machen.


Leider verliert sich dieser Brauch in mehrerer Hinsicht. Es tauchen Bilder auf, die mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms erstellt wurden oder die industriell per Siebdruck hergestellt werden. Wer jedoch ein entsprechendes Unikat als Briefkasten besitzen will muss heute einen der wenigen Künstler, zum Beispiel auf Donsö, ausfindig machen, der bereit ist für einen Nichteinwohner ein entsprechendes Kunstwerk herzustellen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin