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Freitag, 17. September 2010

Kimono Fusion im Weltkulturmuseum in Göteborg

Am Abend des 17. September eröffnet das Världskulturmuseet in Göteborg die Ausstellung Kimono Fusion mit einem großen Fest, das sich bis ins Morgengrauen erstreckt. Bis zum 31. Mai können dann die Besucher des Museum einen Blick in die japanische Kultur gewinnen, wo Vergangenheit und Gegenwart fusionieren und der Kimono ein Symbol für japanisches Leben darstellt.


Ein Teil der Ausstellung Kimono Fusion wurde bereits in Stockholm gezeigt, wobei sich für die japanische Welt im Weltkulturmuseum in Göteborg weitere Künstler fanden, die einen zusätzlichen Beitrag zum Blick auf Japan leisteten, einer Welt, die heute noch zwischen Tradition und Supermoderne liegt und für den Westen exotisch ist, die zwischen Pachingo und strikten Regeln während einer Essenseinladung liegt.


Kimono Fusion kreist natürlich auch um den japanischen Kimono, die Parallelwelt der Geishas und um moderne Kimonos, die zu festlichen Angelegenheiten getragen werden, bis zu Kimonos avantgardistischer japanischer Modemacher und Kimonos für Kinder, deren Muster eine Mischung aus der Manga-Welt, traditionellen japanischen Sagen und modernen Mustern bestehen.


Aber bereits nachdem man die Ausstellungshalle des Weltkulturmuseums in Göteborg betreten hat, findet man ein etwas westliches Japan, das die beiden französischen Straßenkünstler Koralie und SupaKitch geschaffen haben, deren Werke von japanischen Mangas inspiriert werden und damit eine Brücke zwischen Westen und Osten geschaffen haben.


Kimono Fusion stellt ein modernes Japan in kleinstem Raum dar, ohne jedoch die Welt der Tempel und der mythischen Figuren Japans zu vergessen. Origamikunst von Shin Tanaka sind ebenso vertreten wie die Mode von Takuya Angel, einer Mischung aus Samurai-Tradition, Manga und Fantasy. Um Kimono Fusion zu sehen, muss man sich Zeit nehmen, da hier nahezu alle Themen zwischen Sakura, der Kirschblüte, der Subkultur Gyaru und dem modernen Cosplay behandelt werden.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 3. März 2010

Japanausstellung im Frölunda Kulturhus in Göteborg

Zwischen dem 27. Februar und dem 30. März 2010 kann man im Frölunda Kulturhaus ein Japan entdecken, das ein völlig anderes Land darstellt als man gewöhnlich geboten bekommt, ein Japan der Einsamkeit und der Verlassenheit, das Menschen in ungewohnten Situationen porträtiert.


Der Göteborger Erik Hallberg lebte ein Jahr lang in Japan und hat, außer Tokyo, vor allem seine Ostküste besucht. Die meisten seiner Motive fand er in Tokyo, einer Stadt, die auf kleinster Fläche fast so viele Einwohner hat wie ganz Schweden. Und dennoch ist es Erik Hallberg gelungen in dieser Stadt Bildmotive zu finden, die eine traurige Einsamkeit ausstrahlen, eine Welt, die fast jedes Land zu verstecken sucht.


Einen Teil seiner Bilder kann man nun einen Monat lang im Frölunda Kulturhaus betrachten. Erik Hallberg nennt seine Ausstellung Next to Neon und zeigt allein schon mit diesem Titel wie er seine Fotoreportage anging, in einem Land, das Neon nach außen zeigt und die Schattenseite gerne versteckt, da sie nicht in das Bild passt, das man nach außen vermitteln will.


In Reportagen und Touristikprospekten ist Japan ein Land der Hochhäuser und der unermüdlichen Arbeiter, ein Land mit Sushi, Sumo und Manga, ein Land mit gigantischen Großstädten und jedem erdenklichen Glanz in Neonbeleuchtung. Für jene, die Japan besser kennen, ist es aber auch ein Land der Kontraste in dem es Armut gibt, Arbeitslosigkeit und die Isolation.


Die Fotos der Ausstellung Next to Neon im Frölunda Kulturhaus in Göteborg wurden dem gleichnamigen Buch Erik Hallbergs entnommen, in dem er auf 154 großformatigen Seiten seine bedeutendsten Eindrücke über das Außenseiter-Japan festgehalten hat. Während der Ausstellung sind leider nur etwa 30 seiner eindrucksvollsten Bilder zu entdecken, die jedoch einen guten Einblick in sein Schaffen bieten.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin - Originalfotos: Erik Hallberg