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Samstag, 27. August 2011

Second Hand CoCo Kanel in Göteborg

Second Hand Shops für Kleidung gibt es überall, so auch mehrere in Göteborg. Am heutigen Samstag, den 27. August öffnete jedoch ein Second Hand Shop besonderer Art, wie bereits der einfallsreiche Name des Ladens vermittelt, denn CoCo Kanel bietet exklusive Second Hand, die, trotz der extrem günstigen Preise, als Mode bezeichnet werden kann.


Ein weiteres Plus von CoCo Kanel ist die Auswahl der Kleidung, denn wie schon das angeschlossene Museum Nostalgicum, so bietet auch der kleine Laden in der Altstadt Göteborgs Mode aus den 60er und 70er Jahren, die heute noch so modern ist wie in jener Zeit, an die viele mit nostalgischen Gedanken zurückblicken.


CoCo Kanel bietet in einer Atmosphäre der 60er Jahre ein breites Programm und kann fast schon als eigenes Museum betrachtet werden, das es dem Besucher eben nur ermöglicht die Ausstellungsstücke auch zu erwerben und dann zu tragen. Die „Ausstellungsstücke“ sind Second Hand höchster Qualität, denn jedes Stück sieht ungetragen aus und kann noch am selben Tag „ausgeführt“ werden.


Wer das Verkaufs-Museum CoCo Kanel besucht, kann sich nahezu vollständig neu einkleiden, denn hier findet man Schuhe, Röcke, Blusen, Halstücher, Kleider und auch die dazu passenden Hüte, die aus einem Modemagazin entnommen sein könnten. Aber auch Gürtel verschiedener Art oder Schmuck, der der Epoche angepasst ist, findet seinen Platz bei CoCo Kanel im Zentrum von Gamlestaden.


Was jedoch CoCo Kanel ebenfalls von all den anderen Second Hand Shops Göteborgs unterscheidet, ist die Tatsache, dass alle Angestellte, wie schon bei Nostalgicum, Teil eines Beschäftigungsprogramms sind, das Langzeitarbeitslose zurück in das Berufsleben führt. Der Nachteil ist eigentlich nur, dass bei CoCo Kanel dadurch die Gesichter immer wieder wechseln, weil die Angestellten nach einiger Zeit von kommerziell arbeitenden Unternehmen mit festem Arbeitsvertrag übernommen werden.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 12. März 2010

Junge Unternehmer, die Messe Våga Vara Egen in Göteborg

Fast ein Jahr lang haben Schüler der Göteborger und westschwedischen Gymnasien Zeit eine Geschäftsidee zu verwirklichen. In Gruppen von zwei, drei oder mehreren können sie eine Firme vorbereiten und Produkte schaffen, die als Marktlücke betrachtet werden. Als krönender Abschluss winkt dann die Messe Våga Vara Egen in der Svänska Mässan in Göteborg.


Auf der diesjährigen Messe in Göteborg konnte man 240 Stände finden, die eine Vielzahl an Produkten anboten, angefangen von jenen, die man jedes Jahr in irgendeiner Weise wieder findet, bis zu eigenen Erfindungen oder Schöpfungen. Einige dieser Ideen werden sicher auch nach der Messe weiterleben, wenn auch nicht mehr unter der Form Ung Företagsamhet, sondern in Form eines kleinen Unternehmens.


Einige der Aussteller konnten mit absolut professionellen Ideen aufwarten und hatten in ihrer Präsentation weder das Logo und die Website, noch den Prospekt oder die professionelle Gestaltung des Standes vernachlässigt, während so manch andere der Jungunternehmer Interessenten nur an einen Stand locken wollten, an dem man dann vielleicht bedruckte T-Shirts fand, die sich jeder, der einen Drucker zu Hause hat, auch selbst herstellen kann.


Bei der Messe Våga Vara Egen in Göteborg waren, wie üblich, Kleidung, Schmuck und Backwaren sehr stark repräsentiert. Während bei Backwaren mehr auf Geschenkprodukte gesetzt wurde und nur wenige wirklich individuelle Produkte angeboten wurden, zeugte der Schmuck von Kreativität bei denen sich die verschiedenen Stände kaum Konkurrenz machten, da jeder Stand ein eigenes Publikum ansprach. Und selbst bei Kleidung ragten einige der Stände hervor, so jener von DreamCastle, an dem Frida und Susanne ökologische Gothic Lolita Kleidung anboten.


Einige der interessantesten Angebote der Messe waren auch eine Halskette und eine USB-Speicherkarte, die gleichzeitig als Überfallalarm dienen konnte, Topfuntersetzer, die mit dem Topf transportiert werden konnten, Übernachtungskits für alle Notfälle, Pillenbehälter mit Erinnerungston, die dezenten, gefüllten Kondombehälter Secret-Box oder auch ökologisch hergestellte Espadrilles mit verschiedenen Drucken, deren Verkauf gleichzeitig Hilfsorganisationen zu Gute kam.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin