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Samstag, 24. April 2010

Motorsport auf der Göteborger Automesse

Wie jede Automesse, so ist auch die Göteborger Motorshow 2010 ein Forum für den Motorsport, wo sich junge Talente mehr über ihre Traumberufe informieren können, wo sie die schnellsten Fahrzeuge der verschiedensten Autorennen aus der Nähe betrachten können und wo die Jüngsten unter ihnen erfahren wie man in den Motorsport einsteigt und welche Gymnasien Schwedens zukünftige Rennfahrer ausbilden.


Einer der meistbesuchten Stände jugendlicher Autofans ist jener des Göteborger Motorsport Vereins an dem man den Renault R23 findet, den Fernando Alonso 2003 steuerte und ihm die erste Poleposition einbrachte und den Porsche 962 aus der Saison 1985. Krönung ist jedoch das Gokart des 8-jährigen Rasmus Lindh, der mittlerweile von einem Sieg zum nächsten fährt und in der spanischen Presse bereits als der „Pelirrojo Sueco“ gefeiert wurde.


Eine Attraktion war auch als Bo Ramberg, Chef der Firma FordonsGas Sverige AB, auf der Göteborger Motormesse den mit Biogas betriebenen Sportwagen Saab 9-3 zum ersten Mal dem Publikum vorstellte. Das hochgetrimmte Fahrzeug des schwedischen Autoherstellers wird seine Fähigkeiten beim diesjährigen Göteborger Cityrace (STCC) zum ersten Mal unter Rennbedingungen unter Beweis stellen.


Autobauer Skandinaviens interessierten sich bereits vom ersten Tag an vor allem für die Stände der Technischen Universitäten Chalmers in Göteborg, der KTH in Stockholm und jenen in Karlstad und Lund, die mit ihren selbst entwickelten und selbst gebauten Rennwagen auf der Göteborger Motorshow bis Sonntag zu finden sind. Die vier schwedischen Studentenarbeiten, die jeweils rund 15.000 Stunden Arbeitszeit innerhalb von neun Monaten erforderten, werden mit rund 100 anderen europäischen Neubauten von Ingenieurstudenten in Silverstone an den Start gehen.


Neben den Straßen-Sportwagen von Ferrari, Lamborghini und Porsche, die auf jeder Automesse ein zahlreiches Publikum anziehen und die Fahrer mit einer Motorsportaura umgeben, sind zwei Wagen in dieser Kategorie eine Sensation auf der Göteborger Motorshow. Zum einen natürlich der von der Firma Polestar zum Sportwagen umgebaute Volvo C30, der als Rennmodell bereits beim Göteborger Cityrace seine Fähigkeit zeigen konnte, und die beiden Elektrosportwagen von Tesla, die mit einer Geschwindigkeit von über 200 km/h sehr vielen Personenwagen überlegen sind.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 22. April 2010

Autoshow in Göteborg, eine Messe nicht nur für Autofahrer

Wer an eine Automesse oder eine Autoshow denkt, verbindet dies natürlich erst einmal mit schnellen Autos, Rennwagen und den polierten Neuwagen der kommenden Autosaison. Natürlich geht die Göteborger Motorshow auch auf diese Erwartungen ein, und doch hat sie ein gewisses Plus, das vielleicht sogar den Fußgänger zu einer Autoshow locken kann.


Eine der Besonderheiten der Göteborger Motorshow sind die Stände mit ferngesteuerten Modellautos für jede Altersgruppe. Während die jüngsten Besucher auf einer kleinen Teststrecke ihre Künste zeigen können, findet man wenige Meter weiter den Göteborger Motorsportclub für ferngesteuerte Rennwagen, der mit seiner Rennbahn auf der Svenska Mässan bereits Werbung für seine diesjährige Europameisterschaft macht, zu der 150 Teilnehmer aus zehn Ländern erwartet werden. Mehrmals am Tag zeigen hier Profis was man aus so einem kleinen Fahrzeug herausholen kann.


Einen Rennwagen als Werbung nimmt auch die Firma Lego, die ein Formelfahrzeuge in Originalgröße nur aus Legosteinen gebaut hat und damit auf seine unterschiedlichsten Bauelemente aufmerksam macht, die zeigen, dass der Kreativität mit ungefährlichen Bauelementen keine Grenzen gesetzt sind und Kindern mit den unterschiedlichsten Bauteilen des Unternehmens eine Interesse für Technik und Physik vermittelt werden kann. Lego unternimmt damit einen Schritt, der über das reine Spielen hinausgeht.


Aber auch batteriebetriebene und motorgestützte Fahrräder, die in der Regel als Ökofahrrad vermarktet werden, findet man auf der Göteborger Automesse. Die Vorteile eines solchen Fahrrads, dessen Batterie in etwa vier Stunden geladen werden kann, zeigt sich vor allem bei hügeligen Touren, wenn man den Motor bei der Aufwärtsstrecke zuschaltet, ansonsten aber ganz normal in die Pedale tritt.


Und letztendlich findet man außer den hochkarätigen Motorrädern und Quads auf der Göteborger Motorshow auch ein Motorrad besonderer Art. Der Motorradfahrer Gunnar Hjalmarsson stellt auf der Messe die Replik seines Lieblingsmotorrads vor, das er ausschließlich aus Holz herstellte, Zündschlüssel inklusive. Ursprünglich wollte der Hobbykünstler ein Damenfahrrad aus Holz bauen, aber während der Vorbereitungen entwickelte sich das Werk zu einem Motorrad in Originalgröße.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 21. April 2010

Göteborger Motorshow, die Automobilausstellung Schwedens

Wenn sich morgen die Türen zur 9. Göteborger Motorshow öffnen, das skandinavische Gegenstück zur IAA in Frankfurt, werden die Autoliebhaber ganz Schwedens vermutlich zuerst die Stände mit den neuen Modellen aufsuchen, selbst wenn sie wissen, dass einige der Wagen frühestens im Herbst in den Autohäusern zu finden sind. Neue Modelle bedeutet in der Autobranche im Jahre 2010 vor allem höhere Sicherheit, weniger Verbrauch und weniger CO2-Ausstoß.


Da die Motorshow in Göteborg stattfindet, so wird für die Mehrheit des Besucher der erste Gang vermutlich zum Stand mit dem Volvo-Logo führen. Die Marktlage für Volvo ist ausgezeichnet und der Göteborger Hersteller verkauft bereits die Modelle des Jahres 2011. Die wichtigste Neuerung ist jedoch der Volvo S60 in seiner jüngsten Version, die ab Herbst 2010 in den Handel kommt. Volvo setzt bei seinem neuen S60 auf höchste Sicherheit, bestmöglichen Service, geringen Verbrauch (ab 5,1 Liter/100 km) und geringsmögliche CO2-Werte (je Modell zwischen 137 und 231 g/km).


Der nächste Besuch gilt dann vermutlich Saab, der mit einem neuen Modell seines 9-5 aufwartet, der als neues Flaggschiff der Firma gilt und demnächst in den Handel kommt. Während man in Frankfurt noch ein Vormodell zu sehen bekam, steht nun auf der Göteborger Motorshow das endgültige Fahrzeug am Stand, das zwar immer noch etwas mehr Treibstoff braucht als ein Volvo, aber bei den CO2-Werten erhebliche Fortschritte machte.


Aber auch kleinere Autos gehören zu den Neuvorstellungen auf der Göteborger Motorshow, so der Fiat 500C mit Schiebedach, der den früheren Liebhabern des Erfolgsmodells der italienischen Firma das Herz höher schlagen lässt, selbst wenn der Durchschnittsverbrauch des Fahrzeugs die sieben Liter pro 100 km überschreitet. Der CO2-Ausstoß liegt jedoch mit 113 g/km im europäischen Zielbereich.


Die Gegenstücke findet man dann bei Maserati, Lamborghini, Porsche und Spyker, die alle ein neues Modell vorstellen, das sich in der oberen Kategorie bewegt was Preis, Verbrauch und CO2-Ausstoß angeht. Liebhaber dieser Klasse werden sicher auch das Cabriolet California von Ferrari ins Auge schließen, das nach zwei Jahren Existenz bereits zu den Klassiker der Sportwagen der italienischen Firma gehört.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin