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Montag, 6. Februar 2012

Dar Nationaltag der Sami in Göteborg

Vom ersten samischen Kongress im Jahre 1917 in Trondheim bis zur Einführung eines Nationaltages, eigentlich sámi álbmotbeaivi, trafen sich die Vertreter der Sami während 15. Kongressen, bevor dann am 6. Februar 1992 erstmals der samische „Nationaltag“ gefeiert wurde und die samische Flagge neben der schwedischen im Winde flatterte. Aber auch wenn man das Wort álbmotbeaivi mit Nationaltag übersetzt hat, so gibt es keine Nation der Sami, sondern vier Nationen, die den Volksstamm der Sami mehr oder weniger respektieren.

Stadtrat Anna Johansson repräsentiert die Stadt Göteborg

Im vorigen Jahr entschied sich die Stadt Göteborg erstmals am 6. Februar auch die samische Flagge am Gustav Adolf Torg wehen zu lassen und ein kleines Fest mit etwa 70 Teilnehmern sollte zeigen, dass die Stadt alle ihre Minderheiten respektiert und ihr die Chance einer Mitbestimmung bietet. Wenn man bedenkt, dass der samische Verein in Göteborg bereits 1971 gegründet wurde und niemand weiß, wie viele Personen samischen Ursprungs in Göteborg gegenwärtig leben, kam dieser Entschluss relativ spät.

Lásbietheaihkajohánas erklärt die samische Flagge

Dieses Jahr entschloss sich das Röhsska Designmuseum in Göteborg, das seit einigen Jahren Minoritäten einen bedeutenden Platz bietet, den Tag der Sami auch in angemessener Weise zu feiern und damit den Bewohnern der Stadt eine Kultur näher zu bringen, die viele nur als touristische Attraktion betrachten und von der sie weniger wissen als von jener eines Urlaubsortes am Mittelmeer.

Vortrag samischer Gedichte

Das Röhsska Museum hatte für den Nachmittag ein sehr breites Programm vorbereitet, das die Besucher von 14 Uhr 30 bis 18 Uhr 30 voll beschäftigte, an einem Tag, an dem Museen in Göteborg normalerweise geschlossen sind. Nach der Eröffnung duch den Museumschef Ted Hesselbom erzählte Lásbietheaihkajohánas aus Saarivuoma, der im Schwedischen Johannes Marainen genannt wird, von der Kultur der Sami, der Renzucht, den Problemen, die Windkraftwerke, Gruben und Tourismus nach Nordschweden bringen und beantwortete alle Fragen der Besucher.

Monica L. Edmondson in südsamischer Tracht

Nach dieser Einführung in das Leben und die Kultur der Sami wurde der Kurzfilm „Jojkhanden“ von Ella Sofe Henriksen gezeigt, modernes Modedesign und Brautmode der Sami präsentiert und andere Themen der samischen Kultur vorgestellt. Den Abschluss bildete dann die Vernissage der Ausstellung „Murrini à la Gávlos“ von Monica L. Edmondson, einer Glaskünstlerin, die ihr Atelier in Bäcknäs, Tärnaby hat.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 26. November 2010

Weihnachtsmarkt in Liseberg für Kinder

Nachdem Kinder kaum zu einem Weihnachtsmarkt zu bringen sind bei dem man nur Weihnachtsartikel erwerben kann, setzt der Vergnügungspark Liseberg auch während des jährlichen Weihnachtsmarkts auf ein besonderes Angebot, das auch Kindern Spaß macht und Eltern einen zusätzlichen Anreiz dazu bietet gerade den Weihnachtsmarkt in Liseberg zu besuchen.


Zum einen setzt Liseberg natürlich auf die verschiedenen Attraktionen, die für Kinder jeden Alters geeignet sind. Zwischen Autoscootern, allen Arten von Fahrtattraktionen bis zum Kettenkarussell können Kinder wählen oder auch eine Attraktion nach der anderen testen, wobei die Jüngsten unter den Besuchern kostenlose von einem Elternteil begleitet werden dürfen. Auch das Haus der Gespenster hat während des Weihnachtsmarkt einige Besonderheiten zu bieten.


Kinder, die selbst aktiv sein wollen, haben auf dem Weihnachtsmarkt ebenfalls kein Problem, denn in den Pausen zwischen den Vorstellungen auf der Eisbahn können sie sich selbst im Eiskunstlauf testen. Fast am Ende des Vergnügungsparks finden sie dann auch den Skihügel Sälen, wo sie, unter der Aufsicht von Skimonitoren, mit den gemieteten Skis oder Snowboards ihre erste Piste nehmen können.


Auf die Jüngsten warten beim Weihnachtsmarkt in Liseberg auch der Weihnachtsmann, der die Wunschlisten mit einem freundlichen Lächeln in Empfang nimmt. Wer seinen Wunschzettel nicht dabei hat, kann ihn dann mit den in der Tanzhalle Polketten bereit liegenden Bleistiften und Farbstiften auch noch vor Ort schreiben oder malen.


Auch die Arche des Nordens mit den verschiedensten Haustieren des hohen Nordens, die heute vom Aussterben bedroht sind, ziehen Kinder wie magisch an, wobei für so manches Stadtkind dies die erste Chance ist Tiere des Landes aus nächster Nähe zu sehen. Aber auch ein Halt bei den Rentieren ist ein Erlebnis, da die Tiere, wenn sie nicht gerade einen Schlitten ziehen, in aller Ruhe vor einem lappländischen Zelt ausruhen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 22. November 2010

Die Weihnachtsgeschichte bei NK in Göteborg

Wie jedes Jahr, so erzählen auch dieses Jahr wieder sechs Schaufenster des Kaufhauses NK (Nordiska Kompaniet) in der Östra Hamngatan in Göteborg eine Weihnachtsgeschichte. Jedes Wochenende sind die Fenster von Jung und Alt so belagert, dass man kaum die Geschichte lesen kann und noch weniger den farbenprächtigen Aufbau im Detail bewundern kann, denn die Schaufenster des Kaufhauses gehören in Göteborg zur beliebten Weihnachtstradition.


Nisse und Nissa arbeiten das erste Mal in der Werkstadt des Weihnachtsmanns und erhalten bereits im ersten Jahr einen Sonderauftrag. Da es in der Welt so viele verschiedene Farben gibt, sollen sie zum weihnachtlichen Weiß des Schnees aus der ganzen Welt die eindrucksvollsten Farben sammeln, die sie nur finden können und Weihnachten zu einem Farberlebnis machen.


Dieser Auftrag führt die beiden Weihnachtswichtel in die verschiedensten Länder und lassen sie mehrere Abenteuer erleben. Ihre Fahrt durch die Welt erfolgt mit den verschiedensten Verkehrsmittel, so einem Drachen, einem Boot und natürlich auch dem Schlitten des Weihnachtsmanns, der von Rentieren durch die Luft gezogen wird.


Die Reise durch mehrere Länder der beiden Helfer Nisse und Nissa ist eine Art öffentliches Bilderbuch, wo kurze Texte an den Fenstern angebracht sind und die Szene dann mit Puppen und dem unterschiedlichsten Zubehör optisch dargestellt wird, wobei natürlich immer auch die weihnachtliche Atmosphäre eine Rolle spielt.


Die von Nisse und Nissa besuchten Länder China, Indien und Ägypten werden durch die Farben des Landes, die die beiden Weihnachtswichtel mit zum Weihnachtsmann bringen ausgedrückt, aber auch durch zahlreiche typische Gegenstände der Länder, wobei auch der Reiseweg von Fenster zu Fenster dargestellt wird und selbst ein Piratenschiff auf dem Ozean über die Wogen schaukelt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin