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Mittwoch, 14. September 2011

Fastfood, Café und Restaurantmesse in Göteborg

Am 13. und 14. September fand erstmals in der Svenska Mässan in Göteborg eine Fachmesse für Fastfood, Cafés und Restaurants statt bei der weniger die dort notwendigen Geräte angeboten wurde, sondern die jedem Unternehmen auf günstigste Weise den Ausbau seines Angebots zeigen wollte oder auch wie er seine Palette an Angeboten erweitern kann.

Regionale Produkte von Abba Seafood AB, Göteborg

Um die verschiedenen Lebensmittel allerdings auch kosten zu können, musste man mit leerem Magen zur Messe gehen, erst eine Runde drehen um sich über das Angebot zu informieren und anschließend die Produkte in der logischen Folge kosten, denn kaum ein Magen verkraftet sonst die Mischung von Fisch, Wurst, Fastfood und Süßigkeiten, gemischt mit den unterschiedlichsten Getränken, und kein Gaumen ist in der Lage dann auch noch den Geschmack bewerten zu können.

Käse aus der Gäsene Mejeri im Västra Götaland

Die Stärke der Messe Fastfood, Café und Restaurant in Göteborg ist die Präsenz lokaler Anbieter und das reiche Angebot an biologischen Produkten, die immer häufiger in Cafés und Restaurants in ganz Schweden zu finden sind, denn anspruchsvolle Kunden verlangen heute oft nicht nur Lebensmittel, die in der Nähe hergestellt werden, sondern fordern auch, dass sie nicht auf Kinderarbeit aufbauen und auch einen hohen, gesunden Nährwert aufweisen.

Cupcakes, die Modeerscheinung des Jahres

Natürlich spielt bei einer Fachmesse, die sich an Besitzer von Fastfood-Restaurants, Cafés und Restaurants wendet, Bake Off ebenfalls eine wichtige Rolle, da man dadurch in ganz Skandinavien die gleiche Qualität an Brot oder anderen Backwaren finden kann. Die auf der Messe vorhandene Marke Bonjour, garantiert so, dass man überall in Schweden Sauerteigbrot erhalten kann, wobei man am Stand sowohl das klassische Programm des Unternehmens finden konnte wie sämtliche ökologischen Produkte und auch die beliebtesten Waren zur Weihnachten, darunter die Lussekatter.

Sauerteig und ökologische Backwerke von Bonjour

Cafés, die entweder nicht selbst backen wollen oder nicht über die dazu nötigen Einrichtungen verfügen, haben auf der Messe mehr die Qual der Wahl, denn die unterschiedlichsten Unternehmen Schwedens bieten bei der von easyFairs organisierten Messe hunderte von Produkten an, die vom klassischen Kleingebäck und den üblichsten Torten bis zu den modernsten Geschmackskreationen reichen. Bei der enormen Auswahl ist es allerdings unmöglich auch nur von den Nachspeisen oder Torten zu kosten, die man noch nicht kennt und muss bei der Wahl auch nach Gefühl gehen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 28. März 2010

Essen und Trinken in Göteborg, und in ganz Schweden

Auch wenn man bei einer Touristikmesse in erster Linie an einen Ferienaufenthalt denkt, an Baden, Wandern oder auch den Besuch von Sehenswürdigkeiten und Museen oder einen Segelkurs, so ist ein Urlaub dennoch immer mit Essen und Trinken verbunden. Oder mit anderen Worten, mit der Entdeckung einer anderen Küche, die je nach Land oder Landstrich auch mehr oder weniger exotisch sein kann.


Während Hotels und Restaurants Göteborg auf der TUR-Mässan 2010 fast als abwesend bezeichnet werden können (von Gothia Towers abgesehen), so konnte man dennoch einige Lokalprodukte kennen lernen. So die weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannten Göteborger Pfefferkuchen mit Zitronengeschmack oder das Mazipan der seit 140 Jahren bestehenden Konditorei Bräutigam. Während man auf der Messe die Produkte zu einem günstigeren Tarif erwerben konnte, so kann man jedoch sämtliche Spezialitäten das ganze Jahr über in den Läden der beiden Unternehmer finden oder per Internet bestellen.


Auch die Schlösser im Västra Götaland, die Nääs Fabriken und einige Unterkünfte auf den Schären Göteborgs und dem Bohuslän warben auf der Touristikmesse in Göteborg mit der Qualität ihres Essens und boten ihren Besuchern zum Teil Geschmacksproben an. Auf der Göteborger Messe waren jedoch nur Hotels und Restaurants vorhanden, die auf regionales Essen Wert legen und biologische Kultur und traditionellen Fischfang in den Vordergrund setzten. Sauerteigbrot wurde ebenso beworben wie westschwedische Fische, Garnelen oder Austern.


Im schwedischen Bereich der TUR-Mässan konnte man auch zahlreiche Stände mit biologischen Einschlag finden, die nicht nur für ihre natürlichen Produkte Werbung machten, sondern in der Regel auch Führungen und Sommerkurse veranstalteten und die den Teilnehmern unter anderem alte Heilmethoden für Mensch und Tier näher bringen, aber auch die Zubereitung alter Kochrezepte oder klassische Marmeladenherstellung erklärten.


Da Schweden auch eine Jahrhunderte alte Tradition in Bierherstellung hat, die bis zu den Wikingern zurückreicht, konnte man natürlich auch sehr vieles über die unterschiedlichen Herstellungsverfahren erfahren und, zum Beispiel, den Unterschied zwischen einem Gotländischen Bier und einem Bier des Westgotenlands feststellen. Im Sommer kann man dann in zahlreichen Gegenden Schwedens, und auch in Göteborg, an Bierproben mit typischem Essen teilnehmen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 26. Februar 2010

Passion för Mat, die Messe für Essen und Esskultur in Göteborg

Göteborg ist bekannt für seine Restaurants, für sein hohes Niveau an Kochkunst, seine traditionsreichen Käse, Senf oder anderen Produkten, die zum Teil seit 100 Jahren unverändert hergestellt werden und auf alle Aromastoffe, Konservierungsmittel und modernen Zusatzprodukte verzichten. Und Göteborg konnte dieses Jahr auch den Koch des Jahres stellen.


Es ist daher kein Zufall, dass man in Göteborg auch die Messe Passion för Mat, die Liebe zum Essen, findet, die nicht nur von Privatpersonen, die qualitativ gute Produkte suchen, besucht wird, sondern auch in zunehmendem Masse von professionellen Köchen und Restaurantbesitzern, die nicht nur gutes Essen anbieten wollen, sondern auch Essen, das von Grund auf mit den bestmöglichen, oft biologischen, Produkten zubereitet wird.


Einen großen Platz bei Passion för Mat 2010 in Göteborg nehmen Produkte aus dem Westgotenland ein. Sivans ost (Sivans Käse), dessen Geschichte bis ins Jahr 1875 zurückreicht und von den besten Restaurants Göteborgs hoch geschätzt wird kann während der Messe ebenso gekostet werden wie hausgemachte Sauerteigbrote des Schlosses Gunnebo, Gebäck aus Göteborg oder nach alter Tradition auf Donsö geräucherter Lachs.

Flickorna Kanold

Wer mehr nach Pralinen und Schokolade sucht, wird bei Flickorna Kanold fündig, die zahlreiche ihrer Pralinen seit über 100 Jahren nach alten Rezepten und mit überwiegend lokalen Produkten herstellen, was jedoch nicht heißt, dass man hier nicht auch ohne Zusatzstoffe selbst hergestellte Chillischokolade oder Chillipralinen findet. Der Schwerpunkt von Passion för Mat sind natürliche, klassische und biologische Produkte, die sich durch ihre hohe Qualität auszeichnen.

Familienbetrieb SAMPLEX

Natürlich findet man auch zahlreiche Stände mit biologischem Gemüse, biologischen Früchten oder Kaffee aus Entwicklungsländern mit der Garantie, dass bei deren Import niemand ausgebeutet wird. Mehr an den rein schwedischen Markt richten sich die Stände mit Wein aus der ganzen Welt oder Bier aus Göteborg, der hier gekostet werden kann, da die Messe eine Ausnahmegenehmigung für Alkoholausschank erhielt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Dienstag, 16. Februar 2010

Hotel Göta Källare in Göteborg

Nach den Friedensverträgen von 1809 hatte Laurentius Segerlind die Idee die Umgebung um den heutigen Drottningstorget aufzukaufen, wo erst wenige Jahre vorher die Befestigungen Göteborgs abgetragen wurden. Gleichzeitig wollte er das erste Hotel mit Restaurant auf einem der neu erworbenen Grundstücke errichten, was ihm ein Jahr später genehmigt wurde. Dies war die Grundlage für den Göta Källare.


Das Hotel-Restaurant Göta Källare hatte jedoch eine Auflage, nämlich dass das Gebäude keinerlei Prunk aufweisen durfte. Dies erklärt auch das relativ nüchterne Gebäude nahe des Göteborger Hauptbahnhofs. Der einzige Prunk des Gebäudes waren Pflanzkübel mit kleineren Bäumen, die vor dem Haupteingang des Hotels aufgestellt wurden. Die Skulpturen der Frauen, die den Reichtum Göteborgs symbolisieren wurden erst unter der Amerika Linjen geschaffen.


Das Hotel hatte bereits bei seiner Eröffnung 56 Räume, ein Restaurant und einen Billardsaal. Die ersten Gäste bezogen ihre Zimmer im Göta Källaren am 22. Mai 1812. Das Hotel gehört damit zu den ältesten Hotels ganz Skandinaviens und schloss seine Türen erst im Jahre 1944 endgültig, einer Zeit als bereits zahlreiche andere, modernere Hotels in nächster Nähe erbaut waren. Allerdings war das Gebäude, als es zwischen 1918 und 1921 im Besitz von SKF war, zu einem Bürohaus umgewandelt und erst der nächste Besitzer, die Amerika Linjen, gab dem Gebäude seine ursprüngliche Bestimmung zurück.


Aber auch als Göteborg bereits über andere Hotels verfügte, blieb der Göta Källare weiterhin ein Vorreiter in einem anderen Bereich. Im Zimmer sechs wurde nämlich am 12. Februar 1896 der erste Tonfilm vorgeführt, vier Jahre bevor diese Filme Paris erreichten. Es handelte sich um den Film „Miss Carmencita i en spansk dans“.


Während des Zweiten Weltkriegs war der Göta Källare ein Schutzraum für die Bewohner der Umgebung. Nach dem Krieg wurde das Gebäude dann von einer renommierten Anwaltsfirma benutzt, war ein Festlokal für den Brädseglarklubb und wurde zu zahlreichen anderen Zwecken genutzt. Die letzte bedeutende Bestimmung bekam der Göta Källare im Jahre 1992 als das Dragt Glass Studio das Gebäude erwarb, umbaute und es für Ausstellungen nutzte.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin - Erstes Foto: Stadsmuseum Göteborg