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Dienstag, 4. August 2009

Führungen auf den Spuren der Kriminalromane von Helene Tursten und Åke Edwardson

Zwei der bedeutendsten Verfasser schwedischer Kriminalromane lassen ihre Romanfiguren in Göteborg spielen, lassen sie in der Stadt einkaufen, dort ihren Kaffee trinken und in Gebäuden der Stadt leben. Die Kriminalromane von Helene Tursten und Åke Edwardson zeigen das moderne Göteborg, auch wenn die Handlungen erfunden sind und die Hauptfiguren nie in der beschriebenen Atmosphäre anzutreffen waren.


Im August dieses Jahres haben nun die Besucher Göteborgs erstmals die Möglichkeit den Spuren der Hauptfiguren der Romane, Irene Huss und Erik Winter, zu folgen. Margareta Björklund führt die Teilnehmer der Krimiwanderungen bei Sonne und Regen mit viel Sachverstand durch die Strassen, die die Helden der Romane Feuertanz oder Tanz mit dem Engel ebenfalls durchstreiften.


Margareta vergisst bei ihren Erklärungen der deutschsprachigen Führung auch nicht Details, die einen Kriminalroman erst lebendig machen und führt die Teilnehmer selbst zu einem kleinen Schmuckladen in der Victoriapassage in dem Irene Huss, die Hauptfigur der Romane von Helene Tursten, einen Schmuck kaufte und der im Film zur Kulisse wurde.


Der Krimiwanderer kann auch den Balkon betrachten von dem aus Winter über den Vasaplatsen blickte und auf dem er seine Zigarren rauchte, um dann anschließend auf Kommissar Winters Spuren die Vasagatan entlang zu bummeln oder dem Vasapark einen Besuch abzustatten.


Die Krimiwanderungen, die jeweils am Fremdenverkehrsbüro am Kungsportsplatsen beginnen, enden schließlich am filmischen Hauptkommissariat der Romanfigur Irene Huss in der Tredje Långgatan, gegenüber der Saluhallen Briggen in der Irene Huss und ihre Kollegen im Film immer ihre Pizzas kauften.

Termine und weiterführende Erklärungen in Deutsch bei
Göteborg - Krimiführungen

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 26. Juni 2009

Die Saluhallen (Markthalle) am Kungstorget in Göteborg

Wenn man in Göteborg von der Saluhallen, der Markthalle, spricht, so meint man meist die stora Saluhallen, also die Markthalle am Kungstorget und nicht die etwas kleinere Markthalle Briggen.


Die stora Saluhallen wurde vom Architekten Hans Hedlund 1888 bis 1889 gezeichnet und auf der früheren Werft Götaverken errichtet. Der Bau wurde zentral in Göteborg auf dem heutigen Kungstorget errichtet, der bereits vorher ein Marktplatz war. Der Bau war, wie schon die Feskekôrka, vor allem aus hygienischen Gründen notwendig geworden. Die ersten Lebensmittel wurden dort am 1. Februar 1889 verkauft.


In der stora Saluhallen befinden sich heute über 40 kleinere Läden, die zwischen Brot, Fisch und Käse auch Spezialitäten und Gewürze aus aller Welt anbieten. Einige Restaurants bieten zudem günstige Menus mit Gerichten aus fernen Ländern an, die viele Göteborger zur Mittagszeit in die Markthalle locken.


Aber selbst wenn man nichts in der stora Saluhallen kaufen will, so locken doch die verschiedenen Düfte und die Atmosphäre der Markhalle täglich unzählige Besucher. Ein Aufenthalt in Göteborg bleibt sicher unvollständig, wenn die Zeit zu einem Besuch in der großen Markthalle fehlt.


Eine Besonderheit in der stora Saluhallen ist auch die Herstellung von Schokolade und Pralinen, die jeder Besucher hinter Glas verfolgen kann. Natürlich ist die Fabrikation in der Markhalle nicht industriell gestaltet sondert baut auf ein altes Handwerk auf und der Herstellungsraum gleicht mehr einem Museum als einem Raum in einer Markthalle.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin