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Mittwoch, 8. Juli 2009

Das Tomtehus oder Zwergenhaus in Göteborg

An der Kreuzung von Vasagatan und Viktoriagatan in Göteborg befindet sich ein etwas merkwürdiges Gebäude, das den Namen Tomtehaus, oder in Deutsch Zwergenhaus, trägt und dessen Fassade, die zur Vasagatan zeigt übersäht ist mit Motiven aus der Sagenwelt.


Das Gebäude wurde zwischen 1888 und 1890 für den Chefredakteur der Handelstidningen S.A. Hedlund von den Architekten Hans Hedlund und Yngve Rasmussen errichtet, die auch für einige andere bedeutenden Gebäude Göteborgs zeichnen.


Lange Jahre wusste niemand wer diese Zeichnungen geschaffen hatte und erst 1974 kam ans Tageslicht, dass es die die beiden Architekten selbst waren, die sich hier als wahre Künstler zeigten. Hilfe bei ihrem Unterfangen bekamen sie vom Theater- und Dekorationsmaler Thorvald Rasmussen.


Wer die Malerei des Tomtehuset etwas eingehender studiert, findet auch die Inschrift ”In luce mundus” und versteht die gewählten Motive, denn das Haus beherbergte ursprünglich ein Fotoatelier, wo unter anderem auch die Bilder für die Handelstidningen entstanden. Und Licht ist bei diesem Gewerbe ein sehr wichtiges Element.


Mit der Restauration von 1981 verlor das Gebäude leider einen Teil seiner Einzigartigkeit, da nun Wohnungen, ein Café und andere Geschäfte das Tomtehus bevölkerten und Reklameschilder das ursprüngliche Bild verstörten. Mittlerweile wurde das Tomtehus jedoch vom Riksantikvarieämbetet vor weiteren Zerstörungen geschützt und begrüßt zahlreiche Besucher Göteborgs in seinem Glanz.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 26. Juni 2009

Die Saluhallen (Markthalle) am Kungstorget in Göteborg

Wenn man in Göteborg von der Saluhallen, der Markthalle, spricht, so meint man meist die stora Saluhallen, also die Markthalle am Kungstorget und nicht die etwas kleinere Markthalle Briggen.


Die stora Saluhallen wurde vom Architekten Hans Hedlund 1888 bis 1889 gezeichnet und auf der früheren Werft Götaverken errichtet. Der Bau wurde zentral in Göteborg auf dem heutigen Kungstorget errichtet, der bereits vorher ein Marktplatz war. Der Bau war, wie schon die Feskekôrka, vor allem aus hygienischen Gründen notwendig geworden. Die ersten Lebensmittel wurden dort am 1. Februar 1889 verkauft.


In der stora Saluhallen befinden sich heute über 40 kleinere Läden, die zwischen Brot, Fisch und Käse auch Spezialitäten und Gewürze aus aller Welt anbieten. Einige Restaurants bieten zudem günstige Menus mit Gerichten aus fernen Ländern an, die viele Göteborger zur Mittagszeit in die Markthalle locken.


Aber selbst wenn man nichts in der stora Saluhallen kaufen will, so locken doch die verschiedenen Düfte und die Atmosphäre der Markhalle täglich unzählige Besucher. Ein Aufenthalt in Göteborg bleibt sicher unvollständig, wenn die Zeit zu einem Besuch in der großen Markthalle fehlt.


Eine Besonderheit in der stora Saluhallen ist auch die Herstellung von Schokolade und Pralinen, die jeder Besucher hinter Glas verfolgen kann. Natürlich ist die Fabrikation in der Markhalle nicht industriell gestaltet sondert baut auf ein altes Handwerk auf und der Herstellungsraum gleicht mehr einem Museum als einem Raum in einer Markthalle.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin