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Montag, 26. Oktober 2009

Landshövdingehus in Göteborgs

Die Landshövdingehus gehören zu den typischen Gebäuden Göteborgs des 19. Jahrhunderts. Es handelt sich dabei um Mietshäuser mit drei Etagen, die ihren Namen nach dem Landshövding Albert Ehrensvärd erhielten, der die ersten Architektenpläne für Änderungen zurückwies.


Die Landshövdingehus, die heute noch einige Stadtteile Göteborgs dominieren zeichnen sich durch ein Erdgeschoss in Stein und zwei Stockwerke in Holzbauweise aus. Die klassischen Landshövdingehus wurden für Arbeiter erbaut und verfügten vor allem über Einzimmerwohnungen mit Küche, in denen zeitweise bis zu 15 Personen wohnten.


Die meisten Landshövdingehus in Majorna und Kungsladugård wurden heute in größere Wohnungen umgebaut und der alte Aufbau, auch des Innengartens, ist daher nicht mehr sichtbar. Als im Jahre 1940 die letzten Häuser dieses Stils erbaut wurden verfügte Göteborg über 3290 Landshövdingehus und fast die Hälfte aller Göteborger bewohnten diese Häuser.


Die Landshövdingehus verdanken ihre Entwicklung den Brandsicherheitsmaßnahmen des 19. Jahrhunderts, die den Bau von Holzhäusern auf zwei Etagen beschränkte. Der hohe Bedarf an Wohnungen machte daher die Architekten erfinderisch. Da der Bau von Steinhäusern zu teuer war, wurden daher diese Art Hybridhäuser entwickelt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 6. August 2009

Die alte Festung Älvsborg in Klippans Kultureservat in Göteborg

Auch wenn man immer wieder sagt, dass Gustav II Adolf Göteborg im Jahre 1619 angelegt hat, so ist diese Aussage doch nur zur Hälfte wahr, denn auch wenn Gustaf II Adolf den heutigen Kern Göteborgs geschaffen hat und der Stadt die Stadtrechte verlieh, so waren große Teile des heutigen Göteborg jedoch schon lange vor Gustav II Adolf besiedelt.


Und auch die Nya Älvsborgs fästning die in den Jahren 1653 bis 1668 errichtet wurde ist nicht die erste Befestigungsanlage, die sich auf dem Grunde des heutigen Göteborg befindet, denn bereits im 14. Jahrhundert hatte die vorhergehende Festung Älvsborg, Gamla Älvsborgs fästning, eine bedeutende Rolle in der Verteidigung der Stadt gegen Dänemark.


Die alte Älvsborgs fästning, genauer genommen seine Ruine, kann heute noch in Klippans Kulturreservat in Göteborg besichtigt werden. Die Reste der alten Burg stammen jedoch nicht mehr von 1366, als die Festung das erste Mal in Dokumenten erwähnt wurde, sondern vom späteren Renaissanceschloss zu dem auch der Kungsladugård und der Slottsskogen in Göteborg gehörten.


Die alte Älvsborgs fästning an der Mündung des Göta älvs schützte über 300 Jahre lang den einzigen Hafen Schwedens, da nur wenige Kilometer im Norden der Mündung die Norweger herrschten und südlich davon das Reich der Dänen begann. Der gewählte Ort war eigentlich auch eine Neugründung der Stadt Älvsborg, da sich das noch ältere und unbefestigte Göteborg im heutigen Stadtsteil Gamlestaden befand.


Da das alte Göteborg und damit auch die Gamla Älvsborgs fästing sowohl 1563 als auch 1612 von den Dänen erobert worden war und nur nach sehr hohen Lösegeldzahlungen an Schweden zurückgegeben wurden, entschieden die Stadtherren des heutigen, von Gustav II Adolf gegründeten Göteborg die alte Festung aufzugeben und die Nya Älvsborgs fästning zu errichten. Noch bevor die neue Festung im Jahre 1668 fertig gestellt war wurde die alte Festung nahezu dem Erdboden gleich gemacht. Ab 1661 wurden zum Weiterbau der Nya Älvsborgs fästning die Steine der alten Festung benutzt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin