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Sonntag, 23. August 2009

Die Trädgårdsföreningen, ein Park für Skulpturen in Göteborg

Die Parkanlagen in Göteborg bieten dem Liebhaber Öffentlicher Kunst ein Vielzahl an Skulpturen. Allein der Botanische Garten, der Schlosswald und die Gartenvereinigung zusammen bilden einen bedeutenden Skulpturenpark. In der Gartenvereinigung Göteborgs, der Trädgårdsföreningen sind vor allem Skulpturen vereint, die vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert wurden.


Mehrere Skulpturen in der Trädgårdsföreningen fallen dem Besucher nicht auf, da sie fast verloren auf den weitläufigen Grünflächen verteilt sind. Und oft muss man, wie beim Klättraren oder dem Monolith in vier Teilen, die Bedeutung der Skulptur kennen um sie zu verstehen. So auch die Totem von Carina Wallert, die Nahe des Kinderspielplatzes aufgestellt sind.


Die weibliche Skulptur Dimman von Gusten Lindberg gehört zu den wenigen öffentlichen Kunstwerken der Trädgårdsförening, die während eines Spazierganges im Park gut sichtbar sind und inmitten der Bepflanzungen ihre ganze Wirkung entfalten können. Die ausdrucksstarke, an Rodin erinnernde Figur, erhielt anlässlich der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaille.


Die Kupferskulptur Pan des deutschen Künstlers Dieter Matzner wirkt wie verlorene Blöcke in einer grünen Umgebung, was der Idee des Künstlers entspricht, aber ohne weitere Erklärung den Betrachter des Kunstwerkes etwas ratlos lässt, da die Mehrheit der Besucher mit der philosophischen Betrachtung des Künstlers von Materie, Zeit und Raum im Wachstum nicht viel anfangen können.


Ein echtes Fragezeichen stellen auch die vernachlässigten Kunstwerke in der Trädgårdsföreningen, die unvollständig wie Schrott an der Seite liegen. Die Soluret von Christian Berg, die sich 1973 im Röhsska Museum befand, und vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond erworben wurde, hat sicher ein anderes Schicksal verdient, wie auch die beiden anderen zerlegten Werke an ihrer Seite.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 3. Juni 2009

Göteborg, die Stadt der Statuen und Skulpturen

Grosse Linien der Geschichte Göteborgs lassen sich an Hand der fast unzähligen Statuen aufzeigen, die jeden Park, jeden Straßenzug und zahlreiche öffentliche Gebäude schmücken. Bedeutende Künstler haben in der Stadt nicht nur ihre Unterschrift hinterlassen, sonder erzählen auch ihre Entwicklung. Aber auch Legenden, Mytologie und Gegenwartskunst kommen in Göteborg nicht zu kurz. Jede Reise in die öffentliche Kunst der Stadt lässt ihre Eindrücke zurück.


Unter den zahlreichen Statuen des Botanischen Gartens (Botaniska trädgården), die alle in Zusammenhang mit der Natur stehen, entdeckt der Besucher zuerst die Statue Najad, Carl Milles Wassernymphe, die der griechischen Mythologie entstammt. Aber auch die Poseidonstatue am Götaplatsen und Susanna, "Flicka med snäcka" am Kvilletorget in Göteborg wurden von Carl Milles geschaffen.


Auch in der Trädgårdsföreningen befinden sich zahlreiche, zum Teil modernere Skulpturen, so die Bronzestatue "Klättraren" von Björn Therkelson, die Göteborg 1986 anlässlich der Ausstellung "Skulptur i parken" erworben hat.


Der Göteborger Künstler Johan Peter Molin schuf das erzählende Meisterwerk Bältespännarna, das am Bältespännarparken steht und in vier Bronzetafeln und einer Statue die Geschichte einer unglücklichen Liebe erzählt, die mit dem Tode eines Kämpfers endet.


Aber auch am Järntorget in Majorna, einem Stadtteil Göteborgs, findet man mehrere bedeutende Statuen. Das bedeutendste Meisterwerk des Platzes ist vermutlich der Järntorgsbrunnen von 1927 von Tore Strindberg. Das Kunstwerk "De fem världsdelarna" besteht, unter anderem, aus fünf weiblichen Bronzeskulpturen, die die fünf Kontinente darstellen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin