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Donnerstag, 11. März 2010

Tage Andersens Kamelienausstellung in der Trädgårdsföreningen in Göteborg

Für alle Gartenliebhaber ist der Name Tage Andersen ein Begriff und jeder, der sich für Kamelien interessiert, hat seinen Namen sicher bereits gehört oder gelesen, da der dänische Gartenkünstler und Gartengestalter vermutliche über die bedeutendste Kameliensammlung Europas verfügt, von denen er einen Teil zwischen dem 6. März und dem 5. April in der Trädgårdsföreningen in Göteborg ausstellt.


Tage Andersen öffnete seinen ersten Blumenladen im Jahre 1967, wobei er sich vom ersten Tag an vor allem für Blumendekorationen und Arrangements interessierte. Seine großen Fachkenntnisse und sein Engagement führten dazu, dass er bereits nach wenigen Jahren zum Hoflieferanten des königlichen Schlosses ernannt wurde. 1993 öffnete er unter dem Namen Huset Tage Andersen einen größeren Laden, den er als Museum, Galerie und Blumenboutique einrichtete. In den folgenden Jahren wurde er dann mehr und mehr von bedeutenden Gartenanlagen Skandinaviens eingeladen um dekorative Gartenanlagen zu gestalten oder Ausstellungen zu arrangieren.


Seine Ausstellung Kamelia im Palmhuset der Göteborger Gartenvereinigung ist die erste seiner vier Ausstellungen des Jahres 2010. Im Mai wird er auch im deutschen Schloss Hünnefeld seine Ausstellung Barock eröffnen, fast unmittelbar nachdem seine Ausstellung Gunillaberg in den Nordiska Trädgårdar in Stockholm zu Ende geht.


Als Tage Andersen im Jahre 2004 in der Trädgårdsföreningen eine Kamelienausstellung organisierte, konnte er innerhalb von vier Wochen 20.000 Besucher zählen, die sich für seine Kamelienarrangements interessierten. Dieses Jahr könnte diese Zahl noch gesprengt werden, da außerhalb des Palmhusets noch der Winter gastiert und nur die Ausstellung ein Gefühl von Frühling verbreitet.


Die Ausstellung Kamelia von Tage Andersen nimmt über die Hälfte des Göteborger Palmenhauses ein. In fast jedem der Räume dominieren für vier Wochen die verschiedensten Kamelienarten in unterschiedlicher Farbe und unterschiedlicher Größe. Das Arrangement des Gartenkünstlers integriert dabei die anderen Gewächse des Palmhusets, was den verschiedenen Farnen, Palmen und selbst der Korkeiche eine völlig neue Umgebung bereitet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 23. August 2009

Die Trädgårdsföreningen, ein Park für Skulpturen in Göteborg

Die Parkanlagen in Göteborg bieten dem Liebhaber Öffentlicher Kunst ein Vielzahl an Skulpturen. Allein der Botanische Garten, der Schlosswald und die Gartenvereinigung zusammen bilden einen bedeutenden Skulpturenpark. In der Gartenvereinigung Göteborgs, der Trädgårdsföreningen sind vor allem Skulpturen vereint, die vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert wurden.


Mehrere Skulpturen in der Trädgårdsföreningen fallen dem Besucher nicht auf, da sie fast verloren auf den weitläufigen Grünflächen verteilt sind. Und oft muss man, wie beim Klättraren oder dem Monolith in vier Teilen, die Bedeutung der Skulptur kennen um sie zu verstehen. So auch die Totem von Carina Wallert, die Nahe des Kinderspielplatzes aufgestellt sind.


Die weibliche Skulptur Dimman von Gusten Lindberg gehört zu den wenigen öffentlichen Kunstwerken der Trädgårdsförening, die während eines Spazierganges im Park gut sichtbar sind und inmitten der Bepflanzungen ihre ganze Wirkung entfalten können. Die ausdrucksstarke, an Rodin erinnernde Figur, erhielt anlässlich der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaille.


Die Kupferskulptur Pan des deutschen Künstlers Dieter Matzner wirkt wie verlorene Blöcke in einer grünen Umgebung, was der Idee des Künstlers entspricht, aber ohne weitere Erklärung den Betrachter des Kunstwerkes etwas ratlos lässt, da die Mehrheit der Besucher mit der philosophischen Betrachtung des Künstlers von Materie, Zeit und Raum im Wachstum nicht viel anfangen können.


Ein echtes Fragezeichen stellen auch die vernachlässigten Kunstwerke in der Trädgårdsföreningen, die unvollständig wie Schrott an der Seite liegen. Die Soluret von Christian Berg, die sich 1973 im Röhsska Museum befand, und vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond erworben wurde, hat sicher ein anderes Schicksal verdient, wie auch die beiden anderen zerlegten Werke an ihrer Seite.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 5. Juli 2009

Das Rosenfest in der Trädgårdsföreningen in Göteborg

Das Rosariet, die Rosenabteilung, der Trädgårdsföreningen steht im Juli in voller Blüte und über 4000 Rosen, rund 2000 verschiedene Arten, laden den Besucher der Gartenvereinigung in Göteborg zu einem einzigartigen Dufterlebnis ein. Rosen aller Farben und aller Epochen werden in dieser einzigartigen Sammlung vereint und lassen die Herzen der Rosenliebhaber höher schlagen.


Die älteste Rosenart des Rosariets der Trädgårdsföreningen hat bereits mehrere Tausend Jahre hinter sich und kommt aus dem vorchristlichen Ägypten. Sie trägt daher auch den aussagereichen Namen "Mumierosen". Die Rose des Jahres wurde jedoch die rosa Buschrose Ispahan aus dem Iran, die ihren Namen auch einem Parfum verlieh.


Auch wenn der Rosentag bereits am 2. Juli war, so feierte die Trädgårdsföreningen ihr Rosenfest am Samstag, den 4. Juli, mit zahlreichen Führungen und einem besonderen Rosenprogramm. Sagen um Rosen, musikalische Untermalung und Konferenzen zu den unterschiedlichsten Rosenthemen machten diesen Tag für die Göteborger und die Besucher der Stadt zu einem besonderen Ereignis.


Die Rosenblüte kann noch den ganzen Juli über in der Trädgårdsföreningen erlebt werden, wenn auch ohne die entsprechenden Führungen und Vorträge. Aber auch ohne Führung kann der Besucher Rosen entdecken, die einst die Ostindiefararen mit ihrer Windjammer aus China nach Göteborg brachten, Arten, die man heute nur noch in wenigen privaten Gärten findet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin