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Samstag, 3. Dezember 2011

Erlebnis „Så gott som klart“ in Göteborg

„Så gott som klart“ gehört, gemeinsam mit den den anderen Lebensmittelpaketen, die seit einiger Zeit in Schweden einen gewissen Erfolg haben, zum Weihnachtsgeschenk des Jahres. Das Ziel dabei ist, einmal die Woche für drei Tage alles für ein gutes Essen ins Haus geliefert zu bekommen, Rezept inklusive, und bei der Zubereitung der Gerichte nur so wenig Zeit wie möglich aufzuwenden, in der Regel maximal 15 Minuten.

Hälleflundra (Heilbutt) bei KitchenWiz

Im Rahmen einer Spot and Tell Veranstaltung hatte ich die Möglichkeit nicht nur das Angebot „Så gott som klart“ eine Woche lang testen zu können, sondern auch bei der Zubereitung einiger Gerichte bei KitchenWiz in Göteborg zusehen zu können und vieles über die Auswahl der Produkte und deren Vorbereitung erfahren zu können. Das Prinzip ist einfach, denn in jedem Paket findet man die notwendigen Rohwaren mit den entsprechenden Rezepten. Gleichzeitig sind alle Gerichte mit einem Farbpunkt markiert, damit man auch darüber informiert wird welche Zutaten zu welchem Tag gehören.

Essen für drei Tage

Bei der Auswahl der Waren zeigt sich das Göteborger Unternehmen KitchenWiz auf höchstem Niveau, denn weder Fisch noch Fleisch dieser Qualität findet man im Supermarkt. Die Auswahl ist vielseitig und der Fisch könnte direkt vom Fischkutter kommen. Fleisch dieser Qualität findet man ebenfalls nur bei einigen wenigen ausgewählten Händlern in Göteborg, was sich allerdings nicht nur auf die Qualität des Essens, sondern auch auf den Preis ausschlägt, denn jedes Essen kostet gute 70 Kronen pro Person.

Biologisches Schweinefilet, Kartoffelpürree, Rotkohl, Salbeisosse

Wer dreimal die Woche zu Hause wie im Restaurant essen will, allerdings weitaus billiger, und wenig Zeit in der Küche verbringen will, wird mit diesen Lebensmittelpaketen in Göteborg vollauf zufrieden sein, denn Qualität wird bei KichenWiz groß geschrieben. Die Gerichte sind gut ausgedacht, reichhaltig und wiederholen sich extrem selten. Wer bisher auf Fertiggerichte in der Mikrowelle setzte, macht sicher einen guten Tausch wenn er auf die Lebensmittelpakete (Matkasse) „Så gott som klart“ aus Göteborg setzt. Aber es gibt auch einige Nachteile.

Sherrymarinerad Fläskytterfilé mit Kartoffelpürree und Rotkohl

Wer gewohnt ist schnell und effektiv in der Küche zu arbeiten, gewinnt mit den Paketen von Kitchenwiz relativ wenig Zeit und wird auch seinen individuellen Geschmack vermissen, denn Restaurantessen muss allen schmecken und kann sich nicht dem einzelnen Gaumen anpassen. In dieser Beziehung könnten Lebensmittelpakete sich etwas weiterentwickeln, zumal man auch als „Zitronenhasser“ riskiert eine Soße auf Zitronenbasis zu erhalten.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 15. August 2010

Das Göteborger Kulturfest 2010

Das diesjährige Göteborger Kulturfest geht dem Ende entgegen und zeigt überwiegend zufriedene Gesichter, denn das Angebot war breit gefächert, wobei man jedoch ohne Programm ziemlich verloren war, da zwischen den einzelnen Festplätzen keine klare Linie zu sehen war und Nicht-Göteborger ohne verbindende Linie so manchen Ort verpassten.

Langos, ein Erfolg beim Kulturkalaset

Auch am Gustav Adolf Torg waren nicht alle Teilnehmer restlos begeistert, denn während alle die Schönheit der Stadt lobten, so klagten manche über die extremen Auflagen beim Lebensmittelverkauf. Während sie in ganz Schweden keinerlei Probleme mit ihren Ständen und der Zubreitung von Speisen haben, empfinden sie die Situation in Göteborg kleinlich und übertrieben.

Kinderfest in der Trädgårdsföreningen

Von Seiten der Besucher galten vor allem der internationale Lebensmittelmark, das Kinderfest im Gartenverein und die abendlichen Veranstaltungen am Götaplatsen als sehr gelungen. Die städtischen Museen konnten dagegen kaum ein größeres Publikum anbieten, was jedoch weniger eine Mangel des Angebots war als vielmehr die schlechte Promotion der laufenden Ausstellungen.

Straßenkunst am Kungsportsplatsen

Wer den Göteborger Kulturkalaset, das Kulturfest, ab den Mittagsstunden besuchte, musste sich mit einigen wenigen Straßenkünstlern zufrieden geben, wobei die Avenyn dabei kaum eine Rolle spielte und die kostenlosen Veranstaltungen dieses Jahr von zahlreichen Bezahlt-Diensten unterbrochen wurden, was ausländische Touristen nicht unbedingt schätzten, da ihnen im Göteborger Verkehrsbüro erzählt wurde, dass „alles“ umsonst sei.

Ein Foto mit einem der Ostindiefararen

Die abendlichen Veranstaltungen mit bekannten schwedischen Künstlern zogen selbst bei Regen noch eine außerordentliche Besucherzahl an. Nur die Tanzband-Bühne am Packhuskajen wurde von vielen ab 22 Uhr gemieden, da viele der Tänzer ihre Tanzbeine erst nach einer Mindestmenge an Alkohol schwingen wollten, was die Liebhaber dieser Art von Veranstaltungen wenig schätzten.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin