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Freitag, 31. Dezember 2010

Winter in den südlichen Schären in Göteborg

Auch wenn die eisigen, langen Winter in denen man mit dem Auto die südlichen Schären erreichen konnte, nur noch in der Erinnerung älterer Göteborger bestehen, so kann man auch heute noch eine eigenartige Winterlandschaft entdecken, wenn man mit den Fähren zu einer der Schäreninseln aufbricht. Eis und Schnee verwandeln alle Ufer in eine Welt der Eisskulpturen und eine märchenhafte Winterlandschaft.


Wenn der Winter, wie dieses Jahr, sehr früh in Göteborg einzieht, so beginnt die Winterreise bereits im Dezember in Saltholmen, wo Eisscholle dicht an dicht liegt und der Hafen für die Freizeitboote für Freizeitseemänner mit dem Boot unerreichbar wird. Wenn man während der Ausfahrt aus dem Hafenbecken im Freien bleibt, so hört man hunderte von Eisschollen an den Schiffsrumpf krachen und erschreckte Seevögel von ihrem kurzen Schlaf aufschrecken.


Die ohnehin karstigen Inseln der südlichen Schären, an denen man mit den Booten vorbei kommt, wirken mit Eis und Schnee verlassen und noch weniger bewachsen als sie ohnehin sind. Fast niemand will nun in den Sommerhäusern wohnen, wenn man selbst über hunderte Meter den Schnee räumen muss, die Feuchtigkeit spiegelglatte Wege hinterlässt und man nicht so genau weiß welche Anlegestelle vielleicht bereits am Abend für den Bootsverkehr gesperrt wird.


An den kleinen Bootsstegen, den Felsen, die aus dem Meerwasser ragen, und am Rande jeder Insel kann man deutlich die Bewegung des Wassers und die Gezeiten erkennen, die auf etwa einem Meter Höhe die verschiedensten Eisgebilde entstehen lassen und jedes Anlegen eines Bootes unmöglich machen. Die meisten der Gebilde kann man jedoch nur vom Wasser aus sehen.


Auf den unzähligen Eisschollen und den zugefrorenen Buchten kann man im Winter eine Vielzahl an Wasservögeln entdecken, die wissen, dass sie auf der fast weißen Fläche sicher sind, die aber, auf der anderen Seite, auch die Wasserstellen im Hinterland verlassen mussten, weil sie auf den zugefroreren Seen keinerlei Nahrung mehr finden und ihnen dort selbst das lebensnotwendige Wasser fehlt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 7. August 2010

Das Hafenfest auf Donsö in Göteborg

Jeden ersten Samstag im August eines Jahres wird auf der Insel Donsö im Schärengarten Göteborgs das Hafenfest eröffnet. Der Andrang ist so groß, dass von Saltholmen ab Mittag zusätzliche Fähren eingesetzt werden müssen. Der Gästehafen Donsös ist meist schon am Freitag Abend bis zum letzten Platz besetzt, denn der Ruf dieses Festes hat sich weit über die Inseln und Göteborg hinaus verbreitet.


Das Hafenfest (hamnfest) auf Donsö wird jedes Jahr mit einem großen Mark und einem noch größeren Trödelmarkt eröffnet. Alles was auf dem Trödelmarkt verkauft wird, wird von den Bewohnern der Insel gespendet, wobei der Gewinn aus dem Verkauf dem Sportklub der Insel zu Gute kommt, der damit seit Jahren seine Aktivitäten finanzieren kann.


Mit Spannung wird von hunderten von Bewohnern und Besuchern der Insel der Startschuss für den Trödelmarkt um zwei Uhr erwartet. Bereits eines Stunde vorher findet man Interessenten, die außerhalb eines gespannten Seiles nach Fundstücken Ausschau halten, um sich dann anschließend strategisch am günstigsten platzieren zu können, denn pünktlich um zwei Uhr, wenn das Seil fällt, stürzt sich die Volksmenge auf die dicht bepackten Stände.


Wer den Trödelmarkt auf Donsö zum ersten Mal besucht, wird von der gebotenen Auswahl und den Preisen überrascht sein, denn hier findet man zwischen selbst neuwertigem Geschirr, Tischdenken, Fernsehgeräten, Sofas und Teppichen alles, was man für einen Haushalt nur brauchen kann. Aber auch wer Antiquitäten oder Sammelgegenstände sucht, wird hier in der Regel fündig. Gardinen kann man in Donsö für 5 Kronen finden, ein komplettes Kaffeeservice für 60 bis 100 Kronen.


Bücher jeder Art und jeden Alters findet man auf einer Länge von etwa 50 Metern dicht an dicht. Kinderbücher sind ebenso vorhanden wie Nachschlagewerke, Kochbücher und Romane. Auch hier sind die Preise rein symbolischer Natur. Drei Taschenbücher findet man ohne Probleme für insgesamt 10 Kronen und ein Paket an Büchern, das man kaum tragen kann, erhält man in Donsö bereits für 100 Kronen, den Preis eines einzigen neuen Buches.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 31. Juli 2010

Naturerlebnis in den südlichen Schären Göteborg

Nachdem die südlichen Schären Göteborgs bis 1997 militärisches Gebiet waren, durften Touristen anderer Länder bis zu diesem Zeitpunkt keinen Ausflug in die Inselwelt vor Göteborg unternehmen. Dies führte auch dazu, dass sehr wenig in der ausländischen Presse oder in Reiseführern über die Schären Göteborgs zu finden war und noch heute relativ wenig darüber berichtet wird.


Erst seit sehr wenigen Jahren entdecken nun mehr und mehr Besucher Göteborgs diese einzigartige Welt, die man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für 65 Kronen nahezu vollständig entdecken kann. Naturliebhaber, die sich einen Eindruck über die Vielseitigkeit der Bewachsung und der Tierwelt der südlichen Schären machen wollen, sollten gegen 8 Uhr morgens ein Boot von Saltholmen nach Vrångö nehmen, die Insel, die am weitesten von Göteborg entfernt ist.


Auch wenn es dort zwei verschiedene Wanderwege durch die Naturreservate der Insel gibt, sollte man den südlichen Weg wählen, der vor allem die Vegetation auf einer Klippenlandschaft zeigt und häufig einen Blick auf das Kattegatt frei gibt. Auf Vrångö findet man auch ein reiches Vogelleben, das bei offenen Flächen leichter zu beobachten ist als im nördlichen, bewaldeten Teil.


Von Vrångö aus nimmt man die Fähre nach Donsö um dem dortigen Naturpfad entlang zugehen, wo sich Feucht- und Trockengebiete abwechseln. Auf den Klippen findet man auch noch Reste von Bunkern des Zweiten Weltkriegs. Von Donsö aus kann man natürlich die Fähre zur Nachbarinsel Styrsö nehmen, aber es bietet sich dennoch die Benutzung der Brücke an, die fast geradewegs zum Rundwanderweg führt, wo man Strand- und Waldbewachsung findet und sich an einem Teich auf optische Vogeljagd machen kann.


Zum Abschluss bietet sich dann noch eine Bootsfahrt nach Asperö oder Brännö an. In Asperö reicht die Zeit für eine Rundwanderung um die gesamt Insel, wo man die einzigen Schluchten der südlichen Schären findet. Falls man Brännö als Ziel wählt, so kann man durch bewaldetes Gebiet und den alten Ortskern von einem Fährhafen zum nächsten wandern, bevor man am frühen Abend mit der Fähre nach Saltholmen zurück kommt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 28. Juli 2010

Haltestelle Saltholmen in Göteborg

Saltholmen ist heute vor allem als Endhaltestelle für die Straßenbahn bekannt, von wo aus man, seit den 60er Jahren, mit den Fähren der Styrsöbolaget in die südlichen Schären kommt. Nur wenige die hier von der Straßenbahn auf die Fähre umsteigen, betrachten auch die Umgebung von Saltholmen und noch weniger kennen die Geschichte dieses Teils von Göteborg, wo auch der Kulturpfad Långedrag endet.


Saltholmen war noch vor rund 100 Jahren eine Insel, die sich vor allem auf den Saltholmsberg beschränkte und zum einen nicht zu Göteborg gehörte, zum anderen auch nur schwer zu erreichen war. Kaum jemand aus Göteborg kam damals über den heutigen Freizeitboothafen Långedrag je hinaus. Dies änderte sich erst, als man zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschloss ein Warmbadhaus, also ein Hallenbad, in Saltholmen zu errichten, das jenes in Långedrag ersetzen sollte. Dieses Bad wurde 1908 von der schwedischen Olympiamannschaft der Londoner Spiele eingeweiht.


Nur ein Jahr später wurde dann wenige Schritte neben dem Hallenbad auch ein Nacktbadehaus am Strand geplant, wo jedoch Frauen und Männer in getrennten Anlagen badeten und die Männer im Jahre 1923 ein Olympiabecken bekamen, das zur 300-Jahresfeier Göteborgs eingeweiht wurde. Diese beiden Bäder zogen so viele Besucher an, dass es nötig war eine Verkehrsmöglichkeit nach Saltholmen zu schaffen und aus der Insel eine Halbinsel zu machen.


Schon 1907 verkehrte daher eine Straßenbahn von Järntorget nach Saltholmen, wobei diese Strecke damals jedoch noch breitere Wagen besaß und von Långedrag als Eisenbahnlinie gebaut wurde, da die offizielle Straßenbahn nur innerhalb der Stadt Göteborg verkehren durfte. Erst 1972 wurde diese Eisenbahnlinie dann in das Göteborger Straßenbahnnetz integriert und die heutige Spur gebaut.


Heute ist das Hallenbad zwar geschlossen, aber das Gebäude und die Räume wurden vollständig erhalten und restauriert. Nur dass dort, wo früher das Wasser war, heute ein Festsaal eingerichtet wurde. Das Nacktbadehaus dagegen ist heute noch geöffnet, mit dem Unterschied, dass zu den getrennten Abteilungen eine Familienabteilung hinzukam. Die Parkanlage, die einst zum Nacktbadehaus gehörte ist zum Teil noch erhalten und lädt viele Göteborger zum Sonnenbad ein.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 26. Juli 2010

Kulturwanderung in Göteborgs Stadtteil Långedrag

Der Göteborger Stadtteil Långedrag ist vor allem bekannt für seine luxuriösen Häuser mit Meeresblick, sein fast 200 Jahre altes Nacktbad und seinem Fährhafen Saltholmen, von wo aus die Boote zu den südlichen Schären abgehen. Historisch denkt man vielleicht noch an die ehemalige Heringsalzerei und den Schmugglerweg entlang der Küste.


Nur sehr wenige Göteborger kennen den vor einigen Jahren angelegten Kulturpfad, einen Wanderweg, der über drei Hügel in Långedrag führt und dabei, vermutlich unter Benutzung des Schmugglerpfades, dem Wanderer einen Teil der Geschichte Långedrags näher bringt.


Die ersten beiden Hügel, die man bei der Kulturwanderungen überschreitet, waren ursprünglich Grabhügel, die etwa 1000 Jahre vor Christi Geburt entstanden. Damals war der Wasserstand gute zehn Meter höher als heute und die drei Inseln, die heute mit dem Festland verbunden sind, konnten damals nur mit dem Boot erreicht werden. Niemand weiß, warum man damals diese Inseln als Grabstätte benutzte, da der Zugang relativ schwierig war.


Der dritte Hügel, der am weitesten vom Festland entfernt war, wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts als Parkanlage angelegt, in dem am Wochenende die etwas wohlhabenderen Bürger Göteborgs spazieren gingen, nachdem sie das nach Geschlechtern getrennte Nacktbad Saltholmens besucht hatten. Noch heute ist die Struktur dieser Anlage erhalten, auch wenn von der früheren Allee nicht mehr viel entdeckt werden kann.


Obwohl sich der Kulturwanderweg zwischen bebauten Gebieten befindet, hat man an vielen Stellen das Gefühl sich in der freien Natur zu befinden. Die Bewachsung auf den ersten beiden Hügeln ist typisch für eine Gegend auf der früher Kühe und Schafe weideten. Heide, Heidelbeeren und Vogelbeere gehören daher zu den häufigsten Pflanzen des Gebietes.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 17. Juli 2010

Rundreise in den südlichen Schären in Göteborg

Wer einen besonderen Tag auf den südlichen Schären von Göteborg verbringen will, kann für ein Tagesticket der öffentlichen Verkehrsbetriebe eine Entdeckungsreise durch die Inselwelt vor Göteborg antreten und, falls man sein Picknick dabei hat, für den Preis von nicht einmal sieben Euros. Kaum ein Vergnügen in Göteborg kann man für diese geringe Summe so ausgiebig genießen.

Saltholmen

Bei einer Tagesfahrt zwischen morgens um neun Uhr und abends 20 Uhr kann man etwa zwei Stunden vom Wasser aus die Inselwelt betrachten und dann noch die Natur von vier verschiedenen, bewohnten Inseln der südlichen Schären entdecken. Die erste Fähre kurz nach neun Uhr führt den Besucher entlang einer Vielzahl an Inseln zur Insel Vrångö, der Insel, die am weitesten von Göteborg entfernt ist.

Vrångö

Zwei Stunden auf Vrångö reichen um den südlichen Wanderweg entlang zu gehen und um die Ansiedlung mit dem Lotsenhaus und dem Hafen zu besuchen, bevor man dann gegen 12 Uhr 30 Richtung Donsö aufbricht, wo man den Naturpfad im Süden der Insel mit dem Donsö Huvud und den alten Befestigungen entdecken kann. Bevor man dann kurz vor 15 Uhr die Fähre nach Asperö besteigt, reicht die Zeit noch für ein Picknick und einen Spaziergang durch das Dorf mit seinen bemalten Briefkästen.

Asperö

Die Zeit in Asperö reicht dann um den Naturpfad um die Insel zu nehmen, den Vogelsee Musta zu entdecken und an mehreren Stellen die Aussicht auf den Klippen zu genießen, selbst wenn die Zeit dann nicht mehr für ein kühles Bad im Meereswasser reicht. Von Asperö führt dann um 17 Uhr 32 eine Fähre zur Insel des Dichters Lasse Dahlquist, nach Brännö, wo jeden Donnerstag Abend (im Sommer) eine sehr bekannte Tanzveranstaltung stattfindet.

Brännö

Bevor man dann kurz vor acht Uhr die Fähre zurück nach Saltholmen nimmt, hat man Zeit entweder den Wanderweg durch die Natur im Westen der Insel zu nehmen oder aber um die Ansiedlung im Osten Brännös zu entdecken. Natürlich kann man nun auch im Gasthaus von Brännö zu Abend essen und eine spätere Fähre nehmen, aber dann wird der Aufenthalt jedoch etwas teurer als 7 Euros.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 10. Januar 2010

Zwischen Hinsholmen und Fiskebäck, wandern in Göteborg

Es gibt nicht sehr viele Möglichkeiten in Göteborg, wo man entlang des Kattegatts wandern kann und mit Blick auf die südlichen Schären. Einer der schönsten Wege, die Sommer wie Winter ihre Liebhaber finden, ist der Wanderweg zwischen dem Freizeitboothafen Hinsholmen und Fiskebäck, wobei es sich hier großenteils um einen reinen Fußweg handelt.


In Hinsholmen beginnt man die Wanderung am besten an der Parkanlage der Hinsholmener Bucht von wo aus man rechts einen Blick auf den Stadtteil Langedrag mit Saltholmen hat und auf der anderen Seite der Freizeitboothafen Hinsholmen liegt, der im Winter meist verlassen ist und im Sommer eine rege Aktivität zeigt.


Um zum Wanderweg zu gelangen geht man an den Bootsstegen entlang, an dessen äußerstem Ende man im Sommer das Leben im Wasser entdecken kann, denn hier leben Muscheln, Algen, Fische und zahlreiche Wasservögel bevölkern das nahrungsreiche Gebiet. Da hier das Wasser sehr flach ist kommen Boote auch nicht in die Nähe des Ufers um die Vegetation zu zerstören.


Nur wenige Meter später beginnt der Wanderweg, der teils zwischen Felsen, Bäumen und Büschen entlang führt aber auch zahlreiche Möglichkeiten für eine Abzweigung auf die Klippen bietet, von wo aus man die Boote zu den Schären, die Öltanker und eine Vielzahl an Inseln sehen kann. Der Wasserweg nach und von Göteborg ist hier immer in Bewegung, Sommer wie Winter.


Am Ende des etwa einen Kilometer langen Wanderweges kommt man zum Badestrand von Fiskebäck, wobei man hier weiterhin die Küste entlang wandern kann um erst den Freizeitboothafen Fiskebäck zu entdecken und dann den Fischereihafen Göteborgs, wo jedes Wochenende die Fischkutter liegen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 12. Juli 2009

Der Naturpfad in Donsö auf den südlichen Schären

Donsö ist eine der Inseln in den südlichen Schären Göteborgs, die von Saltholmen aus mit der Fähre erreichbar sind. Auf Donsö findet der Besucher auch einen fast 2 Kilometer langen Naturpfad, der bei Torholmen, auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens liegt, beginnt.


Der Naturpfad führt teils über angelegte Wege, aber auch über die typischen Klippen der Insel und durch sumpfiges Gebiet, ist aber zu jeder Jahreszeit gut begehbar und auf seiner ganzen Länge beschildert.


Eine Wanderung über Donsö erlaubt es nicht nur die karstige Natur und das Meer zu beobachten, sondern auch zahlreiche Wasservögel wie Austernfischer, Möwen, Enten, Schwäne oder die nördliche Bachstelze.


Auf Klippen entdeckt der aufmerksame Besucher die ersten pflanzlichen Bewohner der Erde, die Lichen. Lichen sind in der Lage sich auf Felsen anzusiedeln um diesen für eine Bewachsung von Moosen vorzubereiten. Der Naturpfad in Donsö ist so in der Lage die ganze Entwicklung der Pflanzenwelt bei nur einer Stunde Wanderung aufzuzeigen.


Vor allem im späten Sommer zeigt die Schäreninsel sein besonders Gesicht mit zahlreichen Herbstpflanzen die in der Lage sind bei hoher Feuchtigkeit, salzhaltiger Luft und Stürmen zu überleben. Die Insel zeigt sich den Besuchern zu dieser Jahreszeit in seiner ganzen Farbenpracht.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 2. Juli 2009

Die südlichen Schären von Göteborg

Die südlichen Schären von Göteborg bestehen aus einer Vielzahl von Inseln wovon nur die größten von den städtischen Booten angefahren werden. Um die kleineren Inseln erreichen zu können benötigt man ein Kanu, ein Kajak oder in manchen Fällen auch ein kleineres Motorboot.


Die südlichen Schären werden dominiert von Klippen aus Granit und viele der kleineren Inseln besitzen weder Bäume noch Sträucher oder andere höher entwickelte Gewächse, was jedoch Wasservögel nicht davon abhält sich dort niederzulassen und zu nisten. Ein Besuch dort sollte also nicht gerade während der Brutzeit stattfinden.


Auf anderen Inseln sieht der Besucher der südlichen Schären bisweilen kleine Häuschen, stugor, die nur im Sommer zur Ferienzeit bewohnt werden und an deren Brücken an schönen Wochenenden hin und wieder ein Motorboot anlegt.


Aber selbst die kleinsten Inseln an denen die Boote der Styrsöbolaget vorbeifahren sind "bebaut": mit Kennzeichen für die Seefahrt und den Fährbetrieb ohne die ein Boot nicht während der Nacht verkehren könnten. Mehrere Tausend Bewohner der größeren Schäreninseln sind jedoch auf einen regelmäßigen Fährdienst angewiesen.


Die bedeutenderen Inseln der südlichen Schären Göteborgs werden von Saltholmen aus angefahren. Allerdings verkehren die Boote, je nach Tageszeit, in einem Rhythmus von 30 Minuten bis zu etwas über einer Stunde. Nur nachts sind die Inselbewohner gezwungen auf der Insel zu verbringen, sollten sie nicht über ein eigenes Boot verfügen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 25. Mai 2009

Die südlichen Schären Göteborgs

Alle Inseln der südlichen Schären, außer Vinga, können von Saltholmen aus besucht werden. Mit einer einfachen Bus-Straßenbahn-Boot-Karte kann selbst für ein Einzelticket eine Rundreise zu verschiedenen Inseln angetreten werden, wobei drei verschiedene Touren möglich sind.

Eines der Schären-Boote, die von der Styrsöbolaget betrieben werden

Egal, ob man Brännö, Donsö, Styrsö oder Vrångö besucht, jede der Inseln hat seine eigene Schönheit und bietet Wanderwege, Badeplätze und bietet ruhige Stellen von denen aus das Meer und die Küstenvögel beobachtet werden können.

Fast jede Insel der südlichen Schären hat einen Gasthafen

Um auch die kleineren, unbewohnten Inseln der südlichen Schären (södra skärgård) Göteborgs besuchen zu können braucht man jedoch ein eigenes Boot, mag es noch so klein sein, und sollte eine Seekarte lesen können.

Spaziergang in Donsö

Auf den Inseln der südlichen Schären sind Autos, außer Krankendienst und lokalen Kleinbussen, grundsätzlich verboten und die Bewohner nutzen daher ihre dreirädrigen Mopeds oder elektrischen Golfwagen um längere Strecken zurückzulegen oder Waren zu transportieren.

Sturmmöwen sind auf allen Insel der Schären heimisch

Die südlichen Schären, die wie auch die nördlichen Schären zu Göteborg gehören, bieten sehr wenige Ferienunterkünfte oder stugor, wodurch die Inseln natürlich weitgehend ihren natürlichen Scharm behalten haben und am Abend zu einer ruhigen Wanderung einlädt und alle Feste noch in traditioneller Weise gefeiert werden.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin