Freitag, 14. August 2009

Das Kulturfest (kulturkalas) 2009 in Göteborg: Neues entdecken

Das Göteborger Kulturfest des Jahres 2009 bietet seinen Besuchern über 800 Ereignisse in nur sechs Tagen. Die Innenstadt Göteborgs mit seinen zahlreichen Plätzen hat sich in ein einziges Festgebiet verwandelt. Jeder, der sich nur im entferntesten für Kultur interessiert kann etwas finden, das ihn zufrieden stellt.


Wahre Neuerungen des Jahres sind der Dancewalk, eine besondere Führung vom Packhuskajen bis zum Älvsrummet am Lilla Bommen mit Hilfe eines MP3-Players, der den Stadtwanderer dazu animieren soll Göteborg zu hören und zu fühlen. Oder auch der besondere Laden Bytiken, in dem man nichts kaufen kann und zum Tauschen eingeladen ist.


Der Kanaltorget neben dem Älvrummet bietet jedoch mehr als nur Bytiken oder einige andere traditionelle Verkaufsstände. Hier wird auch Kreativität gefördert. Theater, DJ-Schule, Videos oder die Aktion No Smoking laden ebenfalls zur Diskussion ein. Die Ausstellung im Älvrummet selbst steht unter dem Motto Umwelt und überall trifft man auf Freude und Kontakte.



Vor dem Storan, dem Stora Teatern an der Kungsportsavenyn hat dqas Repslagsmuseet aus Älvängen sein Zelt aufgeschlagen und ein kleines Museum eingerichtet. Der Besucher kann hier in direkt miterleben wie ein alter Beruf ausgeübt wird und Seile geflochten werden und auch für Diskussionen bleibt Platz und Zeit.


Zu Füßen des Kopparmärran und an der Avenyn werden Zaubertricks und Straßentheater geboten wobei bei Vorstellungen häufig auch das Publikum mit in das Geschehen eingebunden wird. So bietet, zum Beispiel, Shirlee Sunflower aus Australien eine einstündige Vorstellung, die Tanz, Akrobatik und Comedy verbindet, eine Mischung, die man sonst kaum auf den Straßen Göteborgs findet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 13. August 2009

Das Göteborger Kulturfest (kulturkalas) 2009 am Gustav Adolf Torg

Vom 11. bis zum 16. August finden das Göteborger Kulturfest (Göteborgs kulturkalas) statt, das dieses Jahr unter dem Motto "Upptäck något nytt", Entdecke etwas Neues, steht. Voll in diese Linie passt der Markt, der auf dem Gustav Adolf Torg seinen Platz fand. Hier trifft sich die Essenskultur der Welt.


Göteborger und Besucher können hier echte spanische Paella essen, auch wenn sie auf den spanischen Wein dazu verzichten müssen, wenn sie die Paella nicht mit nach Hause nehmen. Für die sechs kulturellen Tag wurde nicht nur das Essen Kastiliens mitgebracht, sondern auch die Bedienung kommt aus Spanien, damit auch gleich etwas Spanische Kultur und Sprache mit nach Göteborg kommt.


Schräg gegenüber kann der Besucher des Kulturfestes sich mit katalanischen Würsten oder Schinken für die nächsten Wochen eindecken oder einmal einen echt australisches "Hamburger" mit Kängurufleisch kosten, nachdem er vorher aus England importierte Marmelade gekostet hat.


Aber auch Liebhaber italienischen Essens kommen beim Göteborger Kulturfest zum Zug, denn die Mittelmeerküche mit seinen Oliven und dem entsprechenden Öl sind gut repräsentiert auf dem Gustav Adolf Platz. Und selbst das kleine Alpenland Schweiz hat seine Käsespezialisten nach Göteborg geschickt, damit die rund 600.000 Besucher des Festes einen Einblick in die Schweizer Essenskultur finden.


Nach dem Essen kann man auf dem Gustav Adolf Torg natürlich noch eine französische Crêpe genie
ßen oder den Stand mit Nougat oder einer der anderen Süßigkeiten besuchen oder auch typisch englisches Geschirr mit Rosen- oder Katzenmotiven erwerben oder einen der anderen außerschwedischen Stände mit deren typischen Produkten besuchen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 12. August 2009

Der Schlosswald oder Slottsskogen in Göteborg

Im Schlosswald oder Slottsskogen in Göteborg selbst befand sich nie ein Schloss und der Besucher findet dort auch keinen Wald mehr, sondern einen ausläufigen, gut gepflegten Park. Wenn man jedoch etwas in die Geschichte Göteborgs eintaucht, so erklärt sich der Name Schlosswald wie von selbst.


Lange vor der Stadtgründung durch Gustav II. Adolf befand sich an der Stelle des heutigen Schlosswaldes ein natürliches, tierreiches Waldgebiet, das zur ersten Älvsborgfestung (Gamla Älvsborgs fästning) gehörte und den Namen Sundshagen trug. Die Jagd in diesem Wald war ausschließlich dem König und seinen Gästen erlaubt. Zu jener Zeit befanden sich im Slottsskogen fast ausschließlich Eichen.


Erst im Jahre 1875 wurde der Schlosspark Eigentum der Stadt Göteborg, die sich entschloss, den Wald zu einem modernen Park umzugestalten, der allen Göteborgern kostenlos zu Freizeit und Vergnügen zur Verfügung stehen sollte. Als Pioniere des Schlosswaldes rechnet man unter anderen Johan Söderling, Thure Ohlson und vor allem August Kobb.


Sämtliche Arbeiten im Schlosswald erfolgen unter Aufsicht und Planung von August Kobb, der sich englische Parkanlagen als Beispiel nahm. Unter ihm entstanden Teiche, Wanderwege und es wurden vor allem neue Bäume gepflanzt, die den alten Eichenwald ersetzten und die noch heute sichtbare Artenvielfalt ausmachen. Anfang des 20. Jahrhunderts bereicherte der Gartenbaumeister Thure Ohlson den Slottsskogen auch mit einem Zoologischem Garten und er legte die Vogelteiche an.


Heute bietet der Slottsskogen den Göteborgern jede Art von Freiluftaktivität und die Wiesen des Parkes füllen sich im Sommer mit Picknickkörben und Einweggrillen. Der Slottsskogen, wie der Park auf Schwedisch heißt, ist auch der Ausgangs- und Zielpunkt des GöteborgVarvets und hier findet das Einbürgerungsfest für Neugöteborger statt. Wanderer entdeckten auch eine Freiluftkirche, die Landschaftsstugor, den Streichelzoo und mehrere bedeutende Skulpturen bekannter Künstler.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Dienstag, 11. August 2009

Der Hafen von Göteborg - außerhalb der Älvsborgsbron

Wenn man vom Göteborger Hafen spricht, so denken viele zuerst an die Anlegestelle der Stena Line am südlichen Älvstranden oder den Freihafen mit den luxuriösen Kreuzfahrtbooten, die alle in Stadtnähe anlegen und sich von den Schären aus und unter der Älvsborgsbron Göteborg nähern.


Der größte Hafen Skandinaviens und der bedeutendste Schwedens, was das Handelsvolumen angeht, liegt jedoch jenseits der Älvsborgsbron, auf dem Stadtteil Hisingen. Von der Brücke aus sieht man vor allem die Ölreservoire und, als Symbol, den Containerhafen mit seinen Kränen.


Sämtliche Hafenanlagen werden von der Stadt Göteborg betrieben und zeichnen als Göteborgs Hamn AB. Von der Älvsborgsbron aus sieht man zuerst zwei Ölraffinerien und den Verschiffungshafen für Ölprodukte. Auf der Nordseite der Brücke kann man diese Aktivität auch deutlich riechen, vor allem an windstillen Abenden und Nächten.


Anschließend folgen die Skelette der Kräne mit deren Hilfe jedes Jahr nahezu eine Million Container verladen werden, aber auch Holzprodukte ihren Weg in die verschiedensten Länder der Welt finden. Die Aktivität und der immense Verkehr an Lastwagen, die dem Transport der Waren dienen bleibt in der Stadt selbst fast unbemerkt.


Am weitesten von der Stadt entfernt befindet sich der Hafen für Rohöl, das von hier aus seinen Weg zu den nahen Raffinerien und anschließend nach ganz Schweden findet. Zahlreiche der Öltanker, die hier anlegen gehören den Reedereien mit Sitz auf der Schäreninsel Donsö. Rohöl ist zur Zeit das bedeutendste Handelsgut des Göteborger Hafens.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 10. August 2009

Eriksberg, die Älvpromenade und der Norra Älvstranden von Göteborg

Eriksberg ist heute einer der modernsten Stadtteile Göteborgs und wurde in den letzten Jahren auf dem Gebiet der früheren Eriksbergwerft errichtet. Ein letztes Denkmal dieser Zeit ist der 84 Meter hohe Bockkran. Da Eriksberg auf der Nordseite des Göta Älvs liegt, nennt man das Gebiet in der Regel den nördlichen Älvstrand (Norra Älvstranden).


Eriksberg kann von Lilla Bommen aus mit den Älvsnabben erreicht werden und verdankt seinen Besucherstrom nicht nur den gemütlichen Cafés oder der sonnigen Älvpromenade, sondern vor allem dem Nachbau der Ostindiefararen Götheborg, die hier am Kai liegt und von der interessanten Vergangenheit Göteborgs erzählt.


Wer Eriksberg von Lindholmens Seite aus besucht stößt als erstes auf ein Ziegelbauwerk, das Göteborg dem dänischen Künstler Per Kirkeby verdankt. Das abstrakte poetische Bauwerk in dänischem Ziegel gehört zu den größten öffentlichen Kunstwerken Göteborgs und nennt sich Vindarnas Tempel, der Tempel der Winde.


Wer in Lindholmen die Bohuslänsk Krönika gesehen hat kann nun in Eriksberg weitere Werke der Künstlerin Ivana Machackova entdecken, aber auch die Granitskulpturen des Göteborgers Künstler Pal Svensson, der auf der gleichen Seite des Göta Älvs sein Atelier hat.


Aber Eriksberg ist nicht nur dem modernen Wohnen, dem Spaziergang oder dem Picknick gewidmet, denn neben den farbenprächtigen Holzschnitzereien von Torsten Jurell hat man einen Blick über das Zentrum Göteborgs mit dem Fischhafen, der Göta Älvbron und der Masthuggskyrkan.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 9. August 2009

Das Bootsmuseum und das Ångbåtscafét in Klippan, Göteborg

Das Bootsmuseum in Klippans Kulturreservat in Göteborg verfügt über zahlreiche Boote unterschiedlicher Größe und unterschiedlichsten Alters, die kostenlos zu besichtigen sind.


Die Boote an den Brücken sind teils in schlechtem Zustand, da Gelder für die Aufrechthaltung des Museuma nicht zur Verfügung stehen. Direkt hinter den Anlegestellen der Boote befindet sich eines der renommiertesten Fischrestaurants Göteborgs in dem Mick Jagger und Bruce Springsteen bereits gegessen haben.


In den Sommermonaten kan der Besucher auch häufig mit den Besitzern einiger Museumsboote in Klippan ins Gespräch kommen, die dort ihre Boote reparieren oder auch mal einen Mast austauschen.


Die ausgestellten Boote werden von einer Dokumentation begleitet, die Bootliebhabern auch die Geschichte des Seglers oder eines Dampfers erklären. So mancher Bootsname erinnert an die Mythologie oder eine Persönlichkeit der Filmgeschichte.


Für all jene, denen die Gerichte des Sjömagasinets zu teuer sind, finden an Klippans Bootsmuseum eine andere Attraktion. Der alte Dampfer s/s Eduard Melin von 1881 wurde zu einem Café umgebaut, wo man mit Blick auf den Göta älv, Eriksberg und Lindholmen günstig eine Tasse Kaffe mit Zimtschnecke geniessen kann.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 8. August 2009

Die Masthuggskyrkan mit Blick über Göteborg

Die Masthuggskyrkan in Stigberget gehört nicht zu den ältesten Kirchen Göteborgs, auch wenn sie eine wahre Sehenswürdigkeit ist und auf der Anhöhe einen weiten Blick über Göteborg gewährt und von großen Teilen der Stadt aus sichtbar ist. Die Masthuggskyran ist heute auf jeden Fall zu einem Symbol Göteborgs geworden.


Die Kirche wurde zwischen 1910 und 1914 von Sigfrid Ericson in notionalromantischem Stil errichtet, wobei die Mashuggskyrkan jedoch schon einige Monate vor seiner Einweihung in Dienst genommen wurde, da die Glocken am 2. August des Jahres zur Mobilisierung läuten mussten.




Der Altar ist ein Tryptichon, das die Himmelfahrt darstellt und wurde vom Architekten Sigrid Erikson für den ausführenden Künstler Ninnan Santesson entworfen. Die Buchstaben I.N.H.S. über dem Altar stehen für "Jesus från Nasaret människornas frälsare". Während Ninnan Santesson für die Skulptur des Altarbildes zuständig war, übernahm Engelbert Bertel-Nordström die Bemalung.



Die Kirchenorgel der Masthuggskyrkan ist die bedeutendste von Göteborg, sowohl was ihre Größe als auch ihre Gestaltung mit zahlreichen bemalten Skulpturen angeht. Während der Sommermonate werden hier regelmäßige Führungen angeboten, die nicht nur die Orgel erklären, sondern den Besuchern auch die Ausstattung der Masthuggskyrkan näher bringen.


Bis zum 31. August findet der Besucher der Masthuggskyrkan auch eine Fotoausstellung, die von der Vergangenheit der Menschen, der Gebäude und ihrer Zivilisation spricht, die einst den Stadtteil um die Kirche prägten. Sämtliche Fotos entstammen dem Buch ”Bilden av Göteborg II” von Robert Garellicks.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin