Montag, 7. September 2009

Die Trädgårdsföreningen, der Gartenverein, eine Parkanlage in Göteborg

Die Trädgårdsföreningen, der Gartenverein Göteborgs, wurde im Jahre 1842 auf Grund eines Beschlusses von Karl XIV. Johan gegründet und sollte, wie auch der Schlosspark, den englischen Vorbildern gleichen. Die Trädgårdsföreningen konnte bis 1975 auf Grund von Spenden und vor allem dem Verkauf von Samen unabhängig bleiben, wurde dann jedoch auf Grund seiner finanziellen Lage von der Stadt Göteborg übernommen.


Die Trädgårdsföreningen ist eine der Oasen Göteborgs, die Ruhe ausstrahlen und jederzeit zu einem Picknick auf den ausläufigen Wiesen entlang des Vallgravens einladen. Der Göteborger Gartenverein verfügt jedoch auch über ein Restaurant, ein Café, eine Bühne, wo immer wieder die bedeutendsten Künstler auftreten, und ein bedeutendes Gewächshaus aus dem Jahre 1878 in dem immer wieder Ausstellungen zur Gartenkultur stattfinden.


Von internationaler Bedeutung ist die Rosensammlung der Trädgårdsföreningen, die mit zu den größten Europas gehört und einen Rosenliebhaber zum Staunen bringt, da er hier Raritäten findet, die kaum im Handel zu finden sind. Die jährliche Rosenschau zieht Besucher aus ganz Europa an und gehört mit zu den bedeutendsten grünen Ereignissen Göteborgs.


Die Parkanlage des Gartenvereins beherbergt auch einen kleinen Skulpturenpark mit bedeutenden Skulpturen schwedischer Bildhauer. Hier findet man Skulpturen wie Dimman, Den hemlighetsfulla porten, Totem, Monolyt i fyra delar und Klättraren, um nur einige Beispiele an Skulpturen zu nennen, die entlang der Wege der Trädgårdsföreningen zu finden sind.


Die Wiesen der Parkanlage laden jedoch nicht nur Rosen- und Blumenliebhaber zu sich ein, denn im Laufe des Jahres werden hier auch Freiluftmessen abgehalten und während des Göteborger Kulturfestes können die Jüngsten der Stadt hier feiern, basteln, toben, über Clowns lachen oder im Puppenkrankenhaus ihre Schmusetiere reparieren lassen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 6. September 2009

Der Hafen von Långedrag, einem Stadtteil Göteborgs

Långedrag ist bei den einen bekannt wegen seiner exklusiven Wohnlage, den anderen durch die Geschichte von Schmugglern oder Fischern und den dritten wegen seiner Segelschule oder dem Restaurant mit Blick über die Schären und die Nya Älvsborg fästning.


Tatsache ist, dass Långedrag noch heute zum Teil vom Wasser lebt, denn die Aktivitäten am Hafen beschränken sich nicht nur auf Bootsbau, Regatta, Segelschule und Seerettung, sondern bietet nahezu das ganze Jahr über Ereignisse, die mit seiner besonderen Lage zu tun haben.


Långedrags Freizeithafen bietet einen direkten Zugang zur offenen See und ist daher Winden ausgesetzt, von denen die meisten anderen Anlegestellen Göteborgs verschont bleiben. Diese Situation zieht natürlich Segler an, die bei jedem Wind ihr bestes geben können und jemand der hier seine Ausbildung machte kann sicher sein Wind, Boot und Segel zu kennen und zu beherrschen.


Wer sich weniger vom Wasser unter seinem Boot angezogen fühlt kann entlang des Hafengebietes spazieren, hier Picknick machen und dabei auf die Schären blicken und in der Ferne die Grenze zwischen offenem Wasser und Schären entdecken, die Insel Vinga.


Ein Besucher Långedrags kann natürlich auch die andere Richtung für einen Ausflug wählen und den Långedrag Kulturweg nehmen um Saltholmen einen Besuch abzustatten und bei herrlicher Sicht über die Schären so nebenbei auch noch vieles über die Vergangenheit Långedrags erfahren. Auf den Klippen Richtung Stadtzentrum ragen die Kanonen der Festung Oscar II. Über die Klippen, der Schutz für eine in Fels gesprengte Festung.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 5. September 2009

Die Kämpebron (Brücke der Kämpfer) am Lilla Torget in Göteborg

Die erste Kämpebron am Lilla Torget, die über den heutigen Stora Hamnkanalen geht, wurde bereits im Jahre 1631 fertig gestellt, nur wenige Jahre nachdem das Göteborg Inom Vallgraven seine Stadtrechte von Gustav II. Adolf erhalten hatte. Damit gehört die Kämpebron mit zu den ältesten Brücken, die der befestigten Stadt einen Zugang boten.


Die Brücke erhielt ihren Namen im Jahre 1639 als der deutsche Bildschnitzer Hans Swandt vier Holzskulpturen für die Brücke schnitzte. Die Figuren stellten die Kämpfer Starkodder, Vitolff, Arngrim und Halfdan dar, die in der einen Hand eine Lanze hielten und in der anderen ein ovales Schild, wobei zwei der Schilde das Wappen Göteborgs zeigten. Die vier Kämpfer entstammten der nordischen Mythologie.


Die Helden dieser ersten Kämpebron, der Kämpferbrücke, die wegen ihrer Farbe auch als Rote Brücke bezeichnet wurde, benötigte jedoch bereits 1685 einige Reparaturen, da das Holz der Kämpfer verwitterte. Der Holzschnitzer Nils Läser wurde mit den entsprechenden Arbeiten beauftragt.


Aber schon 1705 wurde eine neue Brücke aus Stein errichtet, deren mittlerer Bogen sich für Schiffe öffnen lies. Aber auch die mit Eisen beschlagenen Balken des mittleren Teiles der Brücke hielt der Witterung Göteborgs kaum stand und erforderten regelmäßig Ausbesserungsarbeiten. 1913 wurde diese Kämpebron vom Bildhauer Nils Läsberg mit den Göteborger Löwen versehen, die jedoch etwa hundert Jahre später in den Glockenturm der Domkyrkan gebracht wurden.


Die heutige Kämpebron wurde im Jahre 1925 eingeweiht und sollte in seiner Ausführung an die lange Geschichte der Brücke erinnern, was dazu führte, dass der legendäre schwedische Architekt dieser Zeit, Arvid Fuhre, sowohl Löwen, als auch einen Kämpfer mit in die Konstruktion einarbeiten ließ und selbst an die frühere Schifffahrt auf dem Stora Hamnkanalen erinnert, indem er von der Wasserseite aus vier Windsymbole in die Besfestigung einarbeiten ließ. Auch wenn als Künstler häufig der Name des Architekten Arvid Fuhre auftaucht, der auch am Brunnen der Skogsråfontänen beteiligt war, so ist es sehr wahrscheinlich, dass die Schmiedearbeit von einem der damals bekannten Kunstschmieden Göteborgs ausgeführt wurde.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 4. September 2009

Lilla Torget am Stora Hamnkanalen in Göteborg

Der älteste Fischmark Göteborgs befand sich am Lilla Torget, der damals noch Fisktorget hieß und sich daher auch im Teil Inom Vallgraven befindet. Am Stora Hamnkanalen, der entlang des Lilla Torget fließt, befand sich hier die sogenannte Fiskebryggan wo die Schärenfischer anlegten und dann direkt vom Boot aus ihren Fang verkauften.


Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Fischverkauf dann mehrmals verlagert und der Lilla Torget verlor an Bedeutung. Erst verlagerte sich der Verkauf zum Stora Bommen, schließlich zum Stora Torget, der heute Gustav Adolf Torg heißt, und 1849 schließlich kam der Fischmarkt an den Rosenlundskanal mit dem neuen Fisktorget, wo 1874 letztendlich die Feskekôrka erbaut wurde.


Die ursprünglichen Holzhäuser am Lilla Torget brannten beim Großbrand im Jahre 1804 nieder, so dass der Platz heute von Bauten des 19. Jahrhunderts dominiert wird. Das bekannteste Gebäude ist das Wijska huset, das Olof Wijk zwischen 1850 und 1853 erbauen ließ und das seit 1971 im Erdgeschoss das Restaurant Fiskekrogen untergebracht ist.


Wie schon das Wijska huset am Lilla Torget, so sind auch die Fassaden der umstehenden Häuser im Stil des 19. Jahrhunderts gehalten, so das Gebäude, das James Dickson, der Gründer der Dicksonska Volksbibliothek, im Jahre 1811 erbauen ließ und das Nachbarhaus, das 1888 für die Göteborgs Enskilda Bank gebaut wurde.


Bekannt ist der Lilla Torget sicher auch wegen der Statue von Jonas Alströmer, der vom Zentrum des Platzes aus auf den Stora Hamnkanalen blickt. Etwas weniger beachtet wird dabei die Kämpebron, die älteste Brücke Göteborgs, mit Arbeiten von Arvid Fuhre, die am Lilla Torget den Stora Hamnkanalen überbrückt. An dieser Stelle befand sich bereits zur Zeit der ersten Fischmärkte, im Jahre 1625, eine Brücke, die jedoch mehrmals erneuert werden musste und 2009 erneut restauriert wird.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 3. September 2009

Die Göteborger Oper am Lilla Bommen

Die Göteborger Oper befindet sich an einem der privilegierten Plätzen Göteborgs: Direkt am Lilla Bommen mit Blick auf den Läppstiftet, den Barken Viking und die Kreuzfahrtschiffe am Freihafen, am Südstrand des Göta älvs und dennoch gut erreichbar, sei es zu Fuß sei es mit den städtischen öffentlichen Verkehrsmitteln oder der Schwedischen Eisenbahn.


Bevor die Oper im Jahre 1994 im neuen Opernhaus einziehen konnte fanden alle Vorstellungen im Storan, dem Stora Teatern an der Kungsportsavenyn statt, was sowohl Platzprobleme als auch akustische Probleme mit sich brachte. Das neue Gebäude erhielt, wie üblich nach Göteborger Humor, einige Beinamen wie Ackordcentralen, Kal-sången und Tenorasken.


Das schiffähnliche Opernhaus ist 160 Meter lang, wobei der Salon nach klassischem Stil errichtet wurde und im Auditorium 1301 Personen Platz finden. Natürlich ist das Gebäude nicht ausschließlich der Oper gewidmet, hier kann man auch Musicals oder Ballettvorstellungen genießen, wobei ein kleinerer Salon, der noch 300 Personen fasst für weniger publikumsträchtige Vorstellungen vorgesehen ist.


Vor dem Haupteingang des Göteborger Opernhauses liegt Lisebergs Freizeitboothafen und auf der anderen Seite des Hafens legen die Älvsnabben an, die auch den Bewohnern der Stadtteile des nörlichen Älvstrandes die Möglichkeit zu einem Operbesuch bieten imdem sie kurz den Göta älv überqueren.


Aber selbst jenen, die keine Opernvorstellung besuchen wollen bietet die Oper ein Erlebnis, da der Eingang und die Glasfront zum Hafen Lilla Bommen und dem Göta älv mehrere Kunstwerke bieten. Links des Haupteingangs findet man eine Ornamentalkunst von Martti Aiha, im Foyer schwebt ein Boot von Lenny Clarhäll und schließlich findet man die Snäckan, Venus Hemlighet, die Källan, Evert Taube in Bronze und Precious Cargo noch außerhalb des Operngebäudes.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. September 2009

Inom Vallgraven, innerhalb des Wallgrabens von Göteborg

Wenn man vom Stadtteil inom Vallgravens, also dem Teil Göteborgs innerhalb des Wallgrabens spricht, so meint man den ältesten Teil der Stadt, der vom Rosenlundskanalen, dem Stora Hamnkanalen und dem Vallgraven begrenzt wird, oder mit anderen Worten, vom Göteborg, das einst Gustav II. Adolf gegründet hat und damals befestigt wurde.


Da dieser Teil Göteborgs ursprünglich in Holz erbaut wurde, sind heute nur noch wenige Teile dieses Göteborgs erhalten, auch wenn hier nach wie vor mit die ältesten Gebäude der Stadt zu finden sind und nach wie vor hier das Zentrum der Stadt liegt.


Innerhalb des Vallgravens befanden sich einst die bedeutendsten Hafenanlagen und später auch einige der ersten Fabrikgebäude von denen heute nur noch sehr wenig zu sehen ist, da zur Zeit der Industrialisierung bereits ein Teil außerhalb des Vallgravens existierte, der später auch weniger vom Fortschritt überholt wurde.


Innerhalb des Vallgravens findet man auch noch heute einige der bedeutendsten Gebäude der Stadt wie die Domkirche, an der sich die erste Wasserstelle der Stadt befand, auch wenn die Kirche im Laufe der Jahrhunderte mehrmals wieder aufgebaut werden musste und erst heute wieder ihren ursprünglichen Kirchenhof erhält.


Aber auch die Stora Saluhallen, die Markhalle oder der Fischmarkt Feskekörka befinden sich inom Vallgraven. Etwas merkwürdig erscheint nur, dass sich der Kopparmärran auf dem Kungsportsplatsen innerhalb des Vallgravens befindet, da der König Karl IX. Ein früheres Göteborg außerhalb des Wallgrabens gründete und Gustav II. Adolf, der der Stadt tatsächlich die Stadtrechte verlieh sich außerhalb der früheren Befestigung befindet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Dienstag, 1. September 2009

Der Bältespännarparken an der Avenyn in Göteborg

Der Bältespännarparken erhielt seinen Namen nach der Monumentalskulptur, die direkt gegenüber dem Stora Teatern steht. Er liegt an einer der zentralsten Stellen der Stadt und grenzt an die Kungsportsbron, die Trägårdsföreningen, die Avenyn, das Stora Teatern, er liegt am Vallgraven und nur wenige Schritte vom Kungsparken entfernt.



Der Bältespännarparken lädt wegen seiner Lage nicht nur zum Picknick auf einer der Bänke oder im Rasen ein, sondern bietet dem Besucher auch drei bedeutende Skulpturen Göteborgs, denn außer den Bältespännare findet man dort auch die Büste von Olof Wijk und, nur wenige Schritte davon entfernt die Statue von Charles Felix Lindberg, jene von John Ericsson und, neben dem Stora Teatern die permanente Installation Carpe Diem.



Der Bältespännarparken bietet jedoch im Laufe des Jahres noch mehr, denn hier kann man bisweilen politischen Reden lauschen und anlässlich unterschiedlicher Veranstaltungen verwandelt sich der Park zu einer Zeltstadt, so auch während dem jährlichen Göteborger Kulturfest.



Auch für Chalmers Studenten bietet der Bältespännarparken eine Rolle, da während der Epoche des Nollning die Statuen am Platz neu eingekleidet werden und der Springbrunnen auf dem Platz auch ein Extra bei den traditionellen Prüfungen der Neustudenten bietet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin