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Montag, 15. November 2010

Weihnachtsausstellung im Botanischen Garten in Göteborg

Zum ersten Mal in der Geschichte des Botanischen Gartens in Göteborg findet man im Gewächshaus zwischen dem 13. November 2010 und dem 6. Januar 2011 eine Ausstellung, die dem größten Fest Schwedens gewidmet ist, nämlich Weihnachten. Natürlich geht es im Botanischen Garten nicht um Geschenke, sondern um Pflanzen, Gewürze und vor allem um Traditionen.

Lussekatter (Luciakatzen)

Weihnachten ist in Schweden ein Ereignis, das sich auf alle Bereiche des Lebens auswirkt und natürlich, wie überall in Europa, eine multinationale, multikulturelle Bindung zeigt, da Früchte aus allen Ländern gegessen werden, Pflanzen wie Weihnachtssterne, Hyazinthen und Weihnachtskakteen eine wichtige Rolle spielen und alte schwedische Traditionen in diese Mischung aus Importen gemischt werden.


Die Weihnachtsausstellung im Botanischen Garten in Göteborg geht auf alle Aspekte ein, die ein schwedisches Weihnachten ausmachen, angefangen vom Weihnachtskaffee, der früher selbst gemischt und gebrannt wurde und heute bereits entsprechend gemischt zur Weihnachtszeit in den Handel kommt, über das Weihnachtsbier, das ursprünglich ein dänischer Brauch war, bis zum schwedischen Glögg, der bald seinen 400-jährigen Geburtstag feiern kann.


Wer die Weihnachtsausstellung im Botaniska Trägården Göteborgs besucht, erfährt auch alles um den Weihnachtsbaum, den Julbock (Weihnachtsbock), der noch im 19. Jahrhundert die Weihnachtsgeschenke an Kinder verteilte und die Rolle des Wacholders in der schwedischen Weihnachtstradition. Viele Fragen, die man sich über Weihnachten in Schweden stellt, werden beim Besuch der Ausstellung im Gewächshaus auf schwedisch und englisch in einfachster Weise erklärt.


Auch wenn man bei der Weihnachtsausstellung im Botanischen Garten nicht über das Weihnachtsmenü spricht, so behandelt man doch die weihnachtlichen Backwaren, bei denen Gewürze eine sehr wichtige Rolle spielen, man findet alles über die Herstellung von schwedischem Senf und man entdeckt die Sammlung an weihnachtlichen Leckereien von Nüssen bis zu Datteln, wobei bei der Ausstellung auch die Herkunft der einzelnen Früchte und Gemüse erklärt wird und die Beziehung zu Weihnachten in anderen Ländern hergestellt werden.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 12. März 2010

Junge Unternehmer, die Messe Våga Vara Egen in Göteborg

Fast ein Jahr lang haben Schüler der Göteborger und westschwedischen Gymnasien Zeit eine Geschäftsidee zu verwirklichen. In Gruppen von zwei, drei oder mehreren können sie eine Firme vorbereiten und Produkte schaffen, die als Marktlücke betrachtet werden. Als krönender Abschluss winkt dann die Messe Våga Vara Egen in der Svänska Mässan in Göteborg.


Auf der diesjährigen Messe in Göteborg konnte man 240 Stände finden, die eine Vielzahl an Produkten anboten, angefangen von jenen, die man jedes Jahr in irgendeiner Weise wieder findet, bis zu eigenen Erfindungen oder Schöpfungen. Einige dieser Ideen werden sicher auch nach der Messe weiterleben, wenn auch nicht mehr unter der Form Ung Företagsamhet, sondern in Form eines kleinen Unternehmens.


Einige der Aussteller konnten mit absolut professionellen Ideen aufwarten und hatten in ihrer Präsentation weder das Logo und die Website, noch den Prospekt oder die professionelle Gestaltung des Standes vernachlässigt, während so manch andere der Jungunternehmer Interessenten nur an einen Stand locken wollten, an dem man dann vielleicht bedruckte T-Shirts fand, die sich jeder, der einen Drucker zu Hause hat, auch selbst herstellen kann.


Bei der Messe Våga Vara Egen in Göteborg waren, wie üblich, Kleidung, Schmuck und Backwaren sehr stark repräsentiert. Während bei Backwaren mehr auf Geschenkprodukte gesetzt wurde und nur wenige wirklich individuelle Produkte angeboten wurden, zeugte der Schmuck von Kreativität bei denen sich die verschiedenen Stände kaum Konkurrenz machten, da jeder Stand ein eigenes Publikum ansprach. Und selbst bei Kleidung ragten einige der Stände hervor, so jener von DreamCastle, an dem Frida und Susanne ökologische Gothic Lolita Kleidung anboten.


Einige der interessantesten Angebote der Messe waren auch eine Halskette und eine USB-Speicherkarte, die gleichzeitig als Überfallalarm dienen konnte, Topfuntersetzer, die mit dem Topf transportiert werden konnten, Übernachtungskits für alle Notfälle, Pillenbehälter mit Erinnerungston, die dezenten, gefüllten Kondombehälter Secret-Box oder auch ökologisch hergestellte Espadrilles mit verschiedenen Drucken, deren Verkauf gleichzeitig Hilfsorganisationen zu Gute kam.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin