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Mittwoch, 22. Februar 2012

Ein Tag vor der Göteborg Horse Show

Zwischen dem 23. und dem 26. Februar findet im Scandinavium erneut die Göteborg Horse Show statt, eines der bedeutendsten Ereignisse Skandinaviens für den Pferdesport. Bevor jedoch am Donnerstag die ersten Ausscheidungen stattfinden können, ist nicht nur die Arena vorzubereiten, sondern es müssen auch hunderte von anderen Vorbereitungen getroffen werden von denen die Zuschauer sehr wenig mitbekommen.


Vieles spielt sich tief unter dem Scandinavium ab, dort, wo sich auch alle Pferde befinden, die an einer der Ausscheidungen teilnehmen werden. Zahlreiche Hilfskräfte sind an den Tagen bevor die Horse Show beginnt damit beschäftigt die Boxen vorzubereiten, sie ständig rein zu halten und auch jene Pferde zu beruhigen, die sich in der neuen Umgebung nicht so recht wohl fühlen oder von Grund auf sehr nervös sind.


Wer je die versteckte Welt des Pferdesports besucht hat, kann feststellen, dass man hinter den Kulissen nicht eine Ansammlung von Pferden findet, sondern einen fast schon gemütlichen Wohnraum, den sich Pferde, Reiter und Helfer viele Stunden teilen, denn nur ein Pferd, das sich auch wohl fühlt und viel menschlichen Kontakt hat, wird eine gute Leistung bringen. Stress wirkt auf Pferde genauso wie auf Menschen. Schon deshalb muss diese Abteilung vom Publikum getrennt werden, denn Pferde mögen nicht ständig neue Gesichter sehen.


An vielen Boxen sieht man Fotos von früheren Ausscheidungen, an manchen Pokale und an den meisten einen Glücksbringer in Form eines Plüschtiers, das Pferd und Reiter durch ganz Europa, von Ausscheidung zu Ausscheidung, begleitet. Wenn man etwas länger in den Ställen unter dem Scandinavium verweilt, so sieht man auch welch enge Beziehungen sich zwischen Pferd und Reiter aufgebaut haben, die nötig sind, damit sich beide jederzeit aufeinander verlassen können.


An den Boxen findet man, einen Tag vor den Ausscheidungen, auch die beiden Spitzensportler Rolf-Göran Bengtsson, der als gegenwärtig weltbester Reiter im Sommer auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen hofft und Angelica Augustsson, die voriges Jahr wie aus dem Nichts auftauchte und Siegerin des Weltcupturniers 2011 in Göteborg wurde. Aber jedes Jahr tauchen natürlich auch einige neue Gesichter auf, die in Göteborg erstmals ihre Leistungen unter Beweis stellen wollen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 23. Februar 2011

Einen Tag vor der Horse Show in Göteborg

Bereits einen Tag bevor die Göteborger Horse Show vier Tage lang das Skandinavium einnimmt, sind einige der bedeutendsten Reiter Europas in der Stadt angekommen und rund 200 Pferde haben ihre provisorischen Ställe gefunden. Sie müssen sich an die neue Umgebung gewöhnen und, ähnlich wie die Reiter, mit der Arena und den Trainingsanlagen vertraut werden, bevor sie morgen an den start gehen.


Wer jedoch denkt, dass die wertvollen Pferde einfach in halbdunkle Räume verfrachtet werden, täuscht sich, denn jede Box wird von den Reitern und Pferdepflegern liebevoll gestaltet. An fast jeder Box findet man Souvenirs, Fotos und Maskottchens, die zeigen, wie eng das Verhältnis zwischen Reiter und Pferd ist.


Aber auch in der Arena ist von morgens bis abends Aktivität zu finden, denn jedes Pferd wird untersucht, der mit Fiber verstärkte Sand muss gleichmäßig verteilt werden und der Auf- und Abbau der Hindernisse muss getestet werden, da zwischen den verschiedenen Veranstaltungen nur wenig Zeit zur Verfügung steht und ab Morgen jeder Griff sitzen muss.


Wer die Chance hat die Pferde in den Boxen zu sehen, entdeckt nicht nur die unterschiedlichsten Charaktere der einzelnen Tiere, sondern sieht auch wie viel Pflege und wie viel Kontakt ein Pferd braucht, damit es bereit ist, dem Reiter voll zu vertrauen und damit die Angst vor den Hürden überwindet.


Wenn Morgen die Göteborger Horse Show 2011 beginnt, können die Zuschauer aus nächster Nähe mehrere Reiter erleben, die bei der letzten Olympiade Medaillen errungen haben, Europameister beobachten und vierzehn der bedeutendsten schwedischen Reiter in der Arena finden, die zur Hälfte noch um Punkte kämpfen, damit sie bei der Springreiter-EM im September teilnehmen können.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin