Donnerstag, 2. Dezember 2010

Das Geheimnis der schwedischen Köttbullar

Auch wenn die schwedischen Köttbullar (Fleischbällchen) mittlerweile weltweit ein Begriff sind, so wurden die ersten Köttbullar vermutlich nicht in Schweden zubereitet. Sowohl in der Küche Englands als auch jener des Irak können Fleischbällchen, die heute zu den schwedischen Delikatessen zählen, weitaus früher nachgewiesen werden als in Schweden.


Und auch in Schweden wurden Köttbullar bis Mitte des 19. Jahrhunderts ausschließlich von der wohlhabenden Schicht des Landes gegessen. Erst die Erfindung der Fleischmühlen machte die Zubereitung dieser Köstlichkeit auch für „gewöhnlichen“ Bewohner Schwedens möglich. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten die Köttbullar dann, in einer rein nordischenVersion, die schwedischen Küchen des ganzen Landes erobert.

Tiefkühl-Köttbullar für den Alltag

Wer heute, in egal welchem Land, Fleischbällchen isst, stellt sofort fest, dass sie in jedem Land anders schmecken und gerade die schwedische Zubereitung etwas Besonderes bietet. Das Geheimnis liegt in Kartoffeln, Sahne und einer Fleischbrühe, die den schwedischen Köttbullarn ihren Geschmack verleihen. Das folgende Rezept ergibt etwa 60 der nordischen Hackfleischbällchen.

Klassisch schwedische Köttbullar

Für die Zubereitung benötigt man 500 g Hackfleisch (75% Kalb, 25% Schwein), 1 gelbe Zwiebel mittlerer Größe, 2 kleine mehlige Kartoffeln, 1 Ei, 50 g Semmelbrösel, 1 dl Sahne, 2 Esslöffel konzentrierte Fleischbrühe (am besten von Wild), 1 Teelöffel Salz und Pfeffer, sowie eine Priese Ingwer oder etwas Sojasoße.

Einfacher Weihnachtsteller mit Köttbullar

Erst werden die Kartoffeln gekocht und zu feinem Mus zerstampft. Die Zwiebel wird sehr fein geschnitten und in Olivenöl goldgelb angebraten. Anschließend werden alle Zutaten gut vermengt, bevor man aus der Masse relativ kleine Köttbullar formt, die man etwa sechs Minuten lang, unter häufigem Rollen, in Olivenöl anbrät. Diese Art von Fleischbällchen werden in Schweden in der Regel heute nur noch zu Festtagen serviert, da man sonst oft zu einer der tiefgefrorenen Sorte greift, die in allen Lebensmittelläden zu finden sind.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

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