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Mittwoch, 16. September 2009

Der Drottningtorget am Hauptbahnhof von Göteborg

Der Drottningtorget erhielt seinen Namen nach einem der drei Stadttore, die Zugang zum befestigten Göteborg inom Vallgraven boten. Das ursprüngliche Tor wurde um 1640 aus Holz errichtet, aber schon wenige Jahre danach wieder abgerissen und 1669 schließlich durch ein Tor aus Stein ersetzt, das 1821 ebenfalls abgerissen wurde.


Der Drottningtorget gehört, mit dem Brunnsparken, zum bedeutendsten Straßenbahn-Verkehrsknotenpunkt der Stadt Göteborg. Hier hält auch die Museums-Straßenbahn der Ringlinien, die vom Hauptbahnhof bis nach Liseberg führt. Aber noch bevor die elektrische Straßenbahn zum Drottningtorget kam verkehrte hier bereits die vorhergehende Pferdestraßenbahn.


Das wohl wichtigste Gebäude am Drottningstorget ist die im Jahre 1858 eingeweihte Centralstationen, der Hauptbahnhof der Stadt. Die Centralstationen (Hauptbahnhof) wurde auf den Resten der Bastion Johannes Rex, die Teil der alten Befestigung war errichtet. Täglich benutzen rund 40.000 Reisende einen der Züge, die hier abgehen.


Ein weiteres bedeutendes Gebäude am Drottningtorget ist das heutige Hotel Eggers, das 1894 geöffnet wurde und ebenfalls auf der Festung neben dem alten Stadttor erbaut wurde. Auch hier handelt es sich um die Bastion Johannes Rex, die um 1810 abgerissen wurde. Bereits bevor der Eröffnung des Hotels Eggers fand man an der gleichen Stelle das Järnvägshotell, des Eisenbahnhotel, das im Jahre 1859 öffnete.


Auf der gegenüberliegenden Seite des Drottningtorgets kann man schließlich noch das Gebäude der alten Post sehen, das ab 1917 an der Stelle des Armenhauses Bracka errichtet wurde. Das Postgebäude wurde in neoklassischem Stil erbaut und war nach seiner Fertigstellung das größte Postgebäude Skandinaviens sowie der teuerste Hausbau Schwedens, da zahlreiche Maßnahmen gegen den Lehmgrund Göteborgs getroffen werden mussten.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 26. August 2009

Ein Denkmal, das in Göteborg an die Grauen des Zweiten Weltkrieges erinnert

Während einige in Israel in Schweden noch das Böse sehen und die Pressefreiheit des Landes untergraben möchten, vergessen Sie, dass in Göteborg ein Monument entsteht, das gerade auf das Schicksal der Juden während des Zweiten Weltkrieges aufmerksam machen will und der Sensibilisierung dient.


Am Sonntag, den 30. August wird am Bastionsplatz in Göteburg das (im Moment noch unvollendete) Denkmal „Mörker, väx morgondag“ des Göteborger Künstlers Kent Karlsson enthüllt. Ein Denkmal, das nur wenige Schritte von der im Jahre 1855 gegründeten Synagoge in Göteborg entfernt ist, im Herzen der Stadt.


Das rund um die Uhr beleuchtete Monument entstand nach einer gemeinsamen Auswahl und Entscheidung zwischen der jüdischen Gemeinde in Göteborg und der Stadtverwaltung. Der Wahl des Standorts nahe der Synagoge wurde gewählt, weil die jüdische Gemeinde dort jährlich allein 5000 Kinder empfängt um über die Geschichte der Judenverfolgung zu reden und ihnen die grausame Geschichte des Zweiten Weltkriegs näher zu bringen.


Kent Karlsson hat in seinem Werk Realismus der Vergangenheit und die Zukunft im Licht zusammengeführt. Während die leeren Schuhe an die Vergangenheit erinnern, zeigt der Pfeil zur Sonne und führt in eine glückliche Zukunft. Diese wegweisende Hand müssen Juden und Nichtjuden gleichzeitig ergreifen um eine gemeinsame Zukunft zu finden.


Das über 100.000 Euro teure Denkmal wird am 30. August um 15 Uhr zu den Tönen der Schofar enthüllt. Der Schofar wird gewöhnlich nach in Tora und Talmud festgelegten Mitzwot geblasen. Sein Klang soll die Hörer, gemäß Überlieferungen zum Nachdenken bringen.

Die Enthüllung des Monumentes:
Minnesmärke över förintelseoffer


Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin