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Sonntag, 29. August 2010

Die Aeroshow 2010 in Göteborg

Wie zu erwarten, war die dritte Aeroshow des Aeroseums in Göteborg, trotz einiger Regenschauer, ein Ereignis, das man nur selten bei einer Flugshow geboten bekommt. Schweden feierte mit der Aeroshow seine 100-jährige Fluggeschichte, was sich auch an der Liste der Teilnehmer auswirkte, die mit über 70 Luftgefährten zwei Tage lang eine einmalige Show am Himmel zeigten.

Götaverken GV-38

Auch wenn einige ausländische Gäste mit ihren Maschinen für so manchen Besucher den größten Anziehungspunkt der Aeroshow 2010 ausmachten, so bietet für Nicht-Göteborger die Flugshow auch eine lokale Sensation, da während der zwei Tage auch die Götaverken GV-38 des Göteborger Flugveteranenclubs in die Lüfte geht, die einzige noch fliegende Maschine dieser Art, die auch in Göteborg gebaut wurde.

PC-7 (Schweizer Luftwaffe)

Liebhaber von privaten historischen Flugzeugen konnten während der Aeroshow 2010 jedoch auch andere flugtechnische Wunder in der Luft verfolgen, denn sowohl die rund 100 Jahre alte Blériot XI als auch der Nachbau der Tummelisa, die der Pilot selbst baute, starteten an diesem Wochenende. Aerobaticsfreunde konnten auch den Kunststücken folgen, die Jan Emilsson mit seiner Sukhoi Su-29 am Sonntag selbst bei beginnendem Regen noch absolvierte.

Sk 61 Bulldog

Während man den Piloten der Swedish Air Force mit aktuellen Maschinen auch bei früheren Flugshows in Göteborg zusehen konnte, waren 2010 auch die Spezialisten an Formationsflug aus Dänemark (Dänische Flugschule), der Schweiz (Luftwaffe) und Italien (Luftwaffe) bei der Aeroshow vertreten, wobei der Ruf aller drei Equipes weltweit bekannt ist. Während Frecce Tricolore mit zehn Maschinen vertreten war, stiegen die Schweizer Piloten nur mit vier PC-7 in die Lüfte, was die Formation sehr gut verfolgen ließ.

Sukhoi Su-29

Unter den größeren Flugzeugen konnte man, unter anderem, die historischen schwedischen Ausbildungsflugzeuge Sk 16 Harvard, die 75 Jahre alte DC-3 der norwegischen Flugveteranen oder auch den letzten Landeanflug des Hubschraubers „Vertolen“ verfolgen, wobei der Helikopter in Zukunft im Aeroseum zu besichtigen sein wird. Und auch bei Geräuschpegel und Geschwindigkeit konnte man gewisse Unterschiede feststellen, denn während die Blériot XI gerade einmal 75 km/h erreichen kann, konnte die JAS 39 Gripen mit ihren bis zu 1350 km/h kaum mit den Augen verfolgt werden und verlangte beim Start die Anwendung von Ohrenstöpseln.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Dienstag, 29. Juni 2010

Das Flugmuseum Aeroseum in Göteborg

Das Flugmuseum oder Luftfahrtmuseum Aeroseum in Göteborg bietet seinen Besucher einen Einblick in die Geschichte der schwedischen Luftfahrt und die militärische Luftverteidigung bis zu Beginn der 60er Jahre. In etwa zwei Stunden kann man in dem 30 Meter unter der Erdoberfläche liegenden Museum rund 50 Flugzeuge aus nächster Nähe entdecken. Diese Sammlung wird von Modellen, Ausstellungen und Flugmotoren ergänzt.


Die Stiftung Aeroseum in Göteborg liegt in der Nähe des Cityflugplatzes Säve und hat eine Ausstellungsfläche von fast 30.000 Quadratmeter, die 1955 für die schwedische Luftwaffe unter der Erde geschaffen wurden. Das Flugmuseum durfte im Jahre 2003 in diesem Hangar einziehen und gehört seit 2008 zum Netzwerk des schwedischen militärhistorischen Erbes. Für die unterirdischen Hallen läuft ein Antrag auf Denkmalschutz.


Das Luftfahrtmuseum Aeroseum stellt jedoch nicht nur Flugzeuge und Hubschrauber aus, von denen man zum Teil auch das Cockpit besuchen kann, sondern hält auch historische Flugzeuge in Stand, die dann unter anderem bei der jährlichen Flugshow am Flughafen Säve ihre Flugfähigkeit beweisen und die Flugkunst der Piloten unter Probe stellen.


Das nächste Ziel des Göteborger Flugmuseums Aeroseum ist das Schaffen eines oberirdischen Flug-Erlebnisparks, eines Wissenschaftsparks, direkt über den unterirdischen Hallen, wo man die Geschichte des Fluges auch praktisch erleben kann. Besucher werden hier mit einem Ballon in die Lüfte gehen können, an Simulatoren fliegen oder auch den ersten Sprung mit einem Fallschirm wagen können.


Für Gruppen oder Teilnehmer von im Aeroseum veranstaltete Konferenzen bietet das Luftfahrtmuseum bereits heute Aktivitäten, die einen Aufenthalt in Göteborg unvergesslich machen, denn die Stiftung veranstaltet Sightseeing mit Helikopter und Sportmaschinen, Tandemsprung mit Fallschirm und Flüge im Heißluftballon.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin