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Donnerstag, 4. März 2010

Ausstellungen, Puppentheater und Workshops im Frölunda Kulturhus in Göteborg

Das Frölunda Kulturhuset in Göteborg bietet im März nicht nur die Ausstellung Next to Neon, sondern parallel auch andere Ausstellungen und Aktivitäten, die das Kulturzentrum im westlichen Göteborg zu einem bedeutenden Treffpunkt für Jung und Alt machen, ganz abgesehen von jenen, die hier das Bad oder die Bibliothek benutzen.


So findet man, unter anderem, vom 1. bis zum 14. März die Ausstellung Neu genäht nach Großmutters Motiven (Nytt sytt av gammalt) von Laila Andersson, die hier Kissen, Taschen, Teppiche und Decken ausstellt, die mit Mustern aus Großmutters Zeit bestickt sind. Laila versucht hier kunstvoll alte schwedische Motive und eine fast vergessene Tradition zu zeigen und die klassische Stickkunst aufrecht zu halten.


Nur wenige Schritte davon entfernt kann man im März die Puppen und die Dekorationen des Figur & Dockteater (Puppentheater) des Frölunda Kulturhusets entdecken. Hier werden nicht nur etwas größere Puppen ausgestellt, sondern auch gesamt Miniaturtheater, die im Kulturzentrum hergestellt werden und sich einer wachsenden Beliebtheit erfreuen.


Das Frölunda Kulturhuset besitzt die reichste Sammlung an Präsenz- und Leihbüchern über die Geschichte von Puppentheatern. In Göteborg selbst findet man einige der bedeutendsten nordischen Puppentheater von denen einige auch in Frölunda ihre Vorstellungen anbieten. Wer sich mehr für Puppentheater interessiert, findet im Frölundaer Kulturzentrum auch ausführliche Dokumentation, Bildmaterial und Examensarbeiten zu diesem Thema.


Regelmäßig finden im Frölunda Kulturhuset auch Workshops zu den verschiedensten Themen statt, die es dem interessierten Publikum erlauben Kunsthandwerk und seine Materialien zu entdecken. Am 3. März wurde im Kulturzentrum der Workshop Leder angeboten, bei dem unter kundiger Leitung eine Einführung in das Kunsthandwerk Leder geboten wurde.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Puppenausstellung im Kulturhaus in Frölunda, Göteborg

Puppen gehören mit zu den ältesten Kinderspielzeugen in allen Ländern der Welt, auch wenn ihr Aussehen, ihr Material und die zugehörigen Geschichten änderten und die Fantasie auf eine andere Weise beeinflussen. Eine einfach geschnitzte Holzpuppe, eine aus Brotteig oder aus Lumpen hat leider keine Jahrhunderte gehalten und die zugehörigen Geschichten gingen verloren. Sie haben den Kindern auch andere Wege gewiesen als eine Puppe des 21. Jahrhunderts.


Puppen waren jedoch noch nie ein reines Spielzeug, denn sie dienten schon immer der Erziehung und vermittelten das erste Wissen. Puppen drückten Kindern Verhaltensweisen auf und beeinflussten die Erziehung, wobei Eltern Puppen auch gerne als Vorbild darstellten, wenn Kinder aufessen sollten, ins Bett sollten oder um den Unterschied zwischen Gut und Böse aufzuzeigen.


Das Kulturhaus in Frölunda, einem Stadtteil Göteborgs, stellt zur Zeit moderne Puppen aus, die Kinder aus dem Fernsehen kennen und die die unterschiedlichsten Programme dominieren. Die Ausstellung behandelt vor allem die Frage welche Rolle Puppen heute in der Erziehung im Kindergarten und der Vorschule spielen, Orten, wo Puppen immer eine große Rolle spielen.


Tatsache ist, dass Kinder eine Puppe für real nehmen und daher deren Handeln als Positiv oder Negativ einordnen und ihr eigenes Verhalten auf jenes der Puppen einstellen. Oft werden durch die Auswahl der Puppen im Kindergarten Schemen anerzogen, die Kinder über Jahre hinweg beeinflussen und selbst Aggressionen hervorrufen können.


Die Puppenausstellung in Frölunda will natürlich nicht nur Fragen aufwerfen und eine Vielzahl an aktuellen Puppen zeigen, sondern den Betrachter auch dazu bringen kurz in der Bibliothek vorbeizusehen um sich dort Bücher zum Thema auszuleihen um den Einfluss von Puppen auf die Entwicklung eines Kindes besser zu verstehen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin