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Freitag, 20. August 2010

Dynamo in der Göteborger Stadtbibliothek

Während des Göteborger Kulturfestes (Kulturkalaset) nahm die Göteborger Stadtbibliothek mit einem besonderen Teil ihr Aktivitäten teil, die sonst im Tiefgeschoss des Gebäudes untergebracht sind. Das Projekt Dynamo der Bibliothek verlängerte nun seinen Aufenthalt in den Ausstellungsräumen um eine Woche, damit eine möglichst große Gruppe an Besuchern darüber informiert werden können.


Dynamo ist ein Jugendprojekt, das die Göteborger Stadtbibliothek seit Jahren verfolgt und sich an die Altersgruppe zwischen 13 und 25 richtet, die jedoch nicht nur an Büchern interessiert ist, sondern an der unterschiedlichsten Art von Kontakten und kulturellen Angeboten oder auch selbst kreativ sein will.


Die Räume von Dynamo, die in der Ausstellungshalle nachempfunden wurden, bieten die Möglichkeit Musik zu hören, jede Art von Video-Spielen zu spielen oder einfach im Internet zu surfen. Die Jugendlichen können hier ihre eigenen Ausstellungen organisieren, Workshops veranstalten oder selbst gedrehte Videos vorführen. Bei Dynamo sind sie unter sich, auch wennsich eine Bibliothekarin mit ihm Raum befindet.


Aber Dynamo überlässt die Aktivitäten nicht nur den Jugendlichen, sondern veranstaltet auch eigene Workshops, die Jugendliche interessieren. Während des Göteborger Kulturfestes hat die Stadtbibliothek hier auch Kleiderproben und Kleiderdesign veranstaltet, wozu sie vom Göteborger Stadttheater eine größere Anzahl an Kostümen als Ausstellungsmodelle zur Verfügung gestellt bekamen.


Mit der steigenden Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen bekam Dynamo auch eine zusätzliche Aufgabe, nämlich Jugendliche dabei zu unterstützen eine eigene Firma aufzubauen. Die Aktivität der Stadtbibliothek beschränkt sich hier jedoch nicht nur auf die Vorbereitung, sondern behandelt auch Fragen des Marketing und begleitet Projekte bis sie ins Laufen kommen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Puppenausstellung im Kulturhaus in Frölunda, Göteborg

Puppen gehören mit zu den ältesten Kinderspielzeugen in allen Ländern der Welt, auch wenn ihr Aussehen, ihr Material und die zugehörigen Geschichten änderten und die Fantasie auf eine andere Weise beeinflussen. Eine einfach geschnitzte Holzpuppe, eine aus Brotteig oder aus Lumpen hat leider keine Jahrhunderte gehalten und die zugehörigen Geschichten gingen verloren. Sie haben den Kindern auch andere Wege gewiesen als eine Puppe des 21. Jahrhunderts.


Puppen waren jedoch noch nie ein reines Spielzeug, denn sie dienten schon immer der Erziehung und vermittelten das erste Wissen. Puppen drückten Kindern Verhaltensweisen auf und beeinflussten die Erziehung, wobei Eltern Puppen auch gerne als Vorbild darstellten, wenn Kinder aufessen sollten, ins Bett sollten oder um den Unterschied zwischen Gut und Böse aufzuzeigen.


Das Kulturhaus in Frölunda, einem Stadtteil Göteborgs, stellt zur Zeit moderne Puppen aus, die Kinder aus dem Fernsehen kennen und die die unterschiedlichsten Programme dominieren. Die Ausstellung behandelt vor allem die Frage welche Rolle Puppen heute in der Erziehung im Kindergarten und der Vorschule spielen, Orten, wo Puppen immer eine große Rolle spielen.


Tatsache ist, dass Kinder eine Puppe für real nehmen und daher deren Handeln als Positiv oder Negativ einordnen und ihr eigenes Verhalten auf jenes der Puppen einstellen. Oft werden durch die Auswahl der Puppen im Kindergarten Schemen anerzogen, die Kinder über Jahre hinweg beeinflussen und selbst Aggressionen hervorrufen können.


Die Puppenausstellung in Frölunda will natürlich nicht nur Fragen aufwerfen und eine Vielzahl an aktuellen Puppen zeigen, sondern den Betrachter auch dazu bringen kurz in der Bibliothek vorbeizusehen um sich dort Bücher zum Thema auszuleihen um den Einfluss von Puppen auf die Entwicklung eines Kindes besser zu verstehen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 16. Mai 2009

Ausstellung "Gleichzeitig" in der Bibliothek in Göteborg

Es bleibt nur noch ein Tag um die Ausstellung Samtidigt ("Gleichzeitig" auf Deutsch) in den Räumen der Göteborger Bibliothek zu sehen. Eine Ausstellung, die vermutlich mehr Fragen aufwirft als zu beantworten.


17 Studenten der HDK (Högskolan för Design och Konsthantverk) stellen hier nicht, wie so häufig, ihre Examenswerke vor, was in Schweden eine sehr häufige Methode ist um von der Ausbildung den Sprung ins künstlerische Leben zu machen. Die Idee war vielmehr dass die Studenten des 2. Jahres innerhalb eines Projektes gemeinsam eine Ausstellung erarbeiten und präsentieren.


Skulpturen, Schmuck und Design werden in etwas ungeordneter Weise und ohne erklärende Dokumentation einem Publikum vorgeführt, das sich über die meisten Ausstellungsstücke seine eigenen Gedanken machen muss, was bei einigen der Objekten nicht leicht fällt.


Wer jedoch die gegenwärtige Kunstbewegung in Göteborg verfolgen will und einen Einblick in das schwedische Verständnis für Kunst und Kunsthandwerk gewinnen will hat hier die einmalige Chance nicht nur die Werke sehen zu können sondern auch mit dem einen oder anderen Künstler reden zu können.