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Samstag, 4. Juli 2009

Der Näckrosdammen in Göteborg

Der Näckrosdammen, eigentlich Renströmsparken, wurde 1923 zur Jubiläumsausstellung in Göteborg angelegt und wurde ab den folgenden Jahren als Ruhepol, für Freiluftkonzerte und für Freilufttheateraufführungen verwendet. Das Wasser des Näckrosdammen ist, wie sein Name schon sagt, überwachsen mit Seerosen.


Auch wenn die Bänke des Freilufttheaters mittlerweile verrotten und die grossen Konzerte der Vergangenheit angehören, so bietet der heutige Näckrosdammen dennoch weitaus mehr als nur einen Picknickplatz unter hohen Bäumen und neben Rhododendronbüschen.


Der Seerosenteich selbst bietet ein ideales Biotop für zahlreiche Insekten und zieht eine Vielzahl an Vögeln an. Stockenten, Möwen und Graureiher sind das ganze Jahr über ständige Gäste des Näckrosdammen, der auch im Winter meist nur wenige Tage über zufriert.


Aber der Näckrosdammen zieht auch zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten eine Vielzahl an Besuchern an. So singt, zum Beispiel, jeden Valborgsmässoafton der Röstrum storkör am Seerosenteich, und die Studenten der Musikhochschule haben ihre typischen Abschlussfeiern ebenfalls am Näckrosdammen.


Aber auch Kunstliebhaber, die sich für die Geschichte Göteborgs interessieren können am Näckrosdammen einige Entdeckungen machen. So findet man hier, etwas versteckt hinter Büschen, die Kopie der von Johan Tobias Sergel geschaffene Büste von Gustav III und die Bronzestatue "När vänskapsbanden knytes" von Wäinö Aaltonen, die an die schwedisch-finnischen Bande erinnert.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 28. Juni 2009

Seerosen (Nymphaea) in Göteborg und seiner Umgebung

Seerosen (Nymphaea) spielen in allen Teichen, ob künstlich oder natürlich, und in allen anderen Gewässern Göteborgs und seiner Umgebung eine wichtige Rolle. Überall ziehen weiße und rote Seerosen die Besucher in ihren Bann. Vermutlich handelt es sich bei den Seerosen um die meist fotografierten Pflanzen der Stadt.


So kennt man, zum Beispiel, den Renströmsparken in ganz Göteborg nur unter dem Namen Näckrosdammen, also Seerosenteich. Und ein Besuch am dortigen Teich bestätigt seinen Ruf, denn seit 1923 ist der Näckrosdammen fast vollständig mit Seerosen überzogen in denen sich auch zahlreiche Vögel sehr wohl fühlen.


Aber auch im Botanischen Garten in Göteborg "stolpert" der Besucher, kurz nachdem er Drehschranke am Eingang hinter sich gelassen hat, fast schon über einen Seerosenteich, an dessen Ende sich die Bronzeskulptur Najad von Carl Milles befindet. Rote und weiße Seerosen in allen Vegetationsformen schmücken den Dammenpond.


Und auch der Natursteig im westlichen Göteborg, im Ruddalen, führt an mehreren Gewässern mit Seerosen vorbei. Selbst die Lachmöwe und die Stockente fühlen sich dort so wohl, dass sie einen der moorigen Teiche als Brut- und Niststelle ausgewählt haben.


Auch Marstrand hat seine Seerosenteiche, die am Rande des Rundwanderwegs liegen und die sonst ziemlich karste Natur in ein kleines Paradies verwandeln wo sich auch unzählige Kleintiere und Insekten ansiedeln.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 12. Juni 2009

Marstrand, Volvo Ocean Race und Carlstens Fästning

Die beiden Inseln Marstrand liegen etwa 30 km von Göteborg und befinden sich bereits im Bohus Län. Ihre Lage und ihre Schönheit machen vor allem die autofreie Insel Marstrandsö zu einem beliebten Ausflugsziel der Göteborger und seiner Besucher.


Marstrand ist jedoch weniger berühmt wegen seiner Schönheit, seiner Festung und den historischen FKK-Stränden sondern vielmehr wegen der Marstrandsregatta und der Volvo Ocean Race. Die letztere Regatta macht dieses Jahr zwischen dem 10. und dem 14. Juni Halt in Marstrand, wo die Boote am Kai von Tausenden bewundert werden, bevor die neunte Etappe nach Stockholm angegangen wird.


Wer die Fähre zur Marstrandsö nimmt wird als erstes von der Carlstens Fästning an der höchsten Stelle der Insel begrüßt und im Sommer zu den mittelalterlichen Festspielen einlädt. Tausende von Besuchern besichtigen jedes Jahr die Burg und bewundern dabei die Aussicht über die Küste des Bohus Län. Heute hat eine moderne Fähre und die historische elektrische Straßenbahnfähre dient nur noch Ausflügen.


Marstrand lässt sich sowohl mit einem Kanu, also vom Wasser aus, entdecken als auch zu Fuß, wobei die Insel heute abhängig vom Tourismus ist und daher auch zahlreiche Restaurants und Hotels bietet, die sich ständig etwas einfallen lassen um den Gast zu verwöhnen. Viele von ihnen verführen auch zu Weihnachte mit ihren schon legendären typisch schwedischen Weihnachtsessen.


Marstrand bieten jedoch auch einen 5 km langen Rundwanderweg, der einem Ausflug in die Vergangenheit gleicht mit seinen alten Grotten oder dem Opferstein. Vergangenheit verbindet sich hier jedoch auch mit Neuzeit, die einen Seerosenteich einbetten in Klippen und Felsen mit einer Struktur, die künstlerischen Malereien ähneln.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin