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Freitag, 22. Januar 2010

Die Kamelienblüte in der Trädgårdsföreningen in Göteborg

Da die Pflanzen im Palmenhauses der Trädgårdsföreningen (Gartenverein) in Göteborg die dort untergebrachten Pflanzen in ihrem ursprünglichen Klima gedeihen lassen, blühen dort Bäume, Sträucher und Pflanzen auch zur gleichen Zeit wie im Heimatland. Es ist daher nicht verwunderlich, dass man im Palmenhaus das ganze Jahr über die Blütenphase eines der Gewächse erleben kann.


Camellia japonica - Zuchtkamelie

Kamelien kommen ursprünglich aus Japan und China, wo völlig andere klimatischen Bedingungen herrschen als bei uns und wo auch die Jahreszeiten nicht unseren entsprechen. In unserer kältesten Zeit, also vor allem im Januar und Februar, blühen daher auch Kamelien, was den Bewohnern Göteborgs erlaubt in der Trädgårdsföreningen die ersten Frühlingsgedanken bei der Kamelienblüte zu sammeln.

Camellia japonica - Kamelie Hagoromo

Kamelien gehören zu den sehr langsam wachsenden Sträuchern, die in ihren Heimatländern im Laufe der Jahrhunderte bis zu zehn Meter hoch werden können. In China findet man einige Kamelien, von denen man annimmt, dass sie bereits über tausend Jahre alt sind. In Europa gezüchtete Arten, die in Wintergärten gepflanzt werden, erreichen meist nur bis zu zwei Meter Höhe und werden, bei idealer Pflege, auch selten älter als 50 bis 100 Jahre.

Camellia x reticulata - Kamelie Dr. Clifford Parks

Die Kamelie, die ihren Namen von Carl von Linné erhalten hat, spielt in Asien eine bedeutende symbolische Rolle und hat auch bei der Teezeremonie eine gewisse Bedeutung. Die Blüten der Kamelie stehen in ganz Asien für Freundschaft, Harmonie und Eleganz. In Japan werden die roten fallenden Blüten der Kamelie als Symbol der Vergänglichkeit gesehen und symbolisieren oft den Tod.

Camellia japonica - Kamelie Elegans

Auch wenn Kamelien in Europa in einigen Gärten gehalten werden, so sollte sich jedoch ein Gartenamateur nicht von der Schönheit der Blüten verführen lassen, denn Kamelien gehören mit zu den am schwierigsten zu haltenden Sträucher und der kleinste Fehler kann sie töten. Ein Liebhaber der Kamelie wird es vorziehen die Blüten dieses Teestrauches in einem Gewächshaus wie dem Palmenhaus der Trädgårdsföreningen zu bewundern.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 6. Juli 2009

Carl von Linné in Göteborg

Im Jahre 1746 besuchte Carl von Linné Göteborg und hinterließ damit ein Erbe, das bis in die heutigen Tage reicht und den großen Botaniker für immer mit der Stadt Göteborg verbindet. Wir finden die Linnégatan (Linnéstrasse), den Linnéplatsen (Linnéplatz) und selbst Linnéstaden (Linnéstadt), einen ganzen Stadtteil der an Linné erinnert und in dem sich auch der Botanische Garten Göteborgs befindet. Aber auch ein Vandrarhem und zahlreiche Vereinigungen Göteborgs haben den Namen Linné für ihre Aktivitäten geliehen.


Wen wundert es daher, dass sich im Botanischen Garten der Stadt eine Büste von Carl von Linné zu finden ist, die Valter Runeberg 1907 schuf und die dem Botanischen Garten 1923 von der Smålans Gille geschenkt wurde.


Die Büste von Carl von Linné wurde, wie sollte es anders zu erwarten sein, am "systematiska fält" aufgestellt, das den Besucher in die Systematik der Pflanzenwelt einführt. Allerdings werden die Familien nicht gemäß der klassischen Systematik Linnées eingeteilt, sondern folgen jener von Rolf Dahlgren um die Pflanzen auch optisch wirken zu lassen.


Die angewandte Systematik wird, wenn auch nur in Schwedisch, auch textlich erklärt, wie schon der Linnégarten, der sich unmittelbar am Eingang des Botanischen Gartens befindet und an 302 Jahre Carl von Linné erinnern soll.


Der Linnéeträdgården wurde zum nationalen und internationalen 300. Jubiläum von Carl von Linné geschaffen. Ulf Nordfjell schuf hier ein Werk, das Naturgefühl, Gartengestaltung und Kunst vereinigt wo auch Linnés Blume "Linnea" nicht fehlen durfte. Die Einrichtung kann voraussichtlich nur noch dieses Jahr besucht werden.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin