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Samstag, 13. Juni 2009

Der Kräutergarten im Botanischen Garten Göteborgs

Die meisten Botanischen Gärten sind für ihre außergewöhnlichen Pflanzen, Gewächshäuser und tropischen Anlagen bekannt geworden in denen heimische Gewächse nur wenig Bedeutung haben, selbst wenn sie über Jahrhunderte hinweg in der Medizin oder der Küche eine wichtige Rolle spielten.


Natürlich hat auch der Botanische Garten in Göteborg seine Abteilungen, die dem Besucher eine ungewohnte Flora zeigen, so den Taschentuchbaum, tropische Orchideen, Bäume aus aller Welt und viele andere Pflanzen und Sammlungen, die fremde Welten öffnen.

Borretsch oder Gurkenkraut (Borago officinalis)

Göteborg bietet jedoch in seinem Botanischen Garten auch mehrere Abteilungen, die dem Besucher die heimische Natur zeigen oder in die Systematik der Pflanzenwelt einführen. Beispiele davon sind der Linnégarten oder der Gemüsegarten (Köksträdgården), in dem die unterschiedlichsten Sorten an Gemüse angebaut werden.

Echte Salbei, Garten-Salbei (Salvia officinalis)

Und dann gibt es seit dem Jahre 2000 noch den "Örtagården", eine Abteilung mit den Heilkräutern, die in Nordeuropa zu Hause sind oder dort angebaut werden. Alle diese Pflanzen wurden einst für medizinische Zwecke verwendet, auch wenn heute die meisten Besucher ihre Nutzen vergessen haben.

Frauenmantel, Taumantel (Alchemilla vulgaris)

Jede Pflanze im Göteborger Kräutergarten ist beschildert und weist in Kurzform auf seine wichtigsten Eigenschaften hin, auch wenn diese Texte nicht ausreichen um die Pflanze zu züchten oder erklären wie ein Tee zubereitet wird, was für unsere Vorfahren noch eine Selbstverständlichkeit war.

Copyright Texte und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 23. Mai 2009

Taschentuchbaum (Davidia involucrata) im Botanischen Garten in Göteborg

Der Botaniska Trädgård in Göteborg verfügt über zwei Taschentuchbäume, die sich im Bambulunden und im Japandalen befinden. Nur rund 10 Tage dauert seine Blüte, die jeweils Ende Mai, Anfang Juni zahlreiche Besucher in den Botanischen Garten der Stadt lockt. Dieses Jahr ist die Blüte sehr frühzeitig und die Bäume haben so viele Blüten wie noch nie.


Der Taschentuchbaum kommt ursprünglich aus China und fand seinen Weg erst 1869 nach Europa. Der Botaniska Trädgården in Göteborg war der erste in Schweden, der auch blühende Bäume präsentieren konnte, obwohl der Baum Kälte fürchtet und sich nur bei relativ mildem Klima wohl fühlt.


Seinen Namen erhielt der Taschentuchbaum nach seinen weißen Hochblättern, die wie Taschentücher aussehen. In Deutschland heißt der Näsduksträdet, sein schwedischer Name, auch Taubenbaum, weil man von der Ferne betrachtet die Blumen mit einem Schwarm Tauben verwechseln kann.


Der Laubbaum aus China wird in Sichuan und Hubei bis zu 20 Meter hoch, die beiden näsduksträd im Botanischen Garten in Göteborg erreichen, aus Klimagründen, nur eine Höhe von etwa 10 bis 12 Meter. Seine Steinfrüchte, die bis zu 18 Monate zum Keimen brauchen sind in der Regel im Oktober reif und ähneln länglichen Nüssen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin