Posts mit dem Label Ökologie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ökologie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 23. Juni 2010

Meeresforscher erringen den Göteborger Umweltpreis

Seit dem Jahre 2000 vergibt die Stadt Göteborg, in Zusammenarbeit mit zwölf anderen Akteuren der Stadt, einen Umweltpreis für eine bedeutende Errungenschaft, die im Zusammenhang mit dauerhaftem Umweltschutz steht. Jedes Jahr werden eine Million Kronen an eine Person oder Organisation bezahlt, die durch ihren Einsatz und Leistung für die Umwelt schädlichen Prozess aufhalten und verbessern konnten.


Die beiden Preisträger des Göteborger Umweltspreis 2010, deren Namen heute von der Jury unter der Führung von Professor und Vizerektor John Holmberg der Technischen Hochschule Chalmers bekannt gegeben wurden, müssen jedoch noch bis zum 17. November 2010 warten bis ihnen der diesjährige Preis dann in Göteborg überreicht wird.


Der erste Preisträger ist Ken (Kenneth) Sherman, ein Ozeanograph und Meeresbiologe, der das auch in Schweden angewandte LME-Konzept entwickelt hat, das Large Marine Ecosystems, das auch in der Ostsee zur Erhaltung und Verbesserung des Fischbestandes angewandt wird und das Ökosystem des Meeres in seiner Gesamtheit restaurieren soll und nicht nur eine Flickarbeit leistet. Heute wenden bereits 69 Länder das LME-Konzept an um den Artenreichtum von Süß- und Salzwasser zu erhalten.


Als zweiter Preisträger wurde von der Göteborger Jury Randall Arauz ernannt, der Sprecher der Umweltorganisation PRETOMA aus Costa Rica. In jahrelanger Arbeit ist es ihm gelungen das Fischen von Haien zu begrenzen und Politiker dazu zu bewegen ein Gesetz zu schaffen, das das Ausrotten von Haien verhindern soll. Randall Arauz hatte diesen Kampf aufgenommen, nachdem er auf einem Fischerboot Zeuge davon wurde wie Haie nur wegen ihrer Kiemen gejagt wurden, wobei den lebenden Haien die Kiemen abgeschnitten wurden um die Fische anschließend ins Wasser zurückzuwerfen.


Dass die beiden Preisträger des Jahres 2010 sich um die Ökologie des Meeres kümmern hat sicher auch etwas damit zu tun, dass auch die schwedischen Gewässer bedroht sind, denn noch führt ungefiltertes Abwasser tausender von Gebäuden ins Meer, noch werden (illegal) Öltanker mit Meerwasser direkt an der Küste gereinigt und noch kümmert sich die größte Gemeinschaft an Freizeitbooten sehr wenig um ihr Abwasser und das Meeresmilieu, auch wenn Schweden als eines ihrer Ziele den Schutz seiner Gewässer auf dem Programm hat.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 23. April 2010

Vetenskapsfestivalen, das internationale Wissenschaftsfestival in Göteborg

Das internationale Wissenschaftsfestival (Vetenskapsfestivalen) in Göteborg ist die größte europäische Veranstaltung, die die unterschiedlichsten wissenschaftlichen Arbeiten, Gedanken und Aspekte einem breiten Publikum in allgemeinverständlicher Weise näher bringt. Anerkannte Wissenschaftler aus der ganzen Welt stellen hier Wissenschaft in einen öffentlichen Raum und schaffen damit eine „Wissenschaft zum Anfassen“.


Zwischen dem 20. und dem 25. April stößt man an allen zentralen Stellen Göteborgs auf populärwissenschaftliche Vorträge und Ausstellungen, egal, ob man ein Museum besucht, eine wissenschaftliche Einrichtung, eine Kirche, einen öffentlichen Platz oder gar ein Kaufhaus wie Nordstan. Wobei sich vor allem Nordstan als allgemein wissenschaftliches Forum eignet, da hier sehr viele Kunden des Kaufhaus auch unvorbereitet auf Wissenschaft stoßen und bereit sind fünf oder zehn Minuten eines Tages einem populärwissenschaftlichen Thema zu widmen.


Unter dem sehr breiten Angebot, das man in Nordstan findet, werden vor allem Themen behandelt, die direkt oder indirekt mit dem Warenangebot des Kaufhauses in Verbindung stehen oder von allgemeinem Interesse sind. So fand man am 21. und 22. April „The Complexity Experience“, das an Hand von Spielen das Zusammenwirken von Körperzellen erklärte. Zell- und Molekularbiologen zeigten hier anschaulich wie man die Forschung von Heilmitteln gegen Alzheimer angehen kann.


Neugierde weckt in Nordstan vor allem das „Walk-in Closet“, eine Ausstellung, die dem Laien die Zusammenwirkung von Kleidung und dem Ökosystem erklärt, insbesondere jedoch die Einwirkung von der Wahl bestimmter Stoffe auf Rohstoffressourcen und Klima. In einem kleinen Rundgang entdeckt man alternative Rohstoffe für zukünftige Kleidung, aber auch die Notwendigkeit der Erhaltung des Regenwaldes, der nicht als einfacher Wald zu sehen ist, sondern als komplexes ökologisches Gebilde mit einer Rolle, die die ganze Erde beeinflusst.


Aber auch Themen wie permanentes wirtschaftliches Wachstum, Recycling von elektrischen Geräten, Fragen um Biogas oder Radioaktivität in der Umwelt sind Themen, mit denen sich Besucher des Einkaufzentrums Nordstan konfrontiert sehen. Die Ausstellung „Visual Voltage“ zog ebenfalls zahlreiche Besucher an, die Energie in Bezug zu graphischem Ausdruck verwandelt und Design als „Messgerät“ für Energie benutzt. Mehrere der Ausstellungen sind oder waren nur einen Tag zu finden, was die Präsentation einer Vielzahl von unterschiedlichen Themen ermöglicht.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 8. Mai 2009

Der Natursteig in Ruddalen

Manchmal könnte man glauben dass jeder Göteborger Motion, Running und Jogging betreibt. Kaum eine Stadt bietet so viele grüne Wege wie Göteborg und hat so zahlreiche Gesundheitspfade (hälsans stig), Naturpfade (naturleder), oder andere angelegte Routen zwischen zwei und zehn Kilometern.


Einer der beliebtesten Joggingkurse befindet sich in Ruddalen und folgt dem 4 Kilometer langen naturstig, der an Wochenenden auch von zahlreichen Naturliebhabern genommen wird und während der Woche für Schüler eine praktische Einführung in die Naturkunde bietet.


Ein Steingrab aus der Bronzezeit

Ausgangspunkt ist für die meisten die in ganz Göteburg bekannte Sportanlage Ruddalen mit Fussballfeld, Eishalle, Bandy, Rinkbandy, Stretchinganlage und anderen Sportmöglichkeiten.


Am Naturpfad findet der Wanderer erklärende Schilder zur Bewachsung und der Ökologie des Waldes, aber er streift auch einen kleinen See mit zahlreichen Seerosen oder kann eine Grabstätte des 5. Jahrhunderts v. Chr. besuchen und in die Vergangenheit des Stadt eintauchen.