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Dienstag, 1. September 2009

Der Bältespännarparken an der Avenyn in Göteborg

Der Bältespännarparken erhielt seinen Namen nach der Monumentalskulptur, die direkt gegenüber dem Stora Teatern steht. Er liegt an einer der zentralsten Stellen der Stadt und grenzt an die Kungsportsbron, die Trägårdsföreningen, die Avenyn, das Stora Teatern, er liegt am Vallgraven und nur wenige Schritte vom Kungsparken entfernt.



Der Bältespännarparken lädt wegen seiner Lage nicht nur zum Picknick auf einer der Bänke oder im Rasen ein, sondern bietet dem Besucher auch drei bedeutende Skulpturen Göteborgs, denn außer den Bältespännare findet man dort auch die Büste von Olof Wijk und, nur wenige Schritte davon entfernt die Statue von Charles Felix Lindberg, jene von John Ericsson und, neben dem Stora Teatern die permanente Installation Carpe Diem.



Der Bältespännarparken bietet jedoch im Laufe des Jahres noch mehr, denn hier kann man bisweilen politischen Reden lauschen und anlässlich unterschiedlicher Veranstaltungen verwandelt sich der Park zu einer Zeltstadt, so auch während dem jährlichen Göteborger Kulturfest.



Auch für Chalmers Studenten bietet der Bältespännarparken eine Rolle, da während der Epoche des Nollning die Statuen am Platz neu eingekleidet werden und der Springbrunnen auf dem Platz auch ein Extra bei den traditionellen Prüfungen der Neustudenten bietet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 9. Juli 2009

Die Gürtelspanner von Johann Peter Molin in Göteborg

Bältesspännare, die Gürtelspanner, ist die bekannteste Statue von Johann Peter Molin und befindet sich im Bältesspännareparken an der Trädgårdsföreningen. Das Original schuf Molin 1859 in Zink. 1914 wurde es von der heute sichtbaren Bronzestatue ersetzt.


Johann Peter Molin liess sich bei seinem Werk von alten nordischen Legenden inspirieren, die von dem gefürchteten Zweikampf zweier Männer sprechen, die um die Liebe einer Frau kämpfen und mit dem Tod eines der Kämpfer enden, oder mit dem Tod beider Kontrahenten.


Die ursprüngliche Geschichte wird teils in Norwegen, aber auch in mehreren Orten Schwedens angesiedelt. Viele Kunstkritiker glauben, dass es sich um eine Legende aus dem Småland handelt wo zwei Brüder um die gleiche Frau kämpfen.


Die dominierende Hauptstatue zeigt zwei mit Messern bewaffnete Kämpfer, die nach altem schwedischen Brauch mit Riemen aneinander gebunden sind, daher der Name Bältesspännare, Gürtelspanner.


Die vier Reliefs des Sockels erzählen bildlich den Handlungsablauf des Kampfes und sind von der Erzählung in Runenschrift begleitet, was viele Betrachter für ägyptische Hieroglyphen halten. Molin erhielt für die Bältesspännare die goldene Berliner Medaille für Kunst.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin