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Dienstag, 7. Dezember 2010

Pfefferkuchenhäuser in Göteborg und ganz Schweden

Zum siebten Mal organisiert das Hotel Gothia Towers in Göteborg in der Eingangshalle des Hotels nun bereits eine Ausstellung von Pfefferkuchenhäusern. Ideenreichtum und Originalität entscheiden, wer den ersten Preis bei diesem Wettbewerb gewinnt. Jeder, der sich im Dezember in Göteborg aufhält kann mit seiner Stimme das Ergebnis beeinflussen, da die Ausstellung öffentlich ist.


Lebkuchenhäuser findet man im Dezember jedoch nicht nur in den Gothia Towers in Göteborg, sondern in allen Konditoreien und vor allem auch auf den zahlreichen Weihnachtsmärkten der Stadt, da in vielen Familien Schwedens Weihnachten auch ein Synonyme für ein Pfefferkuchenhaus und natürlich auch für Pfefferkuchen (pepparkakor) ist.


Während man die Geschichte der Pfefferkuchen in der Geschichte sehr weit zurückverfolgen kann, so ist dies für die Pfefferkuchenhäuser weitaus schwieriger. Vermutlich kamen sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Deutschland aus nach Schweden, wo sie dann jedoch weniger mit Hänsel und Gretel in Verbindung gebracht wurden, sondern bis heute fast schon als Kunstwerke betrachtet werden.


Pfefferkuchenhäuser entwickelten sich in den 200 Jahren in Schweden fast zu einem Kultobjekt, wobei diese essbaren Gebäude heute alles zwischen einem lappländischen Zelt, einem Lusthaus und einem Schloss mit Nebengebäuden darstellen können. In jedem größeren Ort finden Wettbewerbe und Ausstellungen mit Lebkuchenhäusern statt und selbst im Architekturmuseum in Stockholm findet man seit 20 Jahren zu Weihnachten rund 100 sehr eindrucksvolle Pfefferkuchenhäuser, die Architekten und Bäcker bauen.


Auch im Familienkreis bauen viele ihre Lebkuchenhäuser, wenn auch in einfacherer Form, bei denen die Kinder sich dann vor allem an der Verzierung beteiligen dürfen, denn was ist schon ein Pfefferkuchenhaus, das nicht von Süßigkeiten überdeckt ist? Da nicht jeder Schwede Zeit hat auch den Teig selbst zu machen, findet man im Handel sowohl fertigen Teig als auch bereits vorgefertigte Lebkuchenhäuser, die nur noch mit Zuckermasse zusammengeklebt werden müssen und eine süße Dekoration verlangen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 2. Oktober 2009

Korsvägen, ein zentraler Platz in Göteborg

Kaum jemand in Göteborg denkt bei bedeutenden Plätzen der Stadt an Korsvägen, obwohl jeder Göteborger und jeder Besucher der Stadt hier schon irgendwann war, denn dieser Platz ist nicht zu umgehen wenn man Göteborg besucht und nicht nur, weil man am gleichnamigen Halteplatz schon aus- oder umstieg.


Das vermutlich bekannteste Gebäude am Korsvägen ist wohl die Svenska Mässan und die beiden Gothia Towers mit ihrem Restaurant auf der obersten Etage, das einen weiten Blick über Göteborg bietet. In der Svenska Mässan in Göteborg finden jedes Jahr rund 30 bedeutende Messen (darunter die Buchmesse und die Bootsmesse), statt und etwa 100 Konferenzen, die damit jedes Jahr 1 Million Besucher anziehen.


Korsvägen ist auch der Halteplatz für jene, die dem Vergnügungspark Liseberg einen Besuch abstatten wollen oder die das Universeum besuchen wollen. Das Universeum ist das größte Wissenschaftszentrum Skandinaviens in dem man an einem einzigen Tag den Weltraum, die Ozeane und den Regenwald entdecken kann. Über 400.000 Besucher machen jedes Jahr von diesem Angebot Gebrauch.


Nur wenige Schritte vom Universeum entfernt findet man ein weiteres bedeutendes Museum Göteborgs. Im Världskulturmuséet am Korsvägen entdecken jedes Jahr mehr als 200.000 Besucher die verschiedensten Kulturen der Welt. Wie auch die Ausstellungen in der Kunsthalle ist der Zugang zum Weltkulturmuseum, bis auf wenige Sonderausstellungen, kostenlos.


Und auch die öffentliche Kunst Göteborgs hat ihren Platz am Korsvägen in Göteborg. An der Svenska Mässan steht die Skulptur Silverbåge von Pål Svensson. Auf der anderen Seite des Platzes steht die Mädchengruppe Diskussion von Nanna Ullman, vor dem Världskulturmuséet hat sich Eino Hanski verewigt und an der Bus- und Straßenbahnhaltestelle geht man über die Abbildung der westschwedischen Küstenlinie mit Steinmalereien von Johan Henrikson, die an die Teilnahme Göteborgs an der Weltausstellung 1998 in Lissabon erinnert.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin