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Donnerstag, 13. Oktober 2011

Teste die Superkräfte der Natur im Universeum

Am 13. Oktober 2011 öffnete das populärwissenschaftliche Zentrum Universeum in Göteborg eine neue interaktive Ausstellung mit dem Thema „Teste die Superkräfte der Natur“, die sich zwar überwiegend an Kinder und Jugendliche wendet, aber auch jedem Erwachsenen zahlreiche Einblicke in die Geheimnisse der Natur bietet und ihnen die Einflüsse der Natur in das aktuelle Leben zeigt.


Ziel der interaktiven Ausstellung ist es eigentlich in die Haut eines Tieres zu steigen und, zum Beispiel, zu entdecken, wie eine Schlange einen Menschen sieht, wie man sich als Schnecke fühlen würde, was Mimikry bedeutet, warum ein Spinnennetz mit seinen feinen Fäden die größten Insekten gefangen nehmen kann oder wie so manches Tier eine Steile Wand erklettern kann, selbst wenn sie noch so glatt ist.


Auf spielerische Weise entdecken die Besucher jeden Alters welche Leistungen die Natur gebracht hat und wie viel die heutige Wissenschaft von Pflanzen und Tieren bereits gelernt hat, und auch noch lernen kann. Da die praktische Ausstellung mit seinen zahlreichen Anwendungen von der Universität Göteborg und der Technischen Hochschule Chalmers entwickelt wurde, werden alle Beispiele der Superkräfte der Natur in irgend einer Weise auch in der Technik verwendet oder man arbeitet an ihrer Entwicklung.


Natürlich zeigt die Ausstellung auch die bisherigen Grenzen der menschlichen Technik, denn noch ist es nicht gelungen den Faden einer Spinne synthetisch herzustellen, denn da diese feinen Fäden im Verhältnis stärker als Stahl sind, jedoch kaum etwas wiegen, könnte man dieses Material im Brückenbau anwenden, beim Flugzeugbau und tausend Dingen mehr, wobei man dann selbst Gebäude erdbebensicher bauen könnte. Wozu die Natur jedoch Jahrtausende brauchte, das kann der Mensch nicht in einem Leben nachempfinden.


Für Kinder und Jugendliche geht es bei den Superkräften der Natur natürlich nicht nur um die Entdeckung der Geheimnisse der Natur, sondern sie können in einer Experimentierabteilung auch die eigene Kreativität spielen lassen, wobei ihnen hierbei auch die Hilfestellung von Lehrern und dem Personal des Universeums nützlich sein kann, denn auch der Kreativität kann man bisweilen mit kleinen Tipps auf die Sprünge helfen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 16. Juni 2011

Gefährliche Schönheiten im Göteborger Universeum

Eine der kleineren Abteilungen im vierten Stock des Göteborger Wissenschaftsmuseums Universeum ist Tieren gewidmet, denen man eigentlich nicht in freier Natur begegnen will, da sie eine Waffe besitzen, die tödlich sein kann. Die meisten Tiere dieser Abteilung, die „Tödliche Schönheiten“ heißt, repräsentieren die gefährlichsten Giftschlangen aus der ganzen Welt und können, dank einem Schutz aus Glas, aus nächster Nähe betrachtet werden.


Die vermutlich friedlichste und am wenigsten gefährliche Schlange der Giftschlangensammlung des Universeum ist vermutlich die europäische Hornotter, die besser unter dem Namen Sandviper bekannt ist und vor allem in Südeuropa, insbesondere in Griechenland, vorkommt. Die Sandviper steht in ganz Europa unter Schutz und darf weder gefangen, noch getötet werden.


Im Universeum findet man allerdings auch die gefährlichste Schlange der Welt, nämlich den Inlandtaipan, der hinter Glas fast schon harmlos neben einigen der anderen etwas grösseren Schlangen wirkt. Das Gift, das bei einem einzigen Biss in das Opfer gespritzt wird, könnte im Grunde ungefähr 100 Menschen töten. Auch der Taipan, der in den Wüsten Australiens lebt, gehört zu den nicht aggressiven Schlangen Unfälle sind daher sehr selten.


Eine andere Giftschlange der Sammlung des Universeum in Göteborg, die giftigste Schlange Afrikas, enttäuscht viele der Besucher etwas, da die Kapkobra sich im Grunde nur wenn sie in Gefahr ist in der so typischen Pose zeigt und hinter Glas meist relativ ruhig in der Wärme liegt. Das Besondere dieser Schlange ist, dass sie in freier Natur ihre Eier sehr gerne in Termitenbauten legt, was ihr im Universeum natürlich nicht erlaubt wird.


Sehr interessant ist auch die Jameson Mamba, die auf der Jagd nach Vögeln vor allem in den Bäumen des afrikanischen Regenwaldes zu finden ist und auch im Universeum fast immer auf einem der Äste zu suchen ist. Wie fast alle Giftschlangen, so ist auch die Jameson Mamba nicht aggressiv und in der Natur durch ihr Tarnverhalten zwischen Blättern und Ästen kaum zu entdecken.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 9. Februar 2011

Molekul, Universeums Akutlabor in Göteborg

Diesen Frühling bietet das Universeum in Göteborg 14 Schulen im Västra Götaland mit dem Projekt Labbakuten, dem Akutlabor, das im Gesamtprojekt Molekulen eingeht, eine besondere Einführung in die Naturwissenschaft und die Welt der Medizin. Es handelt sich dabei um das Projekt Labbakuten, das sich an Schüler zwischen elf und dreizehn Jahren richtet.

Helene Odenjung leistet Erste Hilfe

Labbakuten entstand in einer Zusammenarbeit zwischen Universeum, der Technischen Hochschule Chalmers, der Göteborger Universität, dem Arzneimittelkonzern AstraZeneca und dem Ambulanzdienst des Västra Götalands. Das Projekt, das dieses Frühjahr startet, soll natürlich auch nach den Sommerferien fortgesetzt werden, damit möglichst viele Schulen von diesem Angebot profitieren können.

Wiederbelebung durch den Rettungsdienst

Alles beginnt mit einem Workshop für Lehrer, die im Universeum von einem Pädagogen des Universeums, einem Forscher von Chalmers oder der Göteborger Universität und dem Personal des Rettungsteams an Hand von praktischen Arbeiten in das gesamte Thema eingewiesen werden, damit sie ihre Schüler in bester Weise auf den kommenden Besuch vorbereiten können. Sie stellen hier ihre erste Tablette per Hand her und lernen selbst Blutwerte zu verstehen.

Eine Tablette entsteht in Handarbeit

In den Schulen erscheinen dann ebenfalls Pädagoge des Universeum und Forscher mit dem gesamten Material, das die Lehrer dann bereits kennen und hantieren können und die Geschichte beginnt mit einem Herzstillstand und Blaulicht, wo es weniger auf die Krankheit ankommt, sondern darauf mit welchen Methoden und Mitteln man Leben retten kann und wie der Informationsaustausch zwischen Rettungsdienst und Krankenhaus heute funktioniert.

Lehrer stellen Hautcreme, Gesichtscreme und Brausetabletten her

Im weiteren Verlauf entdecken dann die Schüler die Herstellung von Medikamenten, erfahren, warum ein gleiches Medikament in verschiedener Weise auf den Markt kommt und entdecken die Welt der Moleküle in einer Schmerztablette. Aber auch die Kosmetik kommt nicht zu kurz, denn während des Unterrichts werden auch Hautcreme und eine Brausetablette mit Vitamin C hergestellt, Dinge, die man in jedem Haushalt findet ohne die Zusammensetzung zu verstehen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Ein Tag Göteborgspass im Oktober

Viele Besucher Göteborgs, die ein Maximum von der Stadt sehen wollen, erwerben zuerst einmal den Göteborgspass, was im Sommer bisweilen eine bedeutende Ersparnis bedeuten kann, wenn auch weit von entfernt von jener, die die Werbung verspricht. Was aber, wenn man im Oktober, Januar, März oder einem anderen Nebensaison-Monat mitten in der Woche nach Göteborg kommt? Hier entdeckt man in der Regel, dass der Kauf ein Verlustgeschäft ist, da von den versprochenen Aktivitäten kaum eine zur Verfügung steht.

Göteborg im Wintermantel

Die erste Voraussetzung für eine Ersparnis ist bereits, dass man sich den Göteborgspass bereits vor seiner Ankunft in Göteborg kauft, damit man von den kostenlosen Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln profitieren kann. Allerdings kostet ein Fahrschein für 24 Stunden ohnehin nur 65 Kronen, der es zudem erlaubt, seine Kinder (bis 20 Jahren!) kostenlos mitzunehmen. Bei einer Drei-Tageskarte sind die Fahrten sogar noch billiger.

Eines der Aquarien um Universeum

Von all den teuren Angeboten, die man mit dem Göteborgspass „kostenlos“ nutzen kann, steht während der Woche nur das Universeum zur Verfügung. Wer sich daher für Naturwissenschaft in abenteuerlicher Atmosphäre interessiert, kann unter Umständen mit dem Göteborgspass einen kleinen Gewinn machen, vorausgesetzt, man interessiert sich noch für andere Museen, die man innerhalb der Öffnungszeit besuchen kann.

Im unterirdischen Flugmuseum Aeroseum

Da es während der Woche keinerlei Rundtouren oder Führungen gibt und selbst das Riesenrad still steht, so sollte man mit dem Göteborgspass, nach dem Universeum, auf jeden Fall den Utkikken im Läppstiftet hoch fahren und den Ausblick über Göteborg genießen. Um jedoch ein kleines Schnäppchen zu machen, muss man dann unmittelbar das Flugmuseum Aeroseum besuchen, da man die fünf städtischen Museen auch ohne Göteborgspass für 40 Kronen ein ganzes Jahr über besuchen kann und der Eintritt bis zum 25. Jahr ohnehin kostenlos ist.

Hommage à Textilia im Röhsska Museum

Da die meisten Museen zur Nebensaison nicht täglich geöffnet sind, das Volvo Museum zu weit außerhalb der Stadt liegt und die städtischen Museen mehrheitlich um 17 Uhr schließen, muss man sich nach dem Aeroseum beeilen noch eines der Museen zu besuchen, damit man vom Göteborgspass auch profitieren kann, wobei die Tagesbesucher, die mit den Booten aus Kiel kommen, bei diesem Programm anschließend vielleicht gerade noch bei einem Afterwork die Atmosphäre der Stadt entdecken können, bevor sie die Straßenbahn zurück zur Fähre nehmen müssen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 30. September 2010

TILT! im Universeum in Göteborg

TILT!, die jüngste interaktive, wissenschaftliche Ausstellung im Universeum in Göteborg hat den Untertitel „Utmana din Hjärna“, Fordere Dein Gehirn heraus. Morgens um zehn Uhr wurde TILT! von Sten Ljungström, dem wissenschaftlichen Leiter des Universeums, und den Göteborger Hirnforschern Michael Nilsson, Thomas Lindén und Rolf Ekman im Beisein einer ersten Schulklasse eröffnet.

Lernverhalten des Gehirns

TILT! Basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Hirnforschung und hilft dem Besucher auf spielerische und interaktive Weise seine Fähigkeiten und Neigungen besser kennen zu lernen und vieles über die Funktionsweise seines Gehirns zu erfahren. Für einen ausführlichen Besuch von TILT! sollte man sich auf jeden Fall mindestens 90 Minuten reservieren.

Vorbereitung zur Koordonation Hand-Auge

Auch wenn sich die interaktive Ausstellung mit ihrem pädagogischen Aufbau vor allem an Kinder und Jugendliche richtet und den wissenschaftlichen Unterricht in Schulen unterstützt, so sind die 80 Tests jedoch auch für Erwachsene ein aufschlussreiches Erlebnis, das dem Benutzer zeigt, wie man sein Gehirn besser zum arbeiten bringt und damit auch sein Gedächtnis und sein Koordinationsvermögen schulen kann.

Schmerzverhalten steuern

TILT! im Universeum in Göteborg ist in fünf Einheiten untergliedert. Die verschiedenen Übungen testen daher Erinnerung, Aufmerksamkeit, Konzentration, Problemlösung und Kreativität. Die unmittelbare Auswertung jedes Tests hilft dabei seine Stärke oder seine Schwäche zu erkennen um dann, mit gezielten Übungen, die „mangelhaften“ Neuronen wieder in Schwung zu bringen.

Unmittelbare Auswertung, die auf Wunsch in der eigenen Mailbox landet

Damit Lehrer TILT! auch gezielt in den Unterricht integrieren können, stellt die wissenschaftliche Leitung des Universeums Lehrern ein kostenloses, 47-Seitiges Handbuch zur Verfügung in dem nicht nur die Übungen und Tests beschrieben sind, sondern auch ausführliche Informationen zum Thema Gehirn zu finden sind. Während das im Download erhältliche Handbuch nur in Schwedisch zur Verfügung steht, ist die Ausstellung TILT! sowohl in Schwedisch, als auch in Dänisch und Englisch zugänglich.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 3. Juli 2010

Der Weg des Wassers im Universeum in Göteborg

Eine der Hauptausstellungen des wissenschaftlichen Museums Universeum in Göteborg zeigt den Weg des Wassers von Nord- nach Südschweden und von West- nach Ostschweden. In sehr kompakter Form und an Hand von zahlreichen Pflanzen und Tieren werden hier die verschiedenen Biotope der schwedischen Gewässer erklärt, Biotope die vor allem durch die unterschiedlichen Landschaften und die verschiedenen Jahreszeiten geprägt wurden.


Da Schweden vom ewigen Schnee und Eis der Gletscher bis zum milden Klima an der Westküste eine Variation aufweist, die man kaum in anderen Ländern findet, bietet das schwedische Milieu auch einen Artenreichtum der als einmalig bezeichnet werden kann und der in jeder Hinsicht von Wasser beeinflusst wird, und dies seit die letzte Eiszeit in Skandinavien zu Ende ging.


Der Weg des Wassers beginnt in Schweden auf einer Höhe von über 2000 Metern, dort, wo der Kebnekaise von einer meterdicken Eisschicht bedeckt ist und neuer Schnee fällt bevor der vorjährige tauen kann, an dessen Untergrenze dann das nordische Kahlgebirge beginnt, wo außer Flechten und Moosen nur wenige Pflanzen gedeihen und im Sommer überall Wasserrinnsale den Hang hinab laufen.


Hoch oben in den Bergen beginnt sich in den Flüssen und Seen das erste Leben im Wasser zu zeigen. Auf diesen extremen Höhen findet man zum Beispiel die schwedische Forelle, die zur Familie der Lachse gehört und über einen Meter lang werden kann. In den eiskalten und bis zu 200 Meter tiefen Bergseen Lapplands taucht dann auch der Saibling auf, ebenfalls ein typischer Fisch des Nordens.


Erst wenn man dann in die Wälder Schwedens eintaucht, findet man einen bedeutenden Artenreichtum, der im Universeum ebenfalls in kompakter Form nachgebildet wurde. Im Museum fliegen hier Singvögel durch die Lüfte, sitzen Wasservögel an Teichen und Frösche und Kröten nehmen ihre Reviere ein. Viele dieser Tiere entdeckt man nur mit Geduld und mit einem geübten Auge, da sie sich im Universeum wie in der Natur verhalten und auch gerne vor Feinden verstecken.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Dienstag, 23. Februar 2010

Die meist besuchten Einrichtungen in Göteborg

Ein Besucher, der 14 Tage in Göteborg verbringt, kann jeden Tag ein anderes Museum besuchen, die Stadt auf eine andere Art entdecken oder einen Ausflug besonderer Art machen, denn die Kanäle werden mit den Paddan-Booten befahren, zu den Schären oder der Älfsborgsfestung führen Ausflugsboote und auch die Pflanzenwelt kann an den verschiedensten Orten entdeckt werden.


Der Ort, der von fast jedem Besucher Göteborgs besucht wird ist der Vergnügungspark Liseberg. Viele, die Liseberg besuchen, denken dabei entweder an die zahlreichen Attraktionen für Kinder und Erwachsene oder an den jährlichen Weihnachtsmarkt. Aber Liseberg bietet weitaus mehr, denn auch der Lustgarten ist eine Entdeckung wert und die Welt von Evert Taube lässt einen der bedeutendsten Künstler Göteborgs entdecken. Und auch die Sammlung an Skulpturen in Liseberg führt den Besucher in die Welt der Kunst, abseits von den zahlreichen Attraktionen.


An zweiter Stelle hinsichtlich der Besucherzahl steht fast jedes Jahr der Botanische Garten Göteborgs, der mit seiner einzigartigen Sammlung zu unterschiedlichsten Jahreszeiten einen großen Besucherstrom anzieht. Während die Anlagen im Freien von jedem der Besucher eingehend besucht werden, denken viele nicht an die Sammlung an Orchideen, fleischfressenden Pflanzen und Gewächsen aus Australien, die sich im Gewächshaus befinden oder aber an die Ausstellungen und Veranstaltungen, die den Besuchern einen tieferen Einblick in die Welt der Pflanzen gewähren.


Besonders Jugendliche und Kinder werden vor allem vom Universeum angezogen, das den Besuchern in sehr ausführlicher Weise Wissenschaft, Raumfahrt oder das System und das Leben im Regenwald näher bringen. Verständlich, dass das Universeum daher von zahlreichen Schulen Schwedens besucht wird und die Anzahl der touristischen Besucher geringer ist als als bei anderen Einrichtungen der Stadt, was jedoch von den jüngeren wissensinteressierten Besuchern ausgeglichen wird.


Zu den vier Orten, die in Göteborg am meisten Besucher anziehen, gehört schließlich noch die Trädgårdsföreningen, der Gartenverein der Stadt. Auch hier werden jedes Jahr über 500.000 Besucher gezählt, die sich vor allem für die Rosensammlungen des Geländes interessieren und dabei oft die Sammlung an Skulpturen oder auch den Besuch des Gewächshauses mit seinen Ausstellungen versäumen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 2. Oktober 2009

Korsvägen, ein zentraler Platz in Göteborg

Kaum jemand in Göteborg denkt bei bedeutenden Plätzen der Stadt an Korsvägen, obwohl jeder Göteborger und jeder Besucher der Stadt hier schon irgendwann war, denn dieser Platz ist nicht zu umgehen wenn man Göteborg besucht und nicht nur, weil man am gleichnamigen Halteplatz schon aus- oder umstieg.


Das vermutlich bekannteste Gebäude am Korsvägen ist wohl die Svenska Mässan und die beiden Gothia Towers mit ihrem Restaurant auf der obersten Etage, das einen weiten Blick über Göteborg bietet. In der Svenska Mässan in Göteborg finden jedes Jahr rund 30 bedeutende Messen (darunter die Buchmesse und die Bootsmesse), statt und etwa 100 Konferenzen, die damit jedes Jahr 1 Million Besucher anziehen.


Korsvägen ist auch der Halteplatz für jene, die dem Vergnügungspark Liseberg einen Besuch abstatten wollen oder die das Universeum besuchen wollen. Das Universeum ist das größte Wissenschaftszentrum Skandinaviens in dem man an einem einzigen Tag den Weltraum, die Ozeane und den Regenwald entdecken kann. Über 400.000 Besucher machen jedes Jahr von diesem Angebot Gebrauch.


Nur wenige Schritte vom Universeum entfernt findet man ein weiteres bedeutendes Museum Göteborgs. Im Världskulturmuséet am Korsvägen entdecken jedes Jahr mehr als 200.000 Besucher die verschiedensten Kulturen der Welt. Wie auch die Ausstellungen in der Kunsthalle ist der Zugang zum Weltkulturmuseum, bis auf wenige Sonderausstellungen, kostenlos.


Und auch die öffentliche Kunst Göteborgs hat ihren Platz am Korsvägen in Göteborg. An der Svenska Mässan steht die Skulptur Silverbåge von Pål Svensson. Auf der anderen Seite des Platzes steht die Mädchengruppe Diskussion von Nanna Ullman, vor dem Världskulturmuséet hat sich Eino Hanski verewigt und an der Bus- und Straßenbahnhaltestelle geht man über die Abbildung der westschwedischen Küstenlinie mit Steinmalereien von Johan Henrikson, die an die Teilnahme Göteborgs an der Weltausstellung 1998 in Lissabon erinnert.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 28. September 2009

Schwedische Nationalparks vor dem Universeum in Göteborg

Nicht jede Ausstellung in Göteborg wird in einen Saal gepresst und dadurch nur jenen zugängig gemacht, die erst einmal ihre Schwellenangst überwunden haben. Wie schon die Ausstellung Signspotting Project vor dem Världskulturmuséet, so wurde nun auch eine Fotoausstellung über die Nationalparks Schwedens vor die Türen des Universeums gestellt, die rund um die Uhr betrachtet werden kann.


Der Anlass zur Ausstellung Nationalparks Schwedens ist das 100jährige Jubiläum der schwedischen Nationalparks. Vor genau hundert Jahren wurden in Schweden die ersten neun Nationalparks geschaffen und haben dadurch eine weltweite Bewegung ausgelöst, die zum Ziel hat die Natur zu schützen. Heute findet man in nahezu jedem europäischen Land Naturparks nach schwedischem Modell.


Um die Ausstellung Schwedische Nationalparks und das entsprechende Buch, zusammenzustellen, reiste der Fotograf Claes Grundsten jahrelang durch Schweden, erkletterte Berge, durchquerte Sumpfgebiete und trotzte häufig den Gewalten der Natur. Das Ergebnis dieser Reisen kann noch bis zum 11. Oktober vor dem Eingang zum Universeum in Großformat betrachtet werden.


Vor wenigen Tagen hat Schweden nun seinen 29. Nationalpark gegründet, in einem Land, von dem viele glauben, dass hier ohnehin die Natur dominant sei und ein entsprechender Schutz überflüssig sei. Sie vergessen dabei jedoch, dass der Kreislauf der Natur und das ursprüngliche Leben einer Region nur noch erhalten werden kann wenn es auch intensiv geschützt wird.


Claes Grundsten, der Fotograf der Bilder, hat mittlerweile 13 Bücher über die Natur Schwedens geschrieben und fotografiert. Er wurde 1996 der schwedische Naturfotograf des Jahres, erhielt 2001 den Pandabuchpreis und 2003 den Umweltpreis des Civilingenjörförbundets. Er gehört zu den zur Zeit weltweit bekanntesten Naturfotografen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin