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Freitag, 27. April 2012

Liseberg öffnet für die Sommersaison

Wenn morgen um 12 Uhr der Göteborger Vergnügungspark Liseberg seine Türen für die Sommersaison 2012 öffnet, so werden sich erstmals seit Jahren keine unendlichen Schlangen vor den Kassen bilden, denn aus den bisherigen neun Eingängen am Haupttor, wurden nun 19 Eingänge, was natürlich auch den Vorteil hat, dass man dort auch, neben dem Ticket, gleich die Fahrscheine für die Attraktionen erwerben kann.


Wer dann eine so bedeutende Neuerung wie den Freien Fall AtmosFear im vorigen Jahr sucht, wird vielleicht etwas enttäuscht, denn die bedeutendste Anschaffung war das Riesenrad, das sich bisher an der Oper befand und nun im Lustgarten von Liseberg zu finden ist. Wer jedoch bereit ist in Liseberg erneut eine Runde damit zu drehen, wird dies nicht bereuen, denn der Rundumblick über Göteborg ist überwältigend und nicht mit jenem an der Oper zu vergleichen.


Eine weitere Neuheit ist die JukeBox, ein Karussell, das nun in neuer Form zu finden ist, wobei sich die Autos nun etwas schneller drehen und man damit, begleitet von Rockmusik, auch neue Höhen erreicht. Um die Fahrt zu genießen sollte man allerdings schwindelfrei sein, da sonst fünf Minuten sehr lange werden können und die Notbremse während der Fahrt unerreichbar ist. Während der Probefahrt am 25. April waren die Kinder jedenfalls von der neuen, alten Attraktion begeistert.


Wer dieses Jahr neugierig auf die musikalische Darbietung von Liseberg ist, wird ebenfalls nicht enttäuscht, denn die Besitzer einer Jahreskarte können rund 70 Konzerte auf den Bühnen des Vergnügungsparks erleben und dabei einige der bedeutendsten Künstler Schwedens entdecken, aber auch einen Auftritt von Alice Cooper erleben oder zur Musik einer der Tanzbandbands zeigen können, dass die Schritte immer noch sitzen.


Nachdem die schwedische Regierung zum Januar die Mehrwertsteuer für Restaurants halbierte, hat sich Liseberg auch entschlossen diese Vergünstigung an seine Besucher weiterzugeben. Besonders interessant ist dabei das neue Restaurant Skeppsmagasinet, dem die Eisbar allerdings weichen musste. Das Skeppsmagasinet hat sich auf ökologische Fischgerichte spezialisiert, bietet aber auch anderen Gästen ein interessantes Angebot. Das neue Restaurant hat Platz für gleichzeitig 130 Essensgäste.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 4. Dezember 2011

Die Helfer des Weihnachtsmanns in Göteborg

Wer den Weihnachtsmarkt in Liseberg besucht, mit oder ohne Kinder, sollte einen Besuch in der Werkstatt des Weihnachtsmannes, der Tomtarnas Värld, nicht vergessen, eine kleine Wanderung in der Unterwelt mit hunderten von kleinen Wesen ohne die der Weihnachtsmann sich mit einem leeren Sack auf die Reise machen müsste, eine Welt, die man nur wenige Wochen vor Weihnachten entdecken kann.


Wer sich für 20 Kronen den Zugang zur Tomtarnas Värld, der Welt des Weihnachtsmanns und seiner Helfer, verschafft hat, erlebt in einer wunderbaren Grotte mit vorweihnachtlicher Atmosphäre all die kleinen Personen, die Weihnachtsgeschenke herstellen, für Weihnachtsschmuck sorgen und die leckersten Süßigkeiten für den Weihnachtsbaum vorbereiten.


Die kleinen Wesen sind unermüdlich am Werk, sitzen auf den Zweigen der Bäume, rühren in einem Topf vor einer lappischen Kote, stehen an einer Werkbank oder packen bereits die Geschenke ein, die dann in einem der Säcke des Weihnachtsmanns verschwinden. Für den Besucher ist der Alltag der Tomtenissar, wie die kleinen Wesen heißen, das Eintauchen in eine verborgene Welt des hohen Nordens, die um diese Jahreszeit von der ewigen Nacht und dem Nordlicht beherrscht wird.


Die Tomtarnas Värld sieht natürlich auch nicht wie eine der modernen Werkstätten aus, die man in unserer heutigen Welt findet, denn die Helfer des Weihnachtsmanns sind so alt wie der Weihnachtsmann selbst und benutzen daher auch Werkzeug aus einer lange vergessenen Zeit, kochen in alten Eisenkesseln und backen Plätzchen auf eine Weise der Großmütter und der Urgroßmütter. Es ist daher nicht nur wichtig, die kleinen helfenden Wesen zu betrachten, sondern auch die vielen Details, die sie umgeben.


Aber die Tomtarnas Värld im Göteborger Liseberg wäre natürlich nicht vollständig, wenn sich dort nicht auch die nordische Tierwelt tummeln würde und man auch noch Spielzeug sehen könnte, das schon lange vergessen ist, aber mit dem man noch vor 50 Jahren spielte, in einer Zeit, als es noch keine Computer und Handys gab. Wer all dies entdecken will, sollte sich auf jeden Fall eine halbe Stunde für die Welt des Weihnachtsmanns nehmen und etwas träumen.

Copyright Fotos und Text: Herbert Kårlin

Montag, 28. November 2011

Reiseunternehmer DerTour besucht Göteborg

Jedes Jahr organisiert der drittgrößte Reiseanbieter Deutschlands, DerTour, eine Reiseakademie, die in eines der zahlreichen Länder dieser Erde führt und dazu dienen soll neue touristische Ziele zu erschließen und den Anbietern der Reisen dabei hilft ein Land besser kennenzulernen. Ende November 2011 war das Ziel der Reise Schweden, genauer genommen Göteborg und Kiruna, zwei Extreme des nordischen Landes.

Ankunft in der Börse am Gustav Adolf Torg

Rund 600 Reiseanbieter und Journalisten, aufgeteilt in zwei Gruppen, begannen ihr Abenteuer in Göteborg, wo sie morgens, unmittelbar nach dem Frühstück, erst einmal in Form einer kleinen Theatervorstellung begrüßt wurden. Am 24. November spielte eine Schauspielerin eine Prostituierte, die Ende des 19. Jahrhunderts von der großen Auswandererwelle profitierte und den einfachen Leuten, die um diese Zeit in Göteborg auf ihre Schiffe warteten, das Geld aus der Tasche zog.

Eine Prostituierte Göteborgs Ende des 19. Jahrhunderts

Die Gruppe am 28. November bekam Gustav II. Adolf geboten, den Gründer der Stadt Göteborg, der weniger gut auf Deutschland zu sprechen war, da er dort beim Kampf mehrmals verletzt und schließlich getötet wurde. Als er dann jedoch entdeckte, dass die Anwesenden noch lebten und daher nichts mit seinem Tod zu tun hatten, wurde er etwas freundlicher und hieß die Besucher der Gruppe DerTour in seiner Stadt willkommen.

Anschließend wurde die Gesamtgruppe in kleine Gruppen zu je 12 Personen aufgeteilt, die dann in Begleitung zweier Führer, wobei jeweils einer deutschsprachig war, zu einer Entdeckungsreise durch die Stadt geschickt. Den Besuchern von DerTour wurde dabei die Welt der Schären und die bedeutendsten öffentlichen Einrichtungen der Stadt gezeigt, aber auch die heimlichen Einkaufstellen in kleineren Straßen. In regelmäßigen Zwischenräumen wurden Ihnen dann auch Spezialitäten Göteborgs geboten, damit sie auch die typischen Fleischröllchen (Köttbullar), Zimtschnecken und Göteborger Schokolade probieren konnten.

Die Eisbar in Liseberg

Zum Tagesabschluss wurden den Teilnehmern der DerTour Academy dann noch ein kleiner Blick auf den Weihnachtsmarkt Liseberg mit seiner weltbekannten Eisshow und der Welt der Weihnachtszwerge geboten, bevor sie dann am Abend, bei einem angenehmen Unterhaltungsprogramm, noch typisch westschwedische Küche geboten bekamen, der es zu verdanken ist, dass Göteborg im kommenden Jahr den Titel der "schwedischen Hauptstadt des guten Essens“ tragen wird.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 18. November 2011

Der Weihnachtsmarkt in Liseberg

Heute um 16 Uhr öffnet der Weihnachtsmarkt im Göteborger Vergnügungspark Liseberg zum zwölften Mal in Folge. Erneut finden die rund 500.000 Besucher sechs Wochen lang 900 Weihnachtsbäume mit 6,5 Kilometer langen Girlanden und nahezu fünf Millionen Lichtern in einer Umgebung, die im Sommer all das das bietet, was auch die anderen Vergnügungsparks dieser Welt anbieten. Nur um die Weihnachtszeit rücken die aufwendigen Attraktionen der Anlage in den Hintergrund.


Auch wenn dieses Jahr der neue Direktor Lisebergs weniger von Kunstschnee und Kunsteis begeistert ist als die bisherige Leitung und damit Lisebergs Weihnachtsmarkt etwas mehr nach jenem im Kopenhagener Tivoli steuert, findet man nach wie vor die Eisbar der Eiskünstler aus Jukkasjärvi und jedes Wochenende wird ein Kerneisblock aus Nordschweden in eine Skulptur verwandelt, die dann hoffentlich, trotz der Plusgrade, den Weihnachtsmarkt überleben soll.


Zu den Besonderheiten des Weihnachtsmarkts gehört auch die regelmäßige Eisshow, die, wie immer, weihnachtliche Geschichten erzählt, die dieses Jahr bis zum Nordpol reichen. Die Eistänzer jeden Alters werden bei ihrer Vorstellung, wie voriges Jahr, von den überdimensionalen Kaninchen Lisebergs begleitet. Zwischen den einzelnen Vorstellungen kann sich jeder Besucher der Anlage Schlittschuhe mieten und den Eiskunstläufern zeigen, dass man auch selbst eine Pirouette schaffen kann.


Während man an den rund 80 Ständen, die man dieses Jahr in Liseberg findet noch seinen Weihnachtsschmuck und einige besondere Geschenke erwerben kann, so lädt die Umgebung um das Gehege der Rentiere in die Welt Lapplands ein. Außer Silberschmuck aus dem hohen Norden, findet man hier vor allem typisches Essen aus Lappland, insbesondere Renwurst und Renfleisch, das man sonst nur sehr schwer in Göteborg erhalten kann.


Dort, wo man im Sommer Tanzen lernen kann, findet man zum Weihnachtsmarkt den Weihnachtsmann, der die Wunschzettel der Kinder in Empfang nimmt und den jüngsten Besuchern auch gerne alles über den Weihnachtsmann erzählt. Die Besonderheit dieses Jahres sind jedoch die weißen Liseberg-Kaninchen, die mit dem Weihnachtsmann nach Göteborg kamen und den Weihnachtsmarkt bevölkern. Diese Kaninchen haben auch einen eigenen Schlitten mitgebracht mit dem sie durch die Anlage fahren und immer wieder bei Kindern anhalten um ihnen ein kleines Geschenk zu überreichen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 11. September 2011

Livat på Landet im Göteborger Liseberg

Am 10. und 11. September 2011 findet im Göteborger Vergnügungspark Liseberg zum zwanzigsten Mal die kleine Landwirtschaftsmesse „Livat på Landet“ statt bei der die Besucher nicht nur landwirtschaftliche Produkte kaufen können, sondern auch auf amüsante Weise das frühere Landleben wieder entdecken, also die gemütliche Seite des Landlebens, ohne moderne Maschinen und computergesteuerte Anlagen.


Für die Liebhaber alter Traktoren und landwirtschaftlicher Geräte der 50er und 60er Jahre ist „Livat på Landet“, dem fröhlichen Landleben, ein Besuch auf jeden Fall wert, denn während der zwei Tage kann man in Liseberg eine Vielzahl an historische Traktoren und landwirtschaftlichen Maschinen nicht nur aus der Nähe sehen, sondern sie werden bei mehreren Vorführungen auch in Gang gesetzt, da jedes Ausstellungsstück noch heute voll funktionsfähig ist.

Alpakas in Liseberg

Kinder jeden Alters werden natürlich überwiegend von den Tieren angezogen, die man normalerweise nicht in der Stadt findet. In Liseberg können die jungen Besucher nicht nur Kälber, Schafe, Ziegen, Kaninchen und Enten aus aller Nähe betrachten und sogar streicheln, sondern sie finden selbst Alpakas, die kleinen Kamele, die ursprünglich in den Anden zu Hause waren, und erfahren wie Alpaka-Wolle gewonnen wird.

80 % wilde Mirabellen, 20 % Zucker von Ingalenna Lagergren

Aber auch wer landwirtschaftliche Produkte sucht, wird bei „Livat på Landet“ seine Funde machen, denn hier wird hausgemachte Marmelade, im Landgården hergestellte Wurst und schwedischer Honig jeder Geschmacksrichtung angeboten. Kaum an einer anderen Stelle wird man so viele eigene Honigmischungen finden wie während der kleinen Messe. An zwei Tagen im Jahr kann man in Liseberg, zum Beispiel, Honig mit Limegeschmack oder sogar mit Schokolade kosten.


Wer dann noch an den verschiedenen Marktständen entlang bummelt, kann natürlich auch frisch gebratene Maiskolben kosten, sich über biologische Hautprodukte informieren oder jede Art von Strohfiguren preisgünstig erwerben, die in Schweden eine lange Tradition haben. Auch die Fortentwicklung der Holzschnitzereien, die früher in nahezu jedem Bauernhof praktiziert wurde, findet man bei „Livat på Landet“ in Liseberg, denn heute versuchen sich immer mehr Schweden an der Skulptur mit der Motorsäge.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 11. Mai 2011

Der Lustgarten im Göteborger Liseberg

Auch wenn Liseberg vor allem als Vergnügungspark bekannt ist, so ist mit der Anlage auch eine bedeutende Grünfläche verbunden. Allein der Teil des reinen Vergnügungsparks gilt bereits als eine der grünsten Anlagen Europas wo hunderttausende von Bäumen, Büschen und Blumen den Besucher begrüßen. Während man von einer zur anderen Attraktion geht, kann man im Göteborger Liseberg auch nahezu alle Baumarten Schwedens entdecken.


Nichts war daher logischer, als dass Liseberg im Jahre 2008 denn auf einem bis dahin nicht erschlossenen Teil des Geländes auch einen Lustgarten anlegte in dem Kunst, Gewächse, Wasser und Erholung eine Einheit bilden. Rund 200 verschiedene Arten an Bäumen, Büschen und Blumen wurden hier liebevoll zu einem Kunstwerk arrangiert.


Der 20.000 Quadratmeter große Lustgarten in Liseberg ist durchzogen von mehreren schmalen schattigen Wegen von denen aus man von Frühling bis Herbst unterschiedliche Blumen blühen findet und man nahezu nach jeder Biegung auch auf ein Kunstwerk stößt, das die Schönheit der Pflanzen mit künstlerisches Schaffen verbindet.


Eine Wiese, die von einem Rinnsal durchzogen wird, das von der architektonischen Wassertreppe zum Wasserfall in Liseberg führt, lädt zu einem Picknick ein und erlaubt es Kindern sich etwas auszutoben. Bis auf wenige Wochenende ist der Lustgarten in Liseberg eine ruhige Oase, auf der man kaum fühlt in einem Vergnügungspark mit zahlreichen Attraktionen zu sein.


Leider ist der Lustgarten Lisebergs nur über den Haupteingang zur gesamten Anlage zu erreichen, was bedeutet, dass man eine Eintrittskarte kaufen muss. Dies ist auch der Grund, warum der Lustgarten nur während der Öffnungszeiten Lisebergs besucht werden kann und Naturliebhaber während der anderen Epochen und Zeiten den Kungsparken, den Slottsskogen oder den Botanischen Garten als grüne Oase benutzen müssen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 7. Mai 2011

Die Gartentage im Göteborger Liseberg

Jedes Jahr bietet der Vergnügungspark Liseberg Anfang Mai eine der größten Gartenmessen Schwedens, bei der man sich über neue Trends informieren kann, wo man aber auch seine Zimmer-, Balkon- oder Gartenpflanzen erwerben kann und gleichzeitig eine Runde im Lustgarten des Parkes drehen, oder die eine oder andere Attraktion der Anlage testen kann.


Auch wenn viele bei Garten erst einmal an Blumen, Gemüse und Ziersträucher denken, die während der vier Tage der Messe selbstverständlich auch in Liseberg angeboten werden, so ist ein schwedischer Garten jedoch weitaus mehr als nur eine grüne Oase. Für viele ist der Garten eine Kultur, ein Raum, in dem man den größten Teil des Sommers verbringt.


Der Garten ist daher der Ort, an dem man seinen Grill stehen hat, wo Gartenmöbel zu finden sind, wo aber auch Kleinigkeiten zu entdecken sind, die einen Garten ebenso persönlich machen wie die Wohnung. Selbst wenn es in Schweden keine Gartenzwerg-Kultur gibt, so findet man jedoch auch hier künstlerisch gestaltete Tiere, kleine Waldtrolls und natürlich eine Vielzahl an kleinen Laternen, die selbst dann eine Atmosphäre verbreiten, wenn es nicht vollständig Nacht wird.


Auch wer sich für Blumengestecke und Blumenkunst interessiert, kommt während der Liseberg Gartenmesse auf seine Kosten, da das Munkeröds Ausbildungszentrum jedes Jahr auf der großen Bühne des Vergnügungsparks seine Kunstfertigkeit zeigt. Während es voriges Jahr, zum Anlass von Victorias Hochzeit, „verblumte“ Brautkleider und Brautgestecke waren, handelt es sich dieses Jahr um Einrichtungsgegenstände und Gartendekoration, die mit tausenden von Blumen hergestellt oder verziert wurden.


Wer mehr praktisch eingestellt ist und dabei an Essen denkt, kann natürlich auch Köche beobachten, die Menüs für den Garten herstellen, an einem der Stände schwedische und exotische Früchte kaufen oder verschiedene schwedische Honige und Konfitüren kosten. Allerdings sollte man sich während der Gartentage so früh wie möglich in Liseberg einfinden, da man sonst zu Platzangst neigen kann.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 23. April 2011

AtmosFear, die neue Attraktion in Liseberg

Der Vergnügungspark Liseberg in Göteborg bietet jedes Jahr neue Attraktionen um seinen Besuchern wirklich etwas bieten zu können. Dieses Jahr handelte es sich um eine wahre Sensation, auf die am Eingang des Vergnügungsparks eine lange Schlange bereits Stunden vor dem Startschuss wartete.


Die Attraktion dieses Jahres nennt sich AtmosFear und ist ein Turm, der den Free Fall aus ungeahnten Höhen erlaubt, denn Liseberg ist es gelungen, den höchsten freien Fall Europas bei Rekordgeschwindigkeit zu bieten. Die Turmhöhe von 116 Metern erlaubt einen freien Fall von 110 Kilometern die Stunde, eine Geschwindigkeit, die dem Benutzer kaum Zeit zum Denken gibt.


Jeweils 36 Personen finden in den Sicherheitssitzen Platz, die dann wie von magischer Hand in eine schwindelnde Höhe transportiert werden. Während der Fahrt hat man einen einzigartigen Blick über Göteborg, auch wenn man während der rund 100 Sekunden, die die Fahrt dauert, nur einen Bruchteil der Stadt sehen kann.


Am höchsten Punkt angekommen, wird das Gefährt dann ausgeklickt und man landet nach einem freien Fall von guten drei Sekunden knapp über der Röhre, die dann zum Ausgangspunkt der Reise zurückführt. Das Gefährt wird hier von starken Magnetbremsen zum Halten gebracht. Beim Bremsen erlebt man die maximal zulässige G-Kraft von Vier.


Wer sich keine Einzelfahrscheine zu je 80 Kronen pro Fahrt kaufen will, zuzüglich dem Eintritt, hat dieses Jahr die Möglichkeit sich eine Alles-Inklusive-Tages-Karte für 365 Kronen (Kinder unter 110 Zentimeter 185 Kronen) zu kaufen, bei der der Eintritt und die Fahrt mit allen Attraktionen des Parkes inklusive ist. Um AtmoseFear erleben zu dürfen, muss man mindestens 140 Zentimeter groß sein.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Eisskulpturen beim Weihnachtsmarkt in Liseberg

Eine der großen Attraktionen des Göteborger Weihnachtsmarkts in Liseberg sind die Eisskulpturen und das Design der Eisbar. Während die Struktur der Eisbar vom vorigen Jahr übernommen wurde, so war es dennoch nötig die Innenausstattung zu erneuern und ihr ein neues Styling zu bieten. Eisskulpturen dagegen mussten wegen ihrer Vergänglichkeit neu gefertigt werden.


Während sechs Samstagen stehen daher jeweils ein oder zwei Künstler vor einem Eisblock, der 210 x 75 x 100 cm groß ist um diesen mit Motorsäge, Eispickel und Meißel in eine Skulptur zu verwandeln. Das Eis wird in Kühlwagen vom Torne Älv bei Jukkasjärvi nach Göteborg transportiert, wo die fertigen Skulpturen dann langsam schmelzen werden.


Die Künstler haben jeweils einen Tag Zeit um ihre Skulptur fertigzustellen und müssen daher sehr zügig arbeiten, zumal einige von ihnen bisher nie in Eis skulptiert haben, sondern an weitaus härtere Materialien gewohnt sind. Gemeinsam ist diesen Künstlern jedoch, dass sie für das Eishotel in Jukkasjärvi und teilweise auch bereits für Liseberg gearbeitet haben.


Eisskulpturen wurden vor allem durch das Eishotel in Jukkasjärvi bekannt, wo auch Eisskulpturkurse stattfinden, und treffen in den letzten Jahren auf ein ständig steigendes Interesse, nicht nur in Schweden. Viele Städte wollen auf Weihnachtsmärkten oder zu Weihnachten die Entstehung einer solchen Skulptur zeigen. Selten ist jedoch, dass man, wie in Liseberg, sechs verschiedene Skulpturen finden kann, die von sehr unterschiedlichen Künstlern hergestellt werden.


Liseberg hat dieses Mal das Glück, dass mit der Eröffnung des Weihnachtsmarkts Kälte und Schnee in Göteborg erschienen und auch blieben. Bei üblichen Temperaturen, die man in diesen Jahreszeit in Göteborg erlebt, überleben Eisskulpturen kaum eine Woche, denn bei nur vier Plusgraden taut eine Skulptur von zwei Metern Höhe in nur vier Tagen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 13. Dezember 2010

Die Krönung der Lucia in Göteborg

Mädchen und junge Frauen, die in Göteborg zur Lucia gekrönt werden wollen, müssen einen langen Weg und große Anstrengungen in Kauf nehmen. Die erste Hürde ist natürlich in den Stab der sieben Kandidatinnen aufgenommen zu werden, denn unter jährlich rund 100 Anwärterinnen haben nur jene eine Chance, die auch eine gute Stimme haben und bei den ersten Gesprächen zeigen, dass sie sozial sehr offen sind.


Bereits im Oktober müssen sich die Bewerberinnen auf den Lucia-Titel des Jahres anmelden und vor eine Jury treten. Im Jahre 2010 konnte man für die sieben Kandidatinnen 72 Bewerberinnen rechen, die zwei Tage lang vor einer Jury treten mussten um einzeln und in Gruppe zu singen und ein ausführliches Gespräch mit der Jury zu führen. 21 junge Frauen hatten es letztendlich geschafft in die Endauswahl zu geraten Am Abend des 10. Oktober wurde dann sieben unter ihnen eine rote Rose überreicht.


Für die Ausgewählten begannen nun sechs Wochen an intensiver Vorbereitung, da sämtliche Lieder sitzen müssen und die Choreographie einstudiert werden muss, da ab Ende November die Ausscheidung beginnt, die den Teilnehmerinnen kaum noch Freizeit lässt und jede ihrer Vorstellungen von Erfolg gekrönt sein muss.


Am 25. November ziehen dann die sieben Kandidatinnen für drei Wochen ins Hotel, legen im städtischen Museum das Luciadiplom ab und beginnen, einem Popstar ähnlich, von einem Konzert zum anderen zu ziehen. Täglich sind rund 10 Termine von der Gruppe einzuhalten, was bedeutet, dass für Familie oder Freunde kaum mehr als einige Minuten bleiben.


Zwischen dem 25. November und dem 12. Dezember wählten dann die Bewohner Göteborgs per SMS ihre Favoritin, die dann am Abend des gleichen Tages im Rahmen einer Allsångveranstaltung mit Lotta Engberg auf der großen Bühne von Liseberg zur Lucia 2010 gekrönt wurde. Anschließend zog Lucia 2010 mit ihren Hofdamen, in Begleitung eines Fackelzugs und bei musikalischer Begleitung, zum Luciakonzert in der Vasakirche Göteborgs.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 11. November 2010

Der Weihnachtsmarkt öffnet in Liseberg, Göteborg

Am 12. November um 16 Uhr beginnt im Vergnügungspark Liseberg die Weihnachtssaison mit dem elften Weihnachtsmarkt, der sich mittlerweile mit über 500.000 Besuchern zum größten Weihnachtsereignis Schwedens entwickelte. Rund fünf Millionen Lichter, über sechs Kilometer Girlanden und 850 Weihnachtsbäume erwarten dieses Jahr die Besucher, wobei der künstliche Schnee, Eisbahn und Skihügel natürlich nicht vergessen werden dürfen.


Der jährliche Weihnachtsmarkt in Liseberg lässt den Besucher jedoch nicht nur die Weihnachtsstimmung Göteborgs entdecken, sondern führt den Gast auch in den hohen Norden, denn im Lapplandsområdet findet man die Gäste aus dem hohen Norden, die an ihren Ständen Renschinken, Renwurst, aber auch das lappländische Dünnbrot, warmen Birkensaft und selbst das nordische „Renkebab“ anbieten.

In der Arche des Nordens

Wie bereits im letzten Jahr sind auch die Gäste aus Jukkasjärvi wieder beim Weihnachtsmarkt in Liseberg vertreten. Sechs nordischen Eiskünstler werden erneut mit Motorsäge und Eispickeln sechs Skulpturen aus Kerneis schaffen und die vollkommen neu gestaltete Eisbar bietet bei fünf Minusgraden „wärmende“ Getränke. Da in der Eisbar immer Minusgrade herrschen, darf man für den Besuch auch in einen speziellen Thermosmantel schlüpfen.

Im DesignTorget in Liseberg

Auch wenn während des Weihnachtsmarkts nur etwa 20 der üblichen Sommerattraktionen geboten werden, so werden die Besucher nun dadurch entschädigt , dass sie den Weihnachtsmann in der Polketten besuchen können, einen Blick auf die Welt der Trolle und Gnome werfen dürfen, die Arche des Nordens mit alten Tierarten Schwedens entdecken und sie auch zwischen den Vorstellungen auf der Eisbahn Schlittschuh laufen können.

Dekoration in der Eisbar

Wer auf dem Weihnachtsmarkt in Liseberg ein besonderes Geschenk sucht, sollte auch den DesignTornet besuchen, wo in den Weihnachtswochen der Markt der Kunsthandwerker eingerichtet wurde und der Besucher typisch schwedisches Kunsthandwerk und Designprodukte des nordischen Landes entdecken kann. Falls der Besuch Lisebergs auf einen Sonntag fällt, so kann man beim Allsång schließlich auch noch bei den weihnachtlichen schwedischer Lieder bekannte Künstler dabei begleiten.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Symbole Göteborgs

Jede Stadt hat seine Symbole, wobei man jedoch einen Unterschied dazwischen machen muss was touristisch als Symbole betrachtet wird, was ein Besucher der Stadt als Symbol empfindet und was die Bewohner der Stadt selbst als Symbol empfinden. In Göteborg findet man daher vier verschiedene Hauptgruppen an Symbolen, die sich jeweils an eine bestimmte Gruppe richten.


Wenn man die Bewohner Göteborgs fragt, so werden viele die Johanna am Brunnsparken, den Kopparmärran am Kungsportsplatsen, die Statue von Gustav II Adolf und den Schlosswald nennen, da man sich hier trifft, entspannt oder, wie im Fall des Schlosswaldes, auch feiert. Es handelt sich daher um Stellen, an denen das Leben pulsiert.


Verantwortliche für den Tourismus der Stadt sprechen lieber von Liseberg, der Avenyn, dem Riesenrad, der Götheborg, Haga und der Feskekôrkan, da hier der finanzielle Aspekt des Tourismus nicht vergessen werden wird und das Symbol mit einer Aktivität verbunden werden muss, die einen Besucher auch beschäftigt und zum Kauf bewegt.


Wer sich mehr für imposante oder geschichtsträchtige Bauten interessiert, wird bei einem Symbol Göteborgs unmittelbar an die Nya Älvsborgsfestung denken, an die Masthuggskyrkan, sowie an die alte Festungen Skansen Kronan und Skansen Lejonet, obwohl Göteborg über weitaus ältere und architektonisch interessantere Gebäude verfügt, die jedoch in die Stadt eingebettet wurden und daher nicht unmittelbar ins Auge fallen.


Wer jedoch mit eigenem Boot oder einer Fähre aus Deutschland oder Dänemark nach Göteborg kommt, wird erneut andere Bauwerke mit Göteborg verbinden, angefangen von der Insel Vinga, dem ersten Zeichen der Stadt, bis zur Älvsborgsbron und schließlich der wartenden Frau des Seemanns, die auf ihrem Turm neben dem Seefahrtmuseum über den Göta Älv blickt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 2. September 2010

Das Erlebnis Riesenrad in Göteborg

Seit Frühjahr 2010 verfügt Göteborg über ein Riesenrad, das für zwei Jahre bei Lilla Bommen aufgestellt bleibt, bevor es dann nach Liseberg verlegt wird. Die lange Polemik und der Rechtsstreit, der dem Aufbau vorausging sind abgeschlossen und über die Rentabilität des Riesenrads gibt es keine sichere Aussage. Besucher Göteborgs nutzen das Angebot vor allem in der Hoffnung von oben aus ganz Göteborg zu entdecken.


Jene, die Fotos machen wollen, müssen sich leider entscheiden welche Seite der Stadt sie fotografieren wollen, denn den ganzen Nachmittag über scheint die Sonne von der Innenstadt aus auf die Gondeln des 60 Meter hohen Riesenrades, das den Namen Göteborgshulet erhielt, was die Dächer der Innenstadt nur im Gegenlicht zeigt. Oder man muss für die etwa 20 Minuten lange Fahrt einen grauen Tag wählen.


Von der höchsten Stelle des Riesenrads aus ist der Blick Richtung Hisingen beeindruckend, auch wenn er nicht mit einem Blick auf die Stadt vom Ramberget, dem Turm der Seejungfrau, der Aussicht von der Masthuggskyrkan oder selbst dem Riesenrad in Liseberg verglichen werden kann. Für viele dürfte der Unterschied vor allem das Kribbeln im Bauch sein, wenn die Gondel an der höchsten Stelle für eine Minute verweilt und leicht im Winde schaukelt.


Einen fantastischen Blick in 60 Meter Höhe findet man Richtung Älvsborgsbron, der die Werftanlagen, den Göta Älv, Ramberget, das TV-Haus, sowie den Freihafen und vor allem den Hafen von Lilla Bommen, der vom Läppstiftet und der Barken Viking dominiert wird, von der besten Seite zeigen. Bereits der Freihafen mit seiner Rennstrecke wirkt nur, wenn eine der Fähren nach England oder ein Kreuzfahrtschiff dort vor Anker liegt.


Wenn man Richtung Gasglocke und den Skansen Lejonet blickt, so entdeckt man die Hügelkette am Rande Göteborgs und hat den schwarzen Löwen auf dem Dach des früheren Festungsgebäudes fast zum Greifen nahe. Leider wird das Gullbergskajen mit seinen historischen Booten von grauen Gebäuden verborgen, ebenso wie auf der anderen Seite Eriksberg und Lindholmen überwiegend unsichtbar bleiben. Auch die breiten Straßen, die Bahngleise und die Reihe parkender Busse und Lastwagen zeigen Göteborg leider nicht von der besten Seite.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin