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Dienstag, 23. Februar 2010

Die meist besuchten Einrichtungen in Göteborg

Ein Besucher, der 14 Tage in Göteborg verbringt, kann jeden Tag ein anderes Museum besuchen, die Stadt auf eine andere Art entdecken oder einen Ausflug besonderer Art machen, denn die Kanäle werden mit den Paddan-Booten befahren, zu den Schären oder der Älfsborgsfestung führen Ausflugsboote und auch die Pflanzenwelt kann an den verschiedensten Orten entdeckt werden.


Der Ort, der von fast jedem Besucher Göteborgs besucht wird ist der Vergnügungspark Liseberg. Viele, die Liseberg besuchen, denken dabei entweder an die zahlreichen Attraktionen für Kinder und Erwachsene oder an den jährlichen Weihnachtsmarkt. Aber Liseberg bietet weitaus mehr, denn auch der Lustgarten ist eine Entdeckung wert und die Welt von Evert Taube lässt einen der bedeutendsten Künstler Göteborgs entdecken. Und auch die Sammlung an Skulpturen in Liseberg führt den Besucher in die Welt der Kunst, abseits von den zahlreichen Attraktionen.


An zweiter Stelle hinsichtlich der Besucherzahl steht fast jedes Jahr der Botanische Garten Göteborgs, der mit seiner einzigartigen Sammlung zu unterschiedlichsten Jahreszeiten einen großen Besucherstrom anzieht. Während die Anlagen im Freien von jedem der Besucher eingehend besucht werden, denken viele nicht an die Sammlung an Orchideen, fleischfressenden Pflanzen und Gewächsen aus Australien, die sich im Gewächshaus befinden oder aber an die Ausstellungen und Veranstaltungen, die den Besuchern einen tieferen Einblick in die Welt der Pflanzen gewähren.


Besonders Jugendliche und Kinder werden vor allem vom Universeum angezogen, das den Besuchern in sehr ausführlicher Weise Wissenschaft, Raumfahrt oder das System und das Leben im Regenwald näher bringen. Verständlich, dass das Universeum daher von zahlreichen Schulen Schwedens besucht wird und die Anzahl der touristischen Besucher geringer ist als als bei anderen Einrichtungen der Stadt, was jedoch von den jüngeren wissensinteressierten Besuchern ausgeglichen wird.


Zu den vier Orten, die in Göteborg am meisten Besucher anziehen, gehört schließlich noch die Trädgårdsföreningen, der Gartenverein der Stadt. Auch hier werden jedes Jahr über 500.000 Besucher gezählt, die sich vor allem für die Rosensammlungen des Geländes interessieren und dabei oft die Sammlung an Skulpturen oder auch den Besuch des Gewächshauses mit seinen Ausstellungen versäumen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Dienstag, 3. November 2009

Die Kungsportsbron in Göteborg

Die Kungsportsbron erhielt ihren Namen nach dem alten Stadttor Kungsport, die die Befestigungsanlagen und das Land mit der von Gustav II. Adolf gegründeten Stadt Göteborg innerhalb des Wallgrabens verband. Diese erste Brücke war eine Zugbrücke, die bei Gefahr oder Angriff hochgezogen wurde und die Stadt durch den Vallgraven geschützt wurde.


Aber auch nachdem die Stadtmauern abgerissen waren, die Befestigungen außerhalb des Vallgravens sich zu Wiesen verwandelten und das Stadttor verschwand, benötigte man weiterhin eine Brücke an dieser Stelle. Im Jahre 1810 entstand auf diese Weise die Gamlestanbro, die jedoch nach Entstehung des Stora Teatern in Teaterbron umbenannt wurde.


Auch diese Brücke aus Stein überlebte das Jahrhundert nicht und schon 1898 begann man die heute sichtbar Brücke zu errichten. Eugen Thorburn, der Architekt, wählte für den Bau einen zu jener Zeit modernen italienischen Renaissancestil und benutzte für den Bau den bekannten Granit aus dem nahen Bohuslän. Bereits 1901 konnte dann die neue Brücke von König Oscar II. geöffnet werden.


Die heutige Kungsportsbron ist 45 Meter lang und 23 Meter breit. Sie wurde bereits beim Bau mit 12 Straßenlampen in Kandelaberform geschmückt in denen 40 Leuchter die Brücke bei Nacht erleuchten. Die detailreiche Arbeit mit Motiven aus der sagenumwobenen Meereswelt wurde von Göteborgs Mekaniska Verkstad, den späteren Götaverken ausgeführt.


Zu Fuße der Brücke liegen die Paddan-Boote, mit denen man Göteborg vom Wasser aus entdecken kann. An der Stelle wo man heute zu den Booten gelangt war ursprünglich die erste offizielle Wasserstelle Göteborgs, die per Wasserleitung mit der Kallebäcks källa verbunden war, die seit ihrer Einweihung durch Gustav III. im Jahre 1787 eigentlich Gustafs källa heißt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin - Originalstich: Stadsmuseum Göteborg

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Der Kungsportsplatsen in Göteborg

Der Kungsportsplatsen in Göteborg ist eine jener Stellen, die wohl jeder Besucher Göteborgs ein- oder mehrmals betritt, auch wenn es vielleicht nur auf dem Weg zu den Paddan-Booten, zur Trädgårdsföreningen, dem Kungsparken, der Saluhallen oder der Avenyn ist. Der Kungsportsplatsen ist zu zentral gelegen als dass man ihn umgehen könnte.


Der Kungsportsplatsen erhielt, wie auch die Kungsportsavenyn und die Kungsportsbron seinen Namen nach dem früheren Stadttor, das der Hauptzugang zur Stadt inom Vallgraven war. Sein Kennzeichen ist der Kopparmärran, der früher mitten auf dem heutigen Verkehrsknotenpunkt stand und den wohl halb Göteborg als bedeutendsten Treffpunkt der Stadt ansieht.


Der Kopparmärran, das Kennzeichen des Kungsportsplatsen soll an ein früheres Göteborg erinnern, das sich weit außerhalb des Vallgravens befunden hat. Karl IX hat daher einen weitaus bedeutenderen Platz eingenommen als Gustav II Adolf, der die Stadt inom Vallgraven wirklich zur Stadt machte und sich heute mit einer Reiterstatue außerhalb des Stadtzentrums zufrieden geben muss.


Eines der bedeutendsten Gebäude des Kungsportsplatsen ist das alte Kino Palladium von 1917, das seine erste Vorstellung am 14. August 1917 mit En piga bland pigor hatte und 1028 Personen einen Platz bot. Am 17. Februar 2008 fand im Gebäude die letzte Kinovorstellung statt und die Zukunft des Gebäudes ist nun ungewiss.


Außer einem Restaurant mit Café findet man auf dem Kungsportsplatsen noch das größte Verkehrsamt der Stadt in dem man nicht nur einen kostenlosen Stadtplan und andere touristische Broschüren bekommt, sondern auch Souvenirs erwerben kann und Plätze für zahlreiche Veranstaltungen buchen kann. Auch die Krimiwanderung auf den Spuren von Irene Huss und Kommissar Winter hat ihren seinen Ausgangspunkt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 19. September 2009

Ruderwettkampf zwischen Chalmers und Universität in Göteborg

Am Sonntag, den 19. September, fand der dreizehnte akademische Ruderwettkampf zwischen den Studenten der verschiedenen Hochschulen Göteborgs statt, der logischer Weise vom jährlichen Wettkampf im englischen Cambridge inspiriert ist. Bei herrlichem Sonnenschein und absoluter Windstille konnten die verschiedenen Gruppen an den Start gehen.


Am akademischen Ruderwettbewerb nahmen rund 350 Studenten der Universität Göteborg, der Hochschule Chalmers, der Handelshochschule und einiger anderer universitärer Einrichtungen der Stadt teil.


Die Ausscheidungen des Akademischen Ruderwettkampfes finden in Uppsala, Linköping, Stockholm, Malmö und Göteborg statt. Teilnehmen kann jeder Student oder Angestellte einer akademischen Einrichtung. Die einzige Voraussetzung ist, dass die Gruppe eines Bootes in irgendeiner Weise zusammenarbeitet.


In Göteborg wurde die 300 Meter lange Strecke in den Rosenlundskanal vor die Feskekôrka gelegt, einen Platz, der den Teilnehmern nur bisweilen von den Paddan-Booten streitig gemacht wurde. Jedes Boot hat vier Ruderer und einen professionellen Steuermann. Um den Wettkampf zu gewinnen muss man die Strecke in etwa 50 Sekunden meistern, was eine beträchtliche Anstrengung und viel Übung darstellt.


Der Ruderwettkampf vor der Feskekôrka ist jedoch nicht nur ein akademischer Wettkampf, sondern auch ein Anlass zum Feiern, denn bis in den Abend hinein findet man Musik und Unterhaltung auf dem Fisketorg am Rosenlundskanalen, wo natürlich nicht nur Studenten und Akademiker willkommen sind.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 28. August 2009

Der Stora Hamnkanalen in Göteborg bis zum Slussplatsen

Des neue Göteborg sollte bei seiner Gründung im Jahre 1621 nach holländischem Vorbild erbaut werden wo Kanäle eine wichtige Rolle spielen. Zum einen sollten sie die Stadt trocken legen, zum anderem die Stadt zu einem einzigen großen Hafen machen. Den Haupthafen, den Stora Hamnen, bildete dabei der heutige Stora Hamnkanalen.


Der Stora Hamnkanalen mündet am Stenpiren in den Göta älv, nachdem sein Wasser unter der Brücke Stora Bommens bro, die man wegen seiner geringen Höhe in Göteborg Osthyvel (Käsehobel) nennt, geflossen ist. Auf der anderen Seite des Kanals sieht man noch das alte Zollhaus, das heute das Casino Cosmopol beherbergt. An dieser Stelle kamen die meisten Waren nach Göteborg und hier verließen auch die Auswanderer das Land.


Auf beiden Seiten des Kanals sieht man dann die reich verzierten Bauten aus dem 19. Jahrhundert in dem einige der bedeutendsten Göteborger wohnten. Der Lilla Torget mit der Statue von Jonas Alströmer und dem Wijksa Huset verdient dann eine besondere Beachtung bevor auf der Seite „außerhalb des Vallgravens“ das Gebäude der Schwedischen Ostindien Kompanie, die Deutsche Kirche und der Gustav Adolf Torg auftauchen.


An den Lejontrappor, die von zwei Bronzelöwen bewacht werden und wo früher zahlreiche Handelsschiffe anlegten ist heute ein Treffpunkt für Göteborger. Dahinter öffnet sich ein Blick auf den Brunnsparken mit der Skulptur Johanna im Brunnsparken. Der Stora Hamnkanalen verengt sich an dieser Stelle wo die Paddan-Boote unter der Fontänbron, der Brunnsparksbron und der Fredsbron passieren.


Bevor der Stora Hamnkanalen am Slussplatsen sein Ende findet, entdeckt man auf der linken Seite noch das monumentale Gebäude des Hauptbahnhofs am Drottningstorget. Während der Stora Hamnkanalen am Slussplatsen zum Vallgraven wird trennt ihn eine Schleuse vom 1 Kilometer langen Fattighusån, der für Boote einst eine Verbindung zum Mölndalsån bot und heute noch von den Julpaddan bis Liseberg benutzt wird.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Dienstag, 18. August 2009

Mit der Älvsnabben in Göteborg unterwegs: Von Klippan bis Lilla Bommen

Für viele Göteborger sind die Älvsnabben nichts anderes als eine Möglichkeit den Göta älv zu überqueren, sei es um zur Arbeit oder zur Schule zu gelangen, sei es um auf der anderen Seite des Flusses spazieren zu gehen oder sich zu einem Picknick am nördlichen Älvstrand zu treffen. Nur wenige wissen, dass die Älvsnabben auch, ähnlich den Paddan, eine Möglichkeit bieten Göteborg zwischen Klippan und Lilla Bommen zu entdecken.


Die Älvsnabben können mit einer einfach Bus- oder Straßenbahnkarte benutzt werden und verkehren bei starkem Verkehr alle 30 Minuten und sonst einmal die Stunde, wobei sechs Haltestellen angefahren werden. Da man innerhalb von 90 Minuten umsteigen kann so oft man will (die Reise kann auch länger dauern), ist es möglich auch die eine oder andere Stelle etwas genauer zu betrachten oder einen Spaziergang zwischen zwei Haltestellen einzulegen.


Bereits bevor man sich auf ein Älvsnabban begibt kann man die Umgebung vom Kulturzentrum Röda Sten oder Lilla Bommen erkunden und ein Stück Göteborg entdecken. Falls man in Klippan zur Reise aufbricht, so entdeckt man zuerst Klippans Kulturreservat mit dem Bootsmuseum, hat einen Blick auf die Älvsborgsbron und kann bereits während der ersten Minuten den alten Anlegesteg der Älvfähren und den alten Werftkran in Eriksberg etwas genauer betrachten.


Nachdem man dann zwei Skulpturen von Ivana Machackova am nördlichen Älvstranden betrachtet hat und an Eriksberg entlangfährt, taucht zuerst die Götheborg, die Ostindiefararen, auf, um dann dem Monument Vindarnas Tempel mit dem Slottsberget (Schlossberg) Platz zu machen. Und in Lindholmen kann man von der Älvsnabben selbst einen Blick auf eine Seite der Bohuslänsk Krönika werfen.


Zurück auf der Seite des Stadtzentrums taucht dann das Stenpiren mit dem Delaware Monument von Milles und dem alten Zollhaus auf. Nachdem die Älvsnabben dann am Museum Maritiman vorbei fuhr tauchen schließlich die Oper mit der Skulptur Källan (die Quelle), die Barken Viking und der Läppstiftet, der Lippenstift, auf.


Aber bei einer Fahrt hat man kaum alles gesehen und es bietet sich daher eine zweite Reise an, in entgegengesetzter Richtung, um die Fischauktion, die Werft, die Frau am Hafen und die Stena-Boote genauer zu betrachten, oder auch um einfach etwas mehr Zeit zu haben das Leben am Älvstranden von Lindholmen oder Eriksberg etwas genauer zu betrachten.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 29. Juli 2009

Mit den Paddan-Booten in Göteborg unterwegs

Wer Göteborg einmal von einer besonderen Warte betrachten will, hat die Möglichkeit die Stadt auch einmal vom Wasser aus zu betrachten. Die Paddan-Boote leiten den Besucher entlang des Vallgravens, führen ihn jedoch auch auf den Göta älv und gewähren ihm einen Blick auf die Göta älvbron.


Die Reise mit den flachen Booten führt den Besucher unter 20 Brücken, die zu unterschiedlichen Epochen geschaffen wurden und heute eine gute Verbindung in das "alte Göteborg" bieten. Einige der Brücken sind so niedrig, dass sich die Reisenden auf den Paddan-Booten bücken müssen um unbeschadet die Reise fortsetzen zu können.


Eines der bedeutendsten Gebäude, das von den Paddan aus betrachtet werden kann ist das Gebäude der früheren Ostindiekompaniet, das im 18. Jahrhundert Göteborg den Wohlstand brachte und der Stadt einen internationalen Handel mit Gewürzen und Porzellan brachte. Heute befindet sich in dem Bauwerk der Ostindien-Kompanie das städtische Museum Göteborgs.


Mit den Paddan einmal auf dem Gôta älv blickt der Reisende auch auf den Freizeitboothafen Lilla Bommen und das größte Einkaufszentrum Skandinaviens, nämlich Nordstan, das viele Göteborger nur Femman nennen und hunderte Geschäfte unter seinem Dach vereinigt.


Während die Paddans sich Lindholmen und Eriksberg nähern kann man seinen Blick über die Werft Gotenius Varv, den Läppstiftet und die Barken Viking auf der einen Seite werfen und auf der anderen die Neubauten und die Strandpromenade von Eriksberg und Lindholmen entdecken.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 11. Juni 2009

Die Paddan-Boote in Göteborg und dem Göta älv

Die Paddan-Boote Göteborgs feiern dieses Jahr ihren 70. Geburtstag, genau genommen am 15. Juni, da an diesem Tag im Jahre 1939 die erste Fahrt durch den Vallgraven, die Kanäle und einen Teil des Göta älv angeboten wurde.


Die ersten Paddan-Boote konnte gerade einmal 12 Personen an Bord nehmen und die Führungen fanden ausschließlich in Schwedisch statt. Heute finden bis zu 99 Personen Platz in den flachen Paddan und die Führungen erfolgen auch ein Englisch und Deutsch. Von den alten Booten ist heute nur noch ein einziges Exemplar aus den 40er Jahren erhalten.


Die Paddan-Touren beginnen am Kungstorget und dauern im Schnitt 50 Minuten. Sie führen an der Trädgårdsföreningen und der Tyska kyrkan vorbei um dann den Göta älv aufwärts zu nehmen, lassen den Maritiman rechts liegen und kehren erste am Läppstiftet an der Götaälvbron um.


Anschließend gehen die Paddan-Boote am Freihafen und an der Cityvarvet entlang. Die Führer erzählen schließlich die Geschichte von Lindholmen und Eriksberg bis die Paddan, mit Sicht auf die Älvsborgsbro, ihren Weg zurück zum Kungstorget antritt und nach dem Fischereihafen und dem Stenakai einen Blick auf die Feskekôrka erlaubt.


Ein Erlebnis besonderer Natur sind die Julpaddan, die ihre Gäste zum Weihnachtsmarkt nach Liseberg bringen. Den Augen der Besucher zeigt sich nicht nur ein Göteborg mit Weihnachtsbeleuchtung, sondern jeder Fahrgast erhält auch einen heißen typisch schwedischen Glögg und eine "Paddandecke", damit er die Reise auch wirklich genießen kann.

Ein kurzer Film in schwedisch aus den 50er Jahren, eine Paddan-Führung in der Vergangenheit

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 4. Juni 2009

Ostindiefararen Götheborg, Pier 4 in Göteborg

Am 12. September 1745 näherte sich das Schiff Ostindiefararen Götheborg nach einer zwei Jahre langen Reise dem Heimathafen. Stürme und raue See hatten dem Schiff und der Besatzung schwer zu schaffen gemacht und endlich war der Lotse des Göteborger Hafens an Bord. Aber die Heimreise sollte zu einer Katastrophe werden, denn ver den Augen tausender von Zuschauern sank das Segelboot noch beim Einlaufen in den Hafen.


Aber die Göteborger hatten das Ostindiefararen Götheborg nicht vergessen und gründeten 1986 eine Stiftung, die das Schiff wieder zum Leben erwecken sollte. 1995 schließlich konnte mit dem Bau der neuen "Götheborg" begonnen werden und am 3. September 2004 wurde das Segelboot mit rund 80 Personen Besatzung von Königin Silvia, der Patin des Schiffes vor der Göteborger Oper getauft. Seine erste Probefahrt unternahm es dann am 22. Mai 2005.


Die Ostindiefararen Götheborg erlangte seine internationale Berühmtheit mit der Chinaexpedition, die am 2. Oktober 2005 begann, Honkong nach zahlreichen Zwischenstationen ohne Probleme erreichte und schließlich am 9. Juni 2009 wieder nach Göteborg zurückkam, wo es bis zu seiner Sommerreise 2009 am Pier 4 vertaut liegt.


Schon in den nächsten Tagen wird die Ostindiefararen Götheborg zu einer neuen Expedition aufbrechen um 11 Häfen in Dänemark, Norwegen und der schwedischen Westküste zu besuchen. Erst im August wird die Mannschaft in der Kleidung der Zeit des ersten Schiffes wieder in den Hafen Göteborgs einlaufen.


Den Besuchern Göteborgs bietet sich noch bis zum 7. Juni, und dann wieder nach der Rückkehr der Ostindiefararen Götheborg, eine besondere Attraktion. Dreimal täglich können sie mit der Ostindiefararen Paddan zum Pier 4 gelangen und dort das stolze Segelboot besuchen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin