Posts mit dem Label Brunnsparken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Brunnsparken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Snälleröds Akvavit im Palace in Göteborg

Am Abend des 7. Dezembers versammelten sich auf Initiative von Spot and Tell rund 20 Blogger aus Göteborg im Restaurant Palace am Brunnsparken um den Julbordet des Restaurants zu entdecken, um mehr über weihnachtliche Tradition in Schweden zu erfahren und um fünf Sorten des Snälleröds Akvavit zu testen und zu bewerten.

Weißer Glögg mit Rosinen und Mandeln

Die Wahl des Restaurants Palace drückte bereits den historischen und traditionellen Rahmen dieser Veranstaltung aus, da das Gebäude eine bedeutende und mehrmals wechselnde Rolle in der Göteborger Geschichte einnahm. Das im Jahre 1749 erbaute Gebäude wird heute noch oft als das Fürstenberger Palais bezeichnet, zumal das Ehepaar Fürstenberg hier nicht nur wohnte, sondern auch eine Sammlung an Gemälden hatte, die man heute im Göteborger Kunstmuseum finden kann.

Teil des Julbordet

In einem der kleineren Räume des Restaurants Palace wurde den Teilnehmern ein typischer schwedischer Julbord aufgebaut, der die Besonderheit hatte, dass alle Produkte einen biologischen Ursprung hatten. Ein Julbord, der von allen schwedischen Restaurants nur in der Adventszeit geboten wird, gehört heute weltweit zu den Spezialitäten Schwedens und verfügt grundsätzlich über Schinken, eingelegten Hering und eine Basis an Salaten.

Weihnachtsessen mit Snälleröds Akvavit

Die Branntweinfabrik Snälleröd steuerte der Veranstaltung zwei weitere traditionelle weihnachtliche Bestandteile bei. Zum einen einen weißen Glögg, der in Schweden immer mehr in Mode gerät und Akvavit, das schwedische Nationalgetränk, das zu Ostern, Midsommar und Weihnachten gehört. Snälleröd bot fünf verschiedene Geschmacksrichtungen und bewies damit welche geschmackliche Vielfalt es an Akvavit gibt.

Gemütliches Zusammensein mit Kaffee und Pfefferkuchen

Akvavit ist ein geschützter Begriff und beinhaltet grundsätzlich Kümmel oder Dill, wobei weitere Kräuter hinzukommen können um den Geschmack abzurunden. Snälleröd setzt bei der Akvavitherstellung auf ökologische Produkte, was dem Alkohol einen milderen Geschmack verleiht und die Reinheit des Getränkes verbessert, was insbesondere bedeutend ist, wenn man bedenkt, dass Akvavit ausschließlich aus pflanzlichen Produkten hergestellt wird.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 20. Februar 2010

Köpmansbanken an der Södra Hamngatan 23 in Göteborg

Entlang des Stora Hamnkanalen befinden sich dominant alte Patrizierhäuser, die noch von den Glanzzeiten Göteborgs sprechen, auch wenn es sich dabei nicht mehr um die ersten Holzgebäude handelt, die sicher nicht weniger aufwendig gebaut waren, aber bei mehreren Großbränden vollständig verstört wurden.


Die Gebäude an der Södra Hamngatan wurden, bis auf wenige Ausnahmen, alle im 19. Jahrhundert erbaut und waren zum Teil Handelshäuser oder eine Mischung aus Handelsgebäude und Wohngebäude. Zwischen dem Lilla Torget und dem Brunnsparken befand sich bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Bankenstraße Göteborgs an der mehrere bedeutende Banken der Stadt ansiedelten.


Das Gebäude mit der Nummer 23 an der Södra Hamngatan wurde im Jahre 1891 im Auftrag der Göteborgs Köpmansbank vom Architekten K. Johansson erbaut. Wie jedes Gebäude, das in diesem Jahrhundert enlang des Kanals gebaut wurde, so sollte auch die Göteborgs Köpmansbank sich durch besonderen Gebäudeschmuck von den anderen Bauwerken unterscheiden.


Der Architekt beauftragte für den Gebäudeschmuck die bedeutendsten Kunsthandwerker ihrer Zeit, die dem Gebäude alle Kennzeichen bieten konnten, die eine internationale Bank kennzeichnet. Im Falle der Göteborgs Köpmansbank wurden daher, in Form von Reliefen, die Verbindungen zu fernen Ländern dargestellt, zumal viele Kunden der Banken als Reedereien oder als internationale Kaufleute tätig waren.


Eine weitere Besonderheit des Gebäudes ist das Gitter am Haupteingang, das von der Firma E. A. Rosengren hergestellt wurde, die seit 1847 vor allem Kassenschränke und Tresore in Göteborg herstellte. Die Göteborgs Köpmansbank überlebte jedoch nur bis zum Jahre 1904, als sie dann von der Skånes Enskilda Bank übernommen wurde, die damit in Göteborg Fuß fassen konnte.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin - Erstes Foto: Stadsmuseum Göteborg

Dienstag, 2. Februar 2010

Die Södra Hamngatan in Göteborg

Bei der Gründung Göteborgs erhielt die Södra Hamngatan in Göteborg den Namen Sank Johannes Gata, einen Namen, den die holländischen Baumeister der Straße gaben und einem Straßennamen in Amsterdam entspricht. Später wurde sie in Stora Hamngatan umbenannt und erst im 20. Jahrhundert bekam sie ihre heutige Bezeichnung und wurde die Södra Hamngatan.

Residenset, Södra Hamngatan 1

Die Gebäude an der Södra Hamngatan, die nur durch den Stora Hamnkanalen von der Norra Hamngatan getrennt sind, waren von Beginn an Wohnungen und Büros für bedeutende Persönlichkeiten Göteborgs, zumal sich von hier aus auch das Meer öffnete und der Schiffsverkehr bis vor die Türen der Häuser führte. Die Södra Hamngatan erstreckt sich vom Stenpiren bis zum Slussplatsen am Drottningstorget und beherbergt an ihren 880 Metern Länge seit dem industriellen Niedergang Göteborgs fast ausschließlich Bürogebäude.

Kämpebron und Södra Hamngatan

Das Gebäude mit der Hausnummer 1 der Södra Hamngatan, die Residenset, ist das älteste noch bestehende Privathaus Göteborgs, das zwischen 1648 und 1650 erbaut wurde. Die nächsten Gebäude bis zum Lilla Torget wurden dann erst ab Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet und zum Teil erheblich umgebaut, so dass sie nur noch teilweise einen Rückschluss auf die Bauweise des 19. Jahrhunderts zulassen.

Frühere Göteborgs Handelsbank, Södra Hamngatan 19-21

Auch die Gebäude zwischen Lilla Torget bis zum Brunnsparken stammen noch aus dem 19. Jahrhundert und waren zum Teil Wohnhäuser und Büroräume wohlhabender Göteborger, wo später die ersten Banken der Stadt öffneten. Die Namen der ursprünglichen Eigentümer wie Chalmers oder Gibson sagen viel über die ursprünglich Reputation der Umgebung.


Zwischen Brunnsparken und Drottningstorget findet man heute nur noch wenige Reste der historischen Bauten. Hotels und Geschäfte wie Arkaden haben seit langem die alten Gebäude ersetzt. Dennoch gibt es noch eine Ausnahme, denn das einzige Gebäude der Södra Hamngatan mit einer geraden Hausnummer liegt direkt am Brunnsparken. Das Palacehuset von 1751, das sich von einer Zuckerraffinerie zu einem Nobelhotel verwandelte und heute ein bekanntes Restaurant der Stadt Göteborg ist hat mittlerweile den zentralsten Platz der Södra Hamngatan eingenommen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 29. Januar 2010

Geschichte der Göteborger Straßenbahn

Carl Wettergren beantragte im jahre 1873 die Genehmigung für die Betreibung einer Pferdestraßenbahn in Göteborg. Sein Antrag wurde jedoch abgelehnt, wie auch ein Antrag nur zwei Jahre später. Als dann 1877 ein dritter Antrag von Carl Christian Juell aus Kopenhagen einging, wurde dieser schließlich vom Stadtrat genehmigt. Da Juell jedoch finanziell Probleme hatte wurde das Projekt ebenfalls nicht realisiert und erst zwei Jahre später bekam dann William Barfoot aus Leicester eine Genehmigung für den Betrieb einer Pferdestraßenbahn in Göteborg.


Am 24. September 1879 konnte somit die erste Pferdestraßenbahn in Göteborg unter englischer Führung seinen Dienst aufnehmen. Bis 1899 und dem ersten Plan der Elektrifizierung der Straßenbahn hatte somit The Gothenburg Tramways Company Ltd. Alle Rechte über Göteborger Straßenbahnen. Während sich anfänglich am Brunnsparken die Hauptstation befand, wurde sie 1898 auf den Drottningstorget verlegt.


Am 24. November 1899 kaufte dann die Stadt Göteborg alle Rechte des britischen Betreibers der Straßenbahn. Zu dieser Zeit arbeiteten bereits 180 Personen für das Unternehmen und es konnten 3,5 Millionen Benutzer pro Jahr gezählt werden, was sich später mit der Elektrifizierung vervielfachen sollte und den Rückkauf zu einem rentablen Unterfangen machen.


Ab 1901 wurde dann begonnen das Straßenbahnsystem Göteborgs zu elektrifizieren und bereits ein Jahr später war die gesamte Anlage fertig gestellt und die ersten Wagen nahmen ihren Betrieb auf. Die 160 Pferde der alten Straßenbahn wurden verkauft und von 46 Straßenbahnwagen ersetzt. Hinzu kamen noch sechs Anhänger, die in der Göteborgs Mekaniska Verkstad hergestellt waren. Einige dieser Wagen verkehren heute noch als private Ringlinien nach Liseberg und sind eine Touristenattraktion Göteborgs.


In den 60er Jahren wurden große Teile des bestehenden Straßenbahnnetzes modernisiert und sollte mit einem zu bauenden U-Bahn-Netz verbunden werden. Gleise wurden bereits dem neuen Verkehrsmittel angepasst, aber auf Grund der hohen Kosten von Tunnels in Lehm wurde dann auf die U-Bahn verzichtet. Damalige Gedanken führen heute zum Tunnel Västlänken und der Einführung einer Maut in Göteborg. Der Ausbau des Straßenbahnnetzes setzte sich jedoch fort, wobei die Straßenbahnwagen nun schrittweise von einem italienischen Modell ersetzt werden, das auch Behinderten einen besseren Zugang gewährt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin - Postkarten: Stadsmuseum Göteborg

Sonntag, 24. Januar 2010

Die Östra Hamngatan in Göteborg, von Lilla Bommen zur Kungsportsbron

Die Östra Hamngatan in Göteborg erstreckt sich auf etwas mehr als 300 Meter, hat jedoch seit der Entstehung Göteborgs die vielleicht größte Wandlung erlebt. Aus den ersten Jahren Göteborgs findet man hier nicht mehr den geringsten Rest, aber vermutlich hat sie gerade deshalb ihre Bedeutung errungen.


Die Östra Hamngatan Göteborgs verbindet vier bedeutende Stellen der Stadt, denn sie führt von Lilla Bommen und dem Opernhaus zum Gustav Adolf Torg, dem Brunnsparken und endet an der Kungsportsbron am Kungsportsplatsen. Kein Wunder daher, dass sich hier eine bedeutende Einkaufsstraße entwickelte an der man sowohl mehrere Eingänge nach Nordstan findet als auch ins NK (Nordiska Komaniet), die beiden größten Einkaufszentren der Innenstadt.


Die Östra Hamngatan hatte in ihrer Mitte, wo heute Busse und Straßenbahnen verkehren, einen Kanal, der Lilla Bommen mit dem Stora Hamnkanalen verband. Mehrere Gründe führten dazu, dass er im Jahre 1936 wieder vollständig gefüllt wurde. Zum einen brauchte man Straßen und Möglichkeiten für die Straßenbahn, zum anderen verbreiteten die Abflüsse, die in den Kanal geleitet wurden einen bestialischen Gestank.


Die ursprünglichen Gebäude an der Östra Hamngatan in Göteborg wurden durch zwei Großbrände in den Jahren 1792 und 1802 nahezu vollständig zerstört, was dazu führte, dass hier die damals relativ teuren Steinhäuser erbaut wurden. Heute findet man an der westlichen Seite der Östra Hamngatan zahlreiche Neubauten, während die Gebäude an der gegenüberliegenden Seite noch in die Zeit der Göteborger Industrialisierung zurückreichen und auch das Gebäude der Broströms AB zu finden ist.


Die meisten älteren Häuser an der Östra Hamngatan in Göteborg haben eine alte Geschichte, die man am Schmuck der Gebäude und den Portalen ablesen kann. Hier findet man auch noch das Café Bräutigam, das einst ein deutscher Auswanderer und dann seine Erben im 18. und 19. Jahrhundert mit seinen Backwerken, Marzipan und der Pianomusik zum erlesensten Café der Stadt machten.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 19. Dezember 2009

150 Jahre Brunnsparken in Göteborg

Wenn man heute die letzten einhundertfünfzig Jahre Brunnsparken beleuchtet, so kann man allein an diesem Platz die rasche Entwicklung Göteborgs entdecken, denn noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Brunnsparken wirklich ein kleinerer Park mitten in Göteborg und auch von den Häusern, die hier vor 150 Jahren standen, ist nichts mehr übrig.


Bis vor rund 150 Jahren fand man im Brunnsparken, dem Brunnenpark, tatsächlich einen Brunnen, der den Ruf hatte eine Heilquelle zu sein. Täglich kamen daher Kranke und solche, die sich vor Krankheit schützen wollten um das gesundheitsspendende Wasser zu trinken. Als der Ruf des Brunnens im Jahre 1858 abnahm, wurde ein Teil des Brunnenhauses zu einem Bad umgebaut, das jedoch bereits 1879 endgültig abgerissen wurden.


Die bedeutendsten Veränderungen am Brunnsparken kamen dann mit der Straßenbahn, deren erste Linie im Jahre 1879 zwischen Brunnsparken und Stigbergsliden verkehrte. Natürlich handelte es sich damals noch um eine Pferdestraßenbahn. Am Brunnsparken mussten Pferde gewechselt werden, hier fanden sie eine Wasserstelle und hier wurde das Pferdekot gesammelt.


Mit der Straßenbahn wurde der Brunnsparken wohl zum bedeutendsten Park der Stadt, was dazu führte, dass hier 1883 der Johanna-Brunnen errichtet wurde und 1907 das damals beste Hotel Göteborgs, das Palace Hotel entstand, in dem damals alle bedeutendsten Politiker ,die Göteborg besuchten, übernachteten und dass der Park zur Prunkanlage wurde.


Ab Ende des 20. Jahrhunderts wollte man den Brunnsparken dann, gerade wegen seiner zentralen Lage, künstlerisch aufwerten. Im Jahre 1991 schuf Birgitta Watz hier das Werk Talstenarna, das mittlerweile bereits dem Untergang gewidmet ist und 2008 errichtete die iranische Künstlerin Mandana Moghaddam den sprechenden Brunnen, der eine Direktverbindung nach Seoul erlaubt und aus dem ehemaligen Wasser-Brunnen einen Kommunikations-Brunnen macht.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin - Originalpostkarten: Stadsmuseum Göteborg

Montag, 31. August 2009

Der Brunnsparken in Göteborg

Der Brunnsparken befindet sich im Zentrum Göteborgs und im Gegensatz zur nahen Nordstan und dem Gustav Adolf Torg innerhalb des Vallgravens. Wenn man vom Brunnsparken spricht, so denken die meisten weniger an die kleine Parkanlage als vielmehr den bedeutendsten Verkehrsknotenpunkt der Stadt an dem zur Hauptverkehrszeit mehr als 100 Straßenbahnen und die gleiche Anzahl an Bussen pro Stunde abgehen.


In zweiter Linie denken dann viele an die Statue Johanna im Brunnsparken, an deren Brunnen zu jeder Tageszeit ein Treffen vereinbart wird. Vom Gesundheitsbrunnen, der sich von 1834 bis 1858 hier befand und der dem Platz auch den Namen gab, spricht heute niemand mehr. Auch nicht mehr von der Pferdestraßenbahn, die einst das Leben am Platz beeinflusste.


Der Brunnsparken mit seinem Schatten lädt im Sommer zur Mittagszeit auch zu einem Lunch ein, wobei jedoch kaum jemand die künstlerischen Arbeiten zu seinen Füßen betrachtet, denn der Brunnsparken wurde von Künstlerhand mit Motiven und Keramikplatten versehen, die aus dem ganzen Platz eine Sehenswürdigkeit machen.


Viele Interpreten Göteborgs haben dem Brunnsparken in ihren Liedern ein Denkmal gesetzt. Vor allem Motvind und Thorleifs haben hierzu einen beachtlichen Beitrag geleistet. Aber der Park dient auch der Ironie und wird, wie 2008 von den Studenten der Chalmers Technischen Hochschule, zum Brunn-Sparken umbenannt, was in mehrerer Hinsicht sehr zweideutig ist.


Wie der Kungsportsplatsen ist auch der Brunnsparken oft ein Platz der Unterhaltung an dem Straßenmusiker oder andere Künstler ihre Vorstellung abhalten um ihr Publikum auch unter jenen, die auf den Löwentreppen sitzen oder über den Gustav Adolf Torg spazieren, zu suchen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 28. August 2009

Der Stora Hamnkanalen in Göteborg bis zum Slussplatsen

Des neue Göteborg sollte bei seiner Gründung im Jahre 1621 nach holländischem Vorbild erbaut werden wo Kanäle eine wichtige Rolle spielen. Zum einen sollten sie die Stadt trocken legen, zum anderem die Stadt zu einem einzigen großen Hafen machen. Den Haupthafen, den Stora Hamnen, bildete dabei der heutige Stora Hamnkanalen.


Der Stora Hamnkanalen mündet am Stenpiren in den Göta älv, nachdem sein Wasser unter der Brücke Stora Bommens bro, die man wegen seiner geringen Höhe in Göteborg Osthyvel (Käsehobel) nennt, geflossen ist. Auf der anderen Seite des Kanals sieht man noch das alte Zollhaus, das heute das Casino Cosmopol beherbergt. An dieser Stelle kamen die meisten Waren nach Göteborg und hier verließen auch die Auswanderer das Land.


Auf beiden Seiten des Kanals sieht man dann die reich verzierten Bauten aus dem 19. Jahrhundert in dem einige der bedeutendsten Göteborger wohnten. Der Lilla Torget mit der Statue von Jonas Alströmer und dem Wijksa Huset verdient dann eine besondere Beachtung bevor auf der Seite „außerhalb des Vallgravens“ das Gebäude der Schwedischen Ostindien Kompanie, die Deutsche Kirche und der Gustav Adolf Torg auftauchen.


An den Lejontrappor, die von zwei Bronzelöwen bewacht werden und wo früher zahlreiche Handelsschiffe anlegten ist heute ein Treffpunkt für Göteborger. Dahinter öffnet sich ein Blick auf den Brunnsparken mit der Skulptur Johanna im Brunnsparken. Der Stora Hamnkanalen verengt sich an dieser Stelle wo die Paddan-Boote unter der Fontänbron, der Brunnsparksbron und der Fredsbron passieren.


Bevor der Stora Hamnkanalen am Slussplatsen sein Ende findet, entdeckt man auf der linken Seite noch das monumentale Gebäude des Hauptbahnhofs am Drottningstorget. Während der Stora Hamnkanalen am Slussplatsen zum Vallgraven wird trennt ihn eine Schleuse vom 1 Kilometer langen Fattighusån, der für Boote einst eine Verbindung zum Mölndalsån bot und heute noch von den Julpaddan bis Liseberg benutzt wird.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin