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Montag, 22. Februar 2010

Die Handelsbanken an der Södra Hamngatan in Göteborg

Direkt neben dem Gebäude der Köpmansbanken an der Södra Hamngatan in Göteborg mietete sich wenige Jahre nach dem Eröffnen der Köpmansbanken der Vorgänger der Göteborger Handelsbanken ein, die dann 1901 das Gibsonske Huset mit der Hausnummer 17 in der gleichen Straße kaufte und für einige Jahre dort einzog. Da die Bank jedoch immer bedeutender wurde, entschied sich die Leitung der Handelsbank ein für die Geschäfte besser geeignetes Gebäude zu errichten.


Als endgültig entschieden wurde, dass das Konsortium, das Anfang des 19. Jahrhunderts die Geschäfte der Göteborger Handelsbanken betrieb, wieder eine unabhängige Handelsbank werden sollte wurde der Architekt Ernst Krüger damit beauftragt das Gebäude, das heute als alte Göteborgs Handelsbanken bekannt ist, zu erbauen. Im Jahre 1925 wurde dann das Haus mit der Nummer 19 die Göteborgs Handelsbanken.


Gleichzeitig wurde das nebenstehende Gabäude mit der Nummer 17, das Gibsonska Huset abgerissen. Während die ehemalige Göteborgs Handelsbanken zwischen 1921 und 1925 noch mit einer Barockfasade in Granit erbaut wurde und Teil der historischen Architektur Göteborgs ist, entstand am Platz des ehemaligen Gibsonska Huset später eine Bürogebäude ohne besonderes Interesse. Die Göteborgs Handelsbanken war von außen ein imposantes Gebäude der Zeit, die glasüberdachte Bankhalle war jedoch zum Garten hin gebaut und von der Straße aus nicht sichtbar.


Das Haus zwischen der Göteborgs Handelsbanken und der Köpmansbanken beherbergte zu jener Zeit die Industribanken. Als diese mit der Handelsbanken fusionierte, ging auch das Gebäude der Industriebanken an die Göteborgs Handelsbanken über. Das an der Södra Hamngatan mit der Nummer 21 stehende Gebäude war nur wenige Jahre vor der Handelsbanken von Ivar Tengbom erbaut, was erklärt, warum die beiden Gebäude unterschiedlich ausgeschmückt wurden.


Da das Gebäude der Göteborgs Handelsbank auch ein Symbol für die Stadt sein sollte, wurde als Gebäudeschmuck der Göteborger Löwe benutzt. Das Nachbargebäude dagegen sollte, wie noch wenige Jahre vorher üblich, die gesamte Aktivität der Bank symbolisieren. Hier findet man daher noch Muscheln über den Fenstern, ein Boot auf der Fassade und schließlich den Göteborger Löwen über dem Haupteingang.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin - Erstes Foto: Stadsmuseum Göteborg

Samstag, 20. Februar 2010

Köpmansbanken an der Södra Hamngatan 23 in Göteborg

Entlang des Stora Hamnkanalen befinden sich dominant alte Patrizierhäuser, die noch von den Glanzzeiten Göteborgs sprechen, auch wenn es sich dabei nicht mehr um die ersten Holzgebäude handelt, die sicher nicht weniger aufwendig gebaut waren, aber bei mehreren Großbränden vollständig verstört wurden.


Die Gebäude an der Södra Hamngatan wurden, bis auf wenige Ausnahmen, alle im 19. Jahrhundert erbaut und waren zum Teil Handelshäuser oder eine Mischung aus Handelsgebäude und Wohngebäude. Zwischen dem Lilla Torget und dem Brunnsparken befand sich bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Bankenstraße Göteborgs an der mehrere bedeutende Banken der Stadt ansiedelten.


Das Gebäude mit der Nummer 23 an der Södra Hamngatan wurde im Jahre 1891 im Auftrag der Göteborgs Köpmansbank vom Architekten K. Johansson erbaut. Wie jedes Gebäude, das in diesem Jahrhundert enlang des Kanals gebaut wurde, so sollte auch die Göteborgs Köpmansbank sich durch besonderen Gebäudeschmuck von den anderen Bauwerken unterscheiden.


Der Architekt beauftragte für den Gebäudeschmuck die bedeutendsten Kunsthandwerker ihrer Zeit, die dem Gebäude alle Kennzeichen bieten konnten, die eine internationale Bank kennzeichnet. Im Falle der Göteborgs Köpmansbank wurden daher, in Form von Reliefen, die Verbindungen zu fernen Ländern dargestellt, zumal viele Kunden der Banken als Reedereien oder als internationale Kaufleute tätig waren.


Eine weitere Besonderheit des Gebäudes ist das Gitter am Haupteingang, das von der Firma E. A. Rosengren hergestellt wurde, die seit 1847 vor allem Kassenschränke und Tresore in Göteborg herstellte. Die Göteborgs Köpmansbank überlebte jedoch nur bis zum Jahre 1904, als sie dann von der Skånes Enskilda Bank übernommen wurde, die damit in Göteborg Fuß fassen konnte.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin - Erstes Foto: Stadsmuseum Göteborg