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Freitag, 5. November 2010

Verleihung des Torsten och Wanja Söderbergs Pris in Göteborg

Am späten Nachmittag des 5. Novembers wurde in der Aula der Göteborger Universität der diesjährige Torsten och Wanja Söderbergs Pris an die Designergruppe FRONT vergeben, die aus den drei Designern Charlotte von der Lancken, Sofia Lagerkvist und Anna Lindgren besteht. Die drei jungen Künstlerinnen wurden damit mit dem weltweit bedeutendsten Designpreis ausgezeichnet.

Michele Collins leitet die Showbegleitung ein

Der Torsten och Wanja Söderbergs Pris wurde 1992 vom Ehepaar Söderberg gestiftet und 1994, zum hundertsten Jahrestag von Torsten Söderberg, erstmals vergeben. Die Preisvergabe findet jeweils, zusammen mit einer Ausstellung im Röhsska Museum, in Göteborg statt und würdigt die herausragendste Leistung Skandinaviens in den Bereichen Design, Mode und Kunsthandwerk.

Ted Hesselbom, Lars Backström
Charlotte von der Lancken, Sofia Lagerkvist, Anna Lindgren

Die Preisträger wurden von Museumsdirektoren der fünf nordischen Ländern ausgewählt, wobei der Torsten och Wanja Söderbergs Preis mit einer Million Kronen der weltweit größte Preis in den Kategorien Design, Mode und Kunsthandwerk ist. Begleitet wird der Preis von einer jeweils am 6. November im Röhsska Museum beginnenden Ausstellung mit Werken der jeweiligen Preisträger.

Negar Zarassi als spanische Schönheit

Der diesjährige Torsten och Wanja Söderbergs Preis wurde vom westschwedischen Landshövding Lars Bäckström überreicht, wobei die Laudatio von Universitätsrektorin Pam Fredman, den Verwaltern der Stiftung Söderberg sowie dem Intendenten und dem Direktor des Röhsska Museums gehalten wurden, die in ihren Reden auch die hervorragenden Leistungen des Designertrios hervorhoben.

Keramikdesign der Gruppe FONT

Die Preisvergabe wurde von einem amüsanten musikdramatischem Happening von Lehrern und Studenten der Hochschule für Szene und Musik in Göteborg, unter der künstlerischen Leitung von Gunilla Gårdfeldt, begleitet, die mit ihrer Einlage noch in der Halle der Universität begannen und mit ihren Darstellung, unterbrochen von den verschiedenen Rednern, bis zum Abschluss der Feierlichkeiten fortsetzten. Nach Abschluss der Feierlichkeiten präsentierte die Gruppe FONT ihre Ausstellung im Museum.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 28. August 2009

Der Stora Hamnkanalen in Göteborg bis zum Slussplatsen

Des neue Göteborg sollte bei seiner Gründung im Jahre 1621 nach holländischem Vorbild erbaut werden wo Kanäle eine wichtige Rolle spielen. Zum einen sollten sie die Stadt trocken legen, zum anderem die Stadt zu einem einzigen großen Hafen machen. Den Haupthafen, den Stora Hamnen, bildete dabei der heutige Stora Hamnkanalen.


Der Stora Hamnkanalen mündet am Stenpiren in den Göta älv, nachdem sein Wasser unter der Brücke Stora Bommens bro, die man wegen seiner geringen Höhe in Göteborg Osthyvel (Käsehobel) nennt, geflossen ist. Auf der anderen Seite des Kanals sieht man noch das alte Zollhaus, das heute das Casino Cosmopol beherbergt. An dieser Stelle kamen die meisten Waren nach Göteborg und hier verließen auch die Auswanderer das Land.


Auf beiden Seiten des Kanals sieht man dann die reich verzierten Bauten aus dem 19. Jahrhundert in dem einige der bedeutendsten Göteborger wohnten. Der Lilla Torget mit der Statue von Jonas Alströmer und dem Wijksa Huset verdient dann eine besondere Beachtung bevor auf der Seite „außerhalb des Vallgravens“ das Gebäude der Schwedischen Ostindien Kompanie, die Deutsche Kirche und der Gustav Adolf Torg auftauchen.


An den Lejontrappor, die von zwei Bronzelöwen bewacht werden und wo früher zahlreiche Handelsschiffe anlegten ist heute ein Treffpunkt für Göteborger. Dahinter öffnet sich ein Blick auf den Brunnsparken mit der Skulptur Johanna im Brunnsparken. Der Stora Hamnkanalen verengt sich an dieser Stelle wo die Paddan-Boote unter der Fontänbron, der Brunnsparksbron und der Fredsbron passieren.


Bevor der Stora Hamnkanalen am Slussplatsen sein Ende findet, entdeckt man auf der linken Seite noch das monumentale Gebäude des Hauptbahnhofs am Drottningstorget. Während der Stora Hamnkanalen am Slussplatsen zum Vallgraven wird trennt ihn eine Schleuse vom 1 Kilometer langen Fattighusån, der für Boote einst eine Verbindung zum Mölndalsån bot und heute noch von den Julpaddan bis Liseberg benutzt wird.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin