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Donnerstag, 10. November 2011

Die Messe Wissen und Zukunft in Göteborg

Vom 10. bis zum 12. November findet in der Svenska Mässan in Göteborg zum 12. Mal die Inspirationsmesse Kunskap och Framtid (Wissen und Zukunft) statt, die sich insbesondere an all jene richtet, die im kommenden Sommer die Oberstufe abschließen und sich bereits heute Gedanken über ihre Zukunft machen, da sie sich bald entscheiden müssen entweder ins Berufsleben einzusteigen, sich beruflich zu spezialisieren oder eine Hochschule oder Universität zu besuchen.


Allein in Westschweden werden im kommenden Sommer rund 20.000 Schüler die verschiedenen Gymnasien verlassen, wobei viele bisher weder wissen was sie nach der Schulzeit beginnen werden, noch wo sie welche Ausbildung beginnen werden. Andere haben zwar konkrete Wünsche, wissen aber nicht welche Hochschule oder Universität für sie in Frage kommt.


Auf der Messe Kunskap & Framtid finden alle, die die nächste Etappe in ihrem Leben angehen wollen eine Lösung, oder zumindest eine konkrete Idee über ihre Möglichkeiten und die Angebote im Bildungssektor. Rund 100 nationale und internationale Hochschulen, Ausbildungsstätten und Universitäten sind während der Messezeit mit ihren Katalogen und persönlichen Auskünften bereit bei der Zukunftswahl zu helfen.


Natürlich sind bei der Messe auch die bedeutendsten Ausbildungsstätten der Region Västra Götaland vertreten, die bereits ein sehr breites Spektrum an Ausbildungen anbieten können. Aber ebenso zahlreich sind die internationalen Ausbildungsstätten aus den verschiedensten europäischen Ländern, die nicht nur Sprachstudien anbieten, sondern auch hochqualifizierte, universitäre Ausbildungen aus Wirtschaft, Medizin, dem Hotelgewerbe oder der Computerwissenschaft.


Die Messe Kunskap och Framtid in Göteborg ist aber auch eine Messe, die Unentschlossenen bei ihrer Entscheidung helfen kann oder ihnen Studienwege zeigt an die sie bisher nie gedacht haben, da auf der Messe auch die Berufe der Seefahrt, Berufe aus dem Theater- und Filmbereich oder der alternativen Medizin vorgestellt werden. Hierbei handelt es sich oft um Mangelberufe an die man ohne die Messe gar nicht erst denken würde.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Teste die Superkräfte der Natur im Universeum

Am 13. Oktober 2011 öffnete das populärwissenschaftliche Zentrum Universeum in Göteborg eine neue interaktive Ausstellung mit dem Thema „Teste die Superkräfte der Natur“, die sich zwar überwiegend an Kinder und Jugendliche wendet, aber auch jedem Erwachsenen zahlreiche Einblicke in die Geheimnisse der Natur bietet und ihnen die Einflüsse der Natur in das aktuelle Leben zeigt.


Ziel der interaktiven Ausstellung ist es eigentlich in die Haut eines Tieres zu steigen und, zum Beispiel, zu entdecken, wie eine Schlange einen Menschen sieht, wie man sich als Schnecke fühlen würde, was Mimikry bedeutet, warum ein Spinnennetz mit seinen feinen Fäden die größten Insekten gefangen nehmen kann oder wie so manches Tier eine Steile Wand erklettern kann, selbst wenn sie noch so glatt ist.


Auf spielerische Weise entdecken die Besucher jeden Alters welche Leistungen die Natur gebracht hat und wie viel die heutige Wissenschaft von Pflanzen und Tieren bereits gelernt hat, und auch noch lernen kann. Da die praktische Ausstellung mit seinen zahlreichen Anwendungen von der Universität Göteborg und der Technischen Hochschule Chalmers entwickelt wurde, werden alle Beispiele der Superkräfte der Natur in irgend einer Weise auch in der Technik verwendet oder man arbeitet an ihrer Entwicklung.


Natürlich zeigt die Ausstellung auch die bisherigen Grenzen der menschlichen Technik, denn noch ist es nicht gelungen den Faden einer Spinne synthetisch herzustellen, denn da diese feinen Fäden im Verhältnis stärker als Stahl sind, jedoch kaum etwas wiegen, könnte man dieses Material im Brückenbau anwenden, beim Flugzeugbau und tausend Dingen mehr, wobei man dann selbst Gebäude erdbebensicher bauen könnte. Wozu die Natur jedoch Jahrtausende brauchte, das kann der Mensch nicht in einem Leben nachempfinden.


Für Kinder und Jugendliche geht es bei den Superkräften der Natur natürlich nicht nur um die Entdeckung der Geheimnisse der Natur, sondern sie können in einer Experimentierabteilung auch die eigene Kreativität spielen lassen, wobei ihnen hierbei auch die Hilfestellung von Lehrern und dem Personal des Universeums nützlich sein kann, denn auch der Kreativität kann man bisweilen mit kleinen Tipps auf die Sprünge helfen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 9. Februar 2011

Molekul, Universeums Akutlabor in Göteborg

Diesen Frühling bietet das Universeum in Göteborg 14 Schulen im Västra Götaland mit dem Projekt Labbakuten, dem Akutlabor, das im Gesamtprojekt Molekulen eingeht, eine besondere Einführung in die Naturwissenschaft und die Welt der Medizin. Es handelt sich dabei um das Projekt Labbakuten, das sich an Schüler zwischen elf und dreizehn Jahren richtet.

Helene Odenjung leistet Erste Hilfe

Labbakuten entstand in einer Zusammenarbeit zwischen Universeum, der Technischen Hochschule Chalmers, der Göteborger Universität, dem Arzneimittelkonzern AstraZeneca und dem Ambulanzdienst des Västra Götalands. Das Projekt, das dieses Frühjahr startet, soll natürlich auch nach den Sommerferien fortgesetzt werden, damit möglichst viele Schulen von diesem Angebot profitieren können.

Wiederbelebung durch den Rettungsdienst

Alles beginnt mit einem Workshop für Lehrer, die im Universeum von einem Pädagogen des Universeums, einem Forscher von Chalmers oder der Göteborger Universität und dem Personal des Rettungsteams an Hand von praktischen Arbeiten in das gesamte Thema eingewiesen werden, damit sie ihre Schüler in bester Weise auf den kommenden Besuch vorbereiten können. Sie stellen hier ihre erste Tablette per Hand her und lernen selbst Blutwerte zu verstehen.

Eine Tablette entsteht in Handarbeit

In den Schulen erscheinen dann ebenfalls Pädagoge des Universeum und Forscher mit dem gesamten Material, das die Lehrer dann bereits kennen und hantieren können und die Geschichte beginnt mit einem Herzstillstand und Blaulicht, wo es weniger auf die Krankheit ankommt, sondern darauf mit welchen Methoden und Mitteln man Leben retten kann und wie der Informationsaustausch zwischen Rettungsdienst und Krankenhaus heute funktioniert.

Lehrer stellen Hautcreme, Gesichtscreme und Brausetabletten her

Im weiteren Verlauf entdecken dann die Schüler die Herstellung von Medikamenten, erfahren, warum ein gleiches Medikament in verschiedener Weise auf den Markt kommt und entdecken die Welt der Moleküle in einer Schmerztablette. Aber auch die Kosmetik kommt nicht zu kurz, denn während des Unterrichts werden auch Hautcreme und eine Brausetablette mit Vitamin C hergestellt, Dinge, die man in jedem Haushalt findet ohne die Zusammensetzung zu verstehen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 12. November 2010

Wissen und Zukunft, eine Ausbildungs-Messe in Göteborg

Vom 11. bis zum 13. November findet in der Svenska Mässan die Ausbildungs-Messe Wissen und Zukunft (Kunskap & Framtid) statt, die sich in erster Linie an Schüler richtet, die im Frühjahr ihr Abitur machen werden, aber auch an alle Berufstätige, die an Weiterbildung interessiert sind oder eine berufliche oder wissenschaftliche Ausbildung nachholen wollen.


Die Messe Kunskap & Framtid kann im Prinzip in vier Abteilungen eingeteilt werden, die sich jeweils an eine eigene Schicht richten. Direkt am Eingang findet man die Anbieter ausländischer Einrichtungen, wobei hier England, Schweiz und Holland sehr stark vertreten sind und nicht nur Sprachausbildungen anbieten, sondern auch Ausbildungen im Hotel- und Restaurantbereich oder internationaler Bartechnik.


Die zweite Gruppe bilden die klassischen Universitäten und Technischen Hochschulen, die auf der Messe vor allem ihre Schwerpunkte hervorheben, die sie von anderen Hochschulen unterscheiden, denn nicht jede Universität bildet auch in Textildesign oder Seefahrt aus. Interessenten suchen an den entsprechenden Ständen jedoch nicht nur die Studienkataloge, sondern interessieren sich vor allem auch über Wohnmöglichkeiten, da es für viele wichtig ist nicht nur einen guten Studienplatz zu finden, sondern auch ein eigenes Zimmer.


Im dritten Teil findet man berufsorientierte Ausbildungen und Hochschulen, die vor allem in künstlerischen Bereichen ausbilden. In diesem Teil findet man ein Spektrum, das vom Spezialist im e-Handel und Kosmetiker über den Goldschmied bis zum Hautpfleger und Webbredakteur oder Bühnenbildner reicht. Die Jugendlichen haben während der Messe Kunskap & Framtid die Möglichkeit sich an den Ständen auch ausführlich über den Ablauf des Studiums und die Zukunftschancen informieren.


Der letzte Teil der Messe richtet sich an Arbeitnehmer, die sich weiterbilden wollen um den wachsenden beruflichen Anforderungen nachkommen zu können und an all jene, die sich auf die Hochschulprüfung vorbereiten müssen, da sie während ihrer Schulbildung nicht genügend Punkte sammeln konnten. Da rund ein Drittel aller Zulassungen über die Hochschulprüfung erfolgt, ermöglicht diese Prüfung vielen einen Zugang zu einer Hochschulausbildung.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 5. November 2010

Verleihung des Torsten och Wanja Söderbergs Pris in Göteborg

Am späten Nachmittag des 5. Novembers wurde in der Aula der Göteborger Universität der diesjährige Torsten och Wanja Söderbergs Pris an die Designergruppe FRONT vergeben, die aus den drei Designern Charlotte von der Lancken, Sofia Lagerkvist und Anna Lindgren besteht. Die drei jungen Künstlerinnen wurden damit mit dem weltweit bedeutendsten Designpreis ausgezeichnet.

Michele Collins leitet die Showbegleitung ein

Der Torsten och Wanja Söderbergs Pris wurde 1992 vom Ehepaar Söderberg gestiftet und 1994, zum hundertsten Jahrestag von Torsten Söderberg, erstmals vergeben. Die Preisvergabe findet jeweils, zusammen mit einer Ausstellung im Röhsska Museum, in Göteborg statt und würdigt die herausragendste Leistung Skandinaviens in den Bereichen Design, Mode und Kunsthandwerk.

Ted Hesselbom, Lars Backström
Charlotte von der Lancken, Sofia Lagerkvist, Anna Lindgren

Die Preisträger wurden von Museumsdirektoren der fünf nordischen Ländern ausgewählt, wobei der Torsten och Wanja Söderbergs Preis mit einer Million Kronen der weltweit größte Preis in den Kategorien Design, Mode und Kunsthandwerk ist. Begleitet wird der Preis von einer jeweils am 6. November im Röhsska Museum beginnenden Ausstellung mit Werken der jeweiligen Preisträger.

Negar Zarassi als spanische Schönheit

Der diesjährige Torsten och Wanja Söderbergs Preis wurde vom westschwedischen Landshövding Lars Bäckström überreicht, wobei die Laudatio von Universitätsrektorin Pam Fredman, den Verwaltern der Stiftung Söderberg sowie dem Intendenten und dem Direktor des Röhsska Museums gehalten wurden, die in ihren Reden auch die hervorragenden Leistungen des Designertrios hervorhoben.

Keramikdesign der Gruppe FONT

Die Preisvergabe wurde von einem amüsanten musikdramatischem Happening von Lehrern und Studenten der Hochschule für Szene und Musik in Göteborg, unter der künstlerischen Leitung von Gunilla Gårdfeldt, begleitet, die mit ihrer Einlage noch in der Halle der Universität begannen und mit ihren Darstellung, unterbrochen von den verschiedenen Rednern, bis zum Abschluss der Feierlichkeiten fortsetzten. Nach Abschluss der Feierlichkeiten präsentierte die Gruppe FONT ihre Ausstellung im Museum.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Dienstag, 12. Januar 2010

Öffentliche Kunst an der Vasagatan in Göteborg

Es gibt keine Straße in Göteborg, die so viele bedeutende Gebäude und öffentliche Kunstwerke beherbergt wie die Vasagatan, die früher den etwas treffenderen Namen Stora Allégatan trug, denn die Vasagatan ist die einzige, fast einen Kilometer lange Allée der Stadt, an der Radfahrer und Fußgänger im Sommer vom Schatten profitieren können.


Wenn man seine Kunstwanderung an der Avenyn beginnt, so findet man zuerst das Valandhuset, das seinen Namen nach der altnordischen Gottheit Völund erhielt und dessen Statue noch heute einen Nebeneingang des Gebäudes bewohnt. Und nur wenige Schritte weiter stößt man bereits auf das Röhsska Museum mit seinen chinesischen Fuhunden.


Aber man sollte nicht nur die bekannteren Gebäude der Vasagaten betrachten, denn nahezu jedes Gebäude an der Allée verfügt über eine Skulptur, ein Relief oder eine Keramikarbeit, die die Straße geradezu zu einer Paradestraße macht. Nirgends in Göteborg wurde Architektur und Kunst mehr zusammengeschweißt als an den Gebäuden der Vasagatan, die überwiegend Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurden.


Während man links der Vasagatan weiterhin so bedeutende Gebäude findet wie das Tomtehuset Hedlunds mit den zahlreichen Wandmalereien und das Universitätsgebäude mit seinen Löwen und Eulen, kann man auf der anderen Straßenseite mehrere Stuckarbeiten und Statuen entdecken, deren Künstler zum Teil unbekannt sind, da zu Beginn des letzten Jahrhunderts auch so mancher Architekt Kunst schuf oder entsprechende „Handwerker“ beauftragte.


Bevor man schließlich das Ende der Vasagatan mit der Universitätsbibliothek und der Büste von Sven Adolf Hedlund erreicht und an mehreren reich dekorierten Häusern vorbeigeht findet man auch noch eine besondere künstlerische Rarität Göteborgs, nämlich eine private Straßenlaterne, die nicht nur die Straße, sondern auch die Statue Danserska beleuchtet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 16. Oktober 2009

Der Vasapark in Göteborg

Der Vasapark mitten in Göteborg hat auf der einen Seite das Hauptgebäude der Göteborger Universität, auf der anderen die Vasakirche und ist eine der grünen Oasen Göteborgs, die leider während der letzten Jahre den Ruf der Unsicherheit bekommen hat, da sich hier zeitweise Punkgruppen Göteborgs trafen. Auch wenn diese Situation der Vergangenheit angehört, so hat es der Park dennoch schwer gegen die Gefühle der Göteborger anzukommen.


Während der warmen Monate ist der Vasapark ein Platz, wo nicht nur die Bewohner der umliegenden Wohnungen im Grünen ausruhen und wo Kinder auf dem Spielplatz herumtollen, sondern auch ein Ort an dem die Schüler des nahen Schillergymnasiums und die Studenten der HDK und der Universität ihre Arbeiten diskutieren oder ganz einfach ein Buch lesen.


Seit Frühjahr 2009 lebt auch das Projekt "I en annan del av Vasaparken", das mehrere Arbeitsgruppen zusammenführte, die, zusammen mit den Stadtarchitekten, über das zukünftige Aussehen des Vasaparkes diskutieren. Hier geht es vor allem um eine verbesserte Beleuchtung, die Anordnung von Sitzgruppen und die Schaffung eines Forums für Graffiti-Künstler. Bereits 2010 könnten einige der Vorschläge realisiert werden.


Wer Kunst im Park sucht wird im Vasapark etwas enttäuscht, denn in der gesamten Anlage findet man unter den verschiedensten Baumarten nur eine einzige Skulptur, die der Charles Felix Lindbergs Donationsfond hier im Jahre 2000 aufstellen ließ. Die Skulptur Acceleration von Ida Isaksson-Sillén kann jedoch nun auch dazu dienen, die Modernisierung des Vasaparkes voranzutreiben und eine künstlerische Aufwertung des Parkes hervorrufen.


Der Vasapark in Götepork ist jedoch auch der Treffpunkt der Friedensbewegung mit einem Gedenkstein (Katsura), der an die Toten von Hiroshima und Nagasaki des Jahres 1943 erinnern soll. Hier beginnen die Aktionen der Friedensbewegung, die oft zusammen mit der Vasakyrkan arbeitet und hier hielten bereits die bedeutendsten Redner der Friedensbewegung vieler Länder ihre Reden gegen Aufrüstung, Krieg und Gewalt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 19. September 2009

Ruderwettkampf zwischen Chalmers und Universität in Göteborg

Am Sonntag, den 19. September, fand der dreizehnte akademische Ruderwettkampf zwischen den Studenten der verschiedenen Hochschulen Göteborgs statt, der logischer Weise vom jährlichen Wettkampf im englischen Cambridge inspiriert ist. Bei herrlichem Sonnenschein und absoluter Windstille konnten die verschiedenen Gruppen an den Start gehen.


Am akademischen Ruderwettbewerb nahmen rund 350 Studenten der Universität Göteborg, der Hochschule Chalmers, der Handelshochschule und einiger anderer universitärer Einrichtungen der Stadt teil.


Die Ausscheidungen des Akademischen Ruderwettkampfes finden in Uppsala, Linköping, Stockholm, Malmö und Göteborg statt. Teilnehmen kann jeder Student oder Angestellte einer akademischen Einrichtung. Die einzige Voraussetzung ist, dass die Gruppe eines Bootes in irgendeiner Weise zusammenarbeitet.


In Göteborg wurde die 300 Meter lange Strecke in den Rosenlundskanal vor die Feskekôrka gelegt, einen Platz, der den Teilnehmern nur bisweilen von den Paddan-Booten streitig gemacht wurde. Jedes Boot hat vier Ruderer und einen professionellen Steuermann. Um den Wettkampf zu gewinnen muss man die Strecke in etwa 50 Sekunden meistern, was eine beträchtliche Anstrengung und viel Übung darstellt.


Der Ruderwettkampf vor der Feskekôrka ist jedoch nicht nur ein akademischer Wettkampf, sondern auch ein Anlass zum Feiern, denn bis in den Abend hinein findet man Musik und Unterhaltung auf dem Fisketorg am Rosenlundskanalen, wo natürlich nicht nur Studenten und Akademiker willkommen sind.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 13. September 2009

Der Vasaplatsen in Vasastaden in Göteborg

Der Vasaplatsen (Vasaplatz) liegt, wie sein Name schon sagt, im Stadtteil Vasastaden von Göteborg. Er wurde, zusammen mit dem Vasaparken, bereits im Jahre 1892 auf Initiative von Josef Andrén, Ernst Bring und Pontus Fürstenberg angelegt. Auch wenn er zu den kleinsten Grünflachen Göteborgs gehört, so liegt er dennoch an einer zentralen Stelle und ist von den unterschiedlichsten Gruppen bevölkert.


Für viele Göteborger birgt der Vasaplatsen traurige Erinnerung, denn hier geschah im Jahre 1992 das größte Straßenbahnunglück in der Geschichte Göteborgs. Hier entgleiste eine ungebremste Straßenbahn bei 100 km/h und verursachte 13 Tote und 29 zum Teil schwer Verletzte. Auch die Punker, die sich später dort trafen, verhalf dem Platz nicht gerade zu einem positiven Ansehen.


Die Punker sind mittlerweile wieder verschwunden, nicht jedoch der 1897 angelegte Brunnen, der im Zentrum des Parkes von mehreren Bänken umgeben ist und eine neu gewonnene Ruhe ausstrahlt. Nur wenige Schritte vom Vasaplatsen entfernt findet man den Vasaparken, das alte Universitätsgebäude und die Vasakyrkan.


Die Gebäude am Vasaplatsen wurden vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet und tragen die damals üblichen Ausschmückungen, die mittlerweile großenteils restauriert wurden. Es lohnt sich daher hier auch einen Blick nach oben zu werfen und nicht nur das Grün des Platzes zu betrachten.


Am 31. März 1955 wurde am Vasaplatsen ein Erinnerungsmonument an Torgny Segerstedt errichtet, das an den größten schwedischen Kritiker Hitlers erinnern soll. Der zehn Meter hohe dreikantike Monolith in Granit wurde von Ivar Johansson geschaffen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 22. Mai 2009

Maskerad, Ausstellung im Världskulturmuséet in Göteborg

Die Ausstellung "Maskerad" wurde von den Master Studenten der International Museum Studies der Universität Göteborg vorbereitet und zeigt zwischen dem 19. und dem 28. Mai Masken in ihrer Anwendung, ihre Tradition und als Gesichtsausdruck.


Die Ausgestellten sieben Masken aus unterschiedlichen Kulturkreisen entstammen alle der ethnographischen Sammlung des Världskulturmuséet in Göteborg, die das Ziel hat die Betrachter in die Welt der Masken eintauchen zu lassen.

Grebo Maske "Hairy"

Die Maske "Hairy" ist eine Grebo Maske aus Liberien und stammt vom Volkstamm der Grebo an der liberischen Grenze zur Elfenbeinküste. In den Museen befinden sich nur sehr wenige der Masken dieser 250.000 Menschen umfassenden Volksgruppe, wobei die meisten Grebo Masken Geister darstellen, die die Dörfer schützen sollten.

Barong Ket Maske "Colorful"

Die Maske "Colorful" ist eine Barong Ket Maske aus Indonesien und spielt dort bei den traditionellen Tänzen eine Rolle. Barong stellt das Gute statt und steht in ständigem Kampf mit der Hexe Rangda. Die Barong Maske stellt daher dieses mystische Fabelwesen dar, eine Mischung aus Hund und Löwe.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin