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Samstag, 29. August 2009

Der Vallgraven im Kanalsystem von Göteborg

Der sternförmige Vallgraven war Teil der Befestigungsanlage Göteborgs, die die Stadt im 17. und 18. Jahrhundert zur best befestigten Stadt des Nordens machte. Die Stadt innerhalb des Wallgrabens (Vallgravens) hatte nur drei Tore und machte daher Göteborg zu einer hermetisch geschlossenen Stadt. Als man 1807 beschloss die Befestigungen zu rasieren, entschied man sich gleichzeitig das Gebiet außerhalb des Vallgravens zu einem großen Park zu verwandeln.


Wenn man vom Slussplatsen ausgeht, der das Kanalsystem der Stadt teilt, so entdeckt man im alten Göteborg zahlreiche reich geschmückte Häuser des 19. Jahrhunderts und die Synagoge von 1855 neben denen die Skulptur Mandala fast wie ein Eindringling wirkt. Ausserhalb des Vallgravens machen die früheren Befestigungsanlagen heute der Trädgårdsföreningen Platz.


Gegenüber dem Kungsportsplatsen, an dem die Paddan-Boote abfahren und die Kungsportsavenyn zum Göteplatsen führt, strecken sich der Bältespännareplatsen und der Kungsparken. Der Kungsportslatsen mit dem Kopparmärran innerhalb des Vallgravens gehört mit zu den animiertesten Teilen Göteborgs. Hier findet man Straßenmusiker, politische Gruppen sammeln Unterschriften oder man trifft sich einfach zu Füßen von Karl IX.


Nur wenige Schritte später findet man am Kungstorget, auf der abgewandten Seite von Prometheus die Stora Saluhallen mit seinen Restaurants, die zur Mittagszeit oft überfüllt sind. Bei schönem Wetter wird auch Prometheus mit seinem Blick zum Vallgraven und dem Kungsparken von zahlreichen Picknickern belagert.


Nach Floras Kulle, der Vasabron und dem Grönsakstorget wird der Vallgraven zum Rosenlundskanal. Eine besondere Beachtung findet die Vasabron, die 1906 bis 1907 von Yngve Rasmussen geplant wurde und die der Göteborger Kunstschmied A. P. Sjöbergs mit zahlreichen Tieren schmückte.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mittwoch, 29. Juli 2009

Mit den Paddan-Booten in Göteborg unterwegs

Wer Göteborg einmal von einer besonderen Warte betrachten will, hat die Möglichkeit die Stadt auch einmal vom Wasser aus zu betrachten. Die Paddan-Boote leiten den Besucher entlang des Vallgravens, führen ihn jedoch auch auf den Göta älv und gewähren ihm einen Blick auf die Göta älvbron.


Die Reise mit den flachen Booten führt den Besucher unter 20 Brücken, die zu unterschiedlichen Epochen geschaffen wurden und heute eine gute Verbindung in das "alte Göteborg" bieten. Einige der Brücken sind so niedrig, dass sich die Reisenden auf den Paddan-Booten bücken müssen um unbeschadet die Reise fortsetzen zu können.


Eines der bedeutendsten Gebäude, das von den Paddan aus betrachtet werden kann ist das Gebäude der früheren Ostindiekompaniet, das im 18. Jahrhundert Göteborg den Wohlstand brachte und der Stadt einen internationalen Handel mit Gewürzen und Porzellan brachte. Heute befindet sich in dem Bauwerk der Ostindien-Kompanie das städtische Museum Göteborgs.


Mit den Paddan einmal auf dem Gôta älv blickt der Reisende auch auf den Freizeitboothafen Lilla Bommen und das größte Einkaufszentrum Skandinaviens, nämlich Nordstan, das viele Göteborger nur Femman nennen und hunderte Geschäfte unter seinem Dach vereinigt.


Während die Paddans sich Lindholmen und Eriksberg nähern kann man seinen Blick über die Werft Gotenius Varv, den Läppstiftet und die Barken Viking auf der einen Seite werfen und auf der anderen die Neubauten und die Strandpromenade von Eriksberg und Lindholmen entdecken.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin