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Montag, 4. Januar 2010

Das Transatlantics Huset am Packhusplatsen in Göteborg

Das Transatlantics Hus am Packhusplatsen in Göteborg ist noch ein Zeuge der frühere internationalen Schifffahrt Göteborgs. Hier befand sich das Büro der Transatlantic Gesellschaft , die von 1904 bis 1964 als eine der bedeutendsten Reedereien der Stadt tätig war und bereits Anfang des 20. Jahrhunderts einen Linienverkehr von Schweden nach Amerika betrieb.


Bevor jedoch im Jahre 1944 das Gebäude der Transatlantics AB fertig gestellt wurde befand sich an diesem Platz bereits eines der attraktivsten Gebäude des Packhusplatsen, nämlich das Postamt, das vom Gustav Adolf Torg, wo sich das erste Postamt Göteborgs befand, hierher verlagert wurde. Das Postamt war deutlich an seinen drei Türmen zu erkennen und wurde auf zahlreichen alten Postkarten abgebildet.


Das Transatlantics Gebäude sollte schon im Aussehen seine Bestimmung ausstrahlen und mit Modernität überzeugen bei dem an nichts gespart wurde. Auch wenn das Gebäude von der heutigen Warte nicht sehr ansprechend wirkt, so muss man dennoch beachten, dass die gesamte Fassade mit geschliffenem Granit verkleidet wurde und die Architektur des Gebäudes den Beginn der 40er Jahre ausdrückt.


Einen besonderen Stempel verleihen dem Transatlantics Gebäude in Göteborg auch die Arbeiten des Künstlers Fritz Bange, der auf der Hauptseite vier überdimensionale Reliefe in Stein schlug, die die internationale Tätigkeit der Reederei ausdrücken. Auf der Breitseite, in Richtung des ehemaligen Hotels Hembygden, schuf er ebenfalls zwei Reliefe, darunter eine Abbildung Poseidons.


Heute findet man im Transatlantics Hus keine Reederei mehr und nur noch der Schriftzug auf dem Gebäude erinnert an die Glanzzeit der Göteborger Schifffahrt. Die Transatlantics AB wurde mehrmals zersplittert und verkauft, bis dann deren Nachfolger im Jahre 1992 sämtliche Aktivitäten einstellten.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin - Originalpostkarten: Stadsmuseum Göteborg

Dienstag, 11. August 2009

Der Hafen von Göteborg - außerhalb der Älvsborgsbron

Wenn man vom Göteborger Hafen spricht, so denken viele zuerst an die Anlegestelle der Stena Line am südlichen Älvstranden oder den Freihafen mit den luxuriösen Kreuzfahrtbooten, die alle in Stadtnähe anlegen und sich von den Schären aus und unter der Älvsborgsbron Göteborg nähern.


Der größte Hafen Skandinaviens und der bedeutendste Schwedens, was das Handelsvolumen angeht, liegt jedoch jenseits der Älvsborgsbron, auf dem Stadtteil Hisingen. Von der Brücke aus sieht man vor allem die Ölreservoire und, als Symbol, den Containerhafen mit seinen Kränen.


Sämtliche Hafenanlagen werden von der Stadt Göteborg betrieben und zeichnen als Göteborgs Hamn AB. Von der Älvsborgsbron aus sieht man zuerst zwei Ölraffinerien und den Verschiffungshafen für Ölprodukte. Auf der Nordseite der Brücke kann man diese Aktivität auch deutlich riechen, vor allem an windstillen Abenden und Nächten.


Anschließend folgen die Skelette der Kräne mit deren Hilfe jedes Jahr nahezu eine Million Container verladen werden, aber auch Holzprodukte ihren Weg in die verschiedensten Länder der Welt finden. Die Aktivität und der immense Verkehr an Lastwagen, die dem Transport der Waren dienen bleibt in der Stadt selbst fast unbemerkt.


Am weitesten von der Stadt entfernt befindet sich der Hafen für Rohöl, das von hier aus seinen Weg zu den nahen Raffinerien und anschließend nach ganz Schweden findet. Zahlreiche der Öltanker, die hier anlegen gehören den Reedereien mit Sitz auf der Schäreninsel Donsö. Rohöl ist zur Zeit das bedeutendste Handelsgut des Göteborger Hafens.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 10. Mai 2009

Donsö in den südlichen Schären Göteborgs

Falls die Sonne scheint, so sind die Boote zu den südlichen Schären Göteborgs am Wochenende zum Brechen voll. Die Göteborger zieht es dann hinaus auf die Inseln, zum Essen, Wandern, Baden oder auch um die Verwandten zu besuchen.

Der beliebteste Badeplatz von Donsö

Eine der weniger überlaufenden Inseln ist Donsö im södra skärgården, obwohl diese Insel, die per Brücke auch mit Styrsö verbunden ist, sehr vieles zu bieten hat, außer einer etwas versteckten Badestelle.


Gedenkstein an die toten Seeleute der Insel Donsö

Die Insel selbst ist von der Fischerei und der Seefahrt geprägt und zahlreiche Reedereien haben dort ihren Sitz. Auf dem Friedhof erinnert ein Erinnerungsstein auch an die toten Seeleute der Insel, die auf dem Meer geblieben sind. Fast jede Familie auf der Insel hatte während der letzten Jahrhunderte hier seine Toten zu beklagen.


Glitter und Feldspat bei der alten Grube der Insel Donsö

Ab 1900 wurde auf Donsö auch Feldspat und Glimmer abgebaut, der vor allem nach Deutschland exportiert wurde. Die Grube ist heute noch zu besichtigen, auch wenn sie schon lange nicht mehr genutzt wird und der überall deutlich sichtbare Glimmer nur noch Erinnerungswert hat.