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Montag, 15. August 2011

Der Göteborger Kulturkalas, ein kostenloses Festival

Zwischen dem 16. und dem 21. August findet in Göteborg das diesjährige Kulturfestival (Kulturkalas) statt, das wegen Way out West um einige Tage verschoben wurde, da sich in den Vorjahren gewisse Konflikte zwischen den beiden Ereignissen zeigten. Wie jedes Jahr, so sind auch 2011 alle Veranstaltungen im Rahmen des Göteborger Kulturfestes kostenlos und finden an den verschiedensten Stellen der Innenstadt statt.

Ein Tag vor dem Start

Dieses Jahr lädt der Göteborger Kulturkalas zu rund 1000 Programmpunkten ein, die sich zwischen Liseberg, Götaplatsen, Gustav Adolf Torg, Lilla Bommen und dem Stenpiren abspielen, oder mit anderen Worten an über 40 verschiedenen Stellen, die auch thematisch voneinander abgegrenzt sind. Da auch sämtliche städtischen Museen der Stadt Veranstaltungen zum Kulturfest anbieten, bietet sich während der fünf Tage auch die Möglichkeit kostenlos die Sammlungen der verschiedenen Museen zu besuchen und zusätzlich an Kultur zu schnuppern.

Ein Tag vor dem Kulturfestival

Eines der wichtigsten Themen des diesjährigen Kulturkalaset ist Kunst und insbesondere Straßenkunst,, denn entlang der Vasagatan werden Plakate ausgestellt, die Teil des Projektes „The Art Break“ sind. Vor dem Avalon Hotel wird der New Yorker Künstler Shai Dahan in einer Performance Street Art schaffen, dessen Entstehung jeder Besucher des Kulturfestes folgen kann.

Johan Wellton, Strassenkünstler und
Künstlerischer Leiter der Varietégatan

Eine weitere Neuerung des Kulturfestes sind die Restaurants und Cafés, die während des Göteborger Kulturfestes ihre Dienste anbieten, denn jedes angeschlossene Restaurant musste sich verpflichten mindestens zwei ökologische Gerichte anzubieten und die Cafés benutzen ebenfalls ökologische Bohnen, die nicht von Kindern geerntet wurden. Herausragend ist dabei im Schatten gepflanzter Kaffee aus der Karibik.

Billy Kidd, erstmals in Schweden

Kunst anderer Art wird natürlich wieder von den unterschiedlichsten Straßenkünstlern geboten, so den legendären Flying Dutchmen oder einer der wenigen weiblichen Magikern Billy Kidd. Kunsthandwerk wird erneut in der Trädgårdsföreningen geboten und im legendären Kaufhaus NK stellen fünf Göteborger Möbeldesigner ihre Werke aus, wobei sie den Besuchern auch gerne ihre Arbeitsweise erklären.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Dienstag, 14. September 2010

Röst och Sweet Art im Stadsmuseum in Göteborg

Zwischen dem 4. September und dem 17. Oktober findet im Stadsmuseum Göteborg die multimediale Ausstellung Röst och Sweet Art statt, die in Zusammenarbeit mit Rot produktion, Sensus und Arvsfonden entstand und den Untertitel „Ungdomar om demokrati, makt & Politik“ trägt, also „Jugendliche über Demokratie, Macht & Politik“.


Natürlich spiegelt sich bei der Ausstellung Röst och Sweet Art nicht die Meinung aller schwedischer Jugendlichen, sondern jene von 132 Jugendlichen zwischen 15 und 22, die in Göteborg leben und damit repräsentativ für diese Stadt im Südwesten Schwedens ist und vor allem Probleme in der gegenwärtigen Struktur Göteborgs zum Ausdruck bringt.


Fragen, die bei der Ausstellung im Stadtmuseum Göteborg in Bild und Ton zum Ausdruck gebracht werden, handeln von allem, was Jugendliche bewegt, aber sind auch ein Bindeglied zum Erwachsenwerden, denn es geht darum, was Macht und Politik ist oder was für und gegen die Todesstrafe spricht, aber es geht auch darum, was Jugendliche in Göteborg verändern wollen, was sie dort schätzen oder was sie als negatives Markenzeichen Göteborgs betrachten.


Annica Carlsson Bergdahl hat für diese Ausstellung Jugendliche aus allen Stadtteilen interviewt und darauf geachtet, dass unterschiedliche Bildungs- und Kulturgruppen zur Sprache kamen. Non-Stop kann man videografischen Interviews lauschen, die Meinungen, Hoffnungen und Kritik, aber auch unterschiedliche religiöse Auffassungen ausdrücken.


Röst och Sweet Art ist jedoch nicht nur eine Ausstellung von Fotos, Aussagen und Video-Interviews, sondern gleichzeitig ein Forum der Kommunikation an der alle Jugendliche Göteborgs teilnehmen können. Parallel zur Ausstellung werden neun Veranstaltungen mit Musik, Debatten und offenen Gesprächen veranstaltet bei denen, unter anderem, auch Straßenkunst eine wichtige Rolle einnimmt. Am Mittwoch, den 22. September, berichtet der Performancekünstler Joakim Stampe dabei im Stadtmuseum Göteborg über Sweet Art in Berlin, der deutschen Hauptstadt für Straßenkunst.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin