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Montag, 9. August 2010

Styr och Ställ Fahrradverleih in Göteborg

Gleichzeitig mit der Eröffnung des Göteborger Kulturfestes 2010 wird am 10. August auch das neue städtische Fahrradverleihsystem Styr och Ställ eröffnet. Nach Kauf einer Drei-Tages-Karte oder einer Dauerkarte kann man an vorerst 20 verschiedenen Stellen der Innenstadt ein Fahrrad leihen um sich von einer Bushaltestelle zu einem der anderen Orte mit Verleihstelle begeben.


Der Fahrradverleih Styr och Ställ wird am 10. August um 17 Uhr vor dem Storan eröffnet. Nachdem Anneli Hulthén und Kia Andréasson dieses Ereignis mit positiven Reden eröffnen, radelt der Chor der Göteborger Oper mit den neuen Fahrrädern die Avenyn entlang bis zum Götaplatsen, wo dann das Göteborger Kulturfest eröffnet wird. Während dieser Fahrt singt der Chor, bei Begleitung von Fahrradglocken, Opernarien.


Der Opernchor wird anschließend, erneut im Beisein von Anneli Hülthén, bei der Preisvergabe des Göteborgs Companipris im Kajskjul vor den geladenen Gästen erneut eine Opernarie singen und für den Fahrradverleih Styr och Ställ Reklame machen, der als Zusatz zu den öffentlichen Verkehrsmitteln gesehen werden soll.


Um die Fahrräder von Styr och Ställ benutzen zu können, muss man vorher entweder eine Drei-Tages-Karte für 10 Kronen oder eine Jahreskarte für 100 Kronen erwerben, die mit einer Kreditkarte gekoppelt ist, damit eventuelle Zusatzkosten oder vom Fahrer verursachte Schäden direkt vom Bankkonto abgebucht werden können.


Das für Göteborg geschaffene System sieht die Benutzung der Räder von 30 Minuten vor, die im Kaufpreis der Karte enthalten sind. Zusatzzeiten werden dann gestaffelt berechnet, was bedeutet, dass die zweite halbe Stunde mit 10 Kronen zu Buche schlägt, die dritte mit 20 Kronen und ab der vierten halben Stunde alle 30 Minuten 40 Kronen fällig werden. Für acht Stunden kommt daher die stolze Summe von 550 Kronen zu Stande, was die Benutzung der Räder für einen Einkauf oder eine Stadtbesichtigung ausschließt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 19. April 2010

600 Kinder pflanzen und sähen im Göteborger Schlosswald Frühlingsblumen

Im Rahmen des Wissenschaftsfestivals (Vetenskapsfestivalen) in Göteborg sammelten sich heute rund 600 Kinder zwischen Vorschule und Vierter Klasse um zu pflanzen und zu säen. Auf einer Länge von 100 Metern war zu Fuße des Naturwissenschaftlichen Museums, gegenüber dem Spielplatz Plikta, eine Rabatte vorbereitet, die die Kinder zu einem blühenden Paradies gestalten dürfen.


Schon eine halbe Stunde vor dem Auftakt kam eine nach der anderen Kindergruppe im Slottsskogen (Schlosswald) an um sich die Zeit mit verschiedenen Spielen zu vertreiben, auch wenn manchmal etwa ungeduldige Blicke Richtung Rabatte geworfen wurden, wo bereits hunderte von Töpfen mit Osterglocken aufgereiht waren.


Bevor jedoch die Pflanzaktion in Gang kam, wurden die Kinder mit afrikanischer Musik kindgerecht unterhalten. Sehr eifrig tanzten die Kinder, unter die sich auch Anneli Hulthén, die Vorsitzende des Göteborger Stadtrates, gemischt hatte, einen improvisierten Regentanz, der glücklicherweise die Sonne nicht vertreiben konnte, aber den Kindern sichtlich großen Spaß machte.


Nach einer kurzen Rede der Gärtnerin des Schlosswaldes und einigen Worten von Anneli Hulthén durften sich dann die Kinder, an gefüllten Bananenkisten vorbei, aus denen sie sich noch Wegzehrung nehmen konnten, auf den Weg zur Rabatte machen und zu ihren Pflanzschaufeln und Händen greifen, unmittelbar nachdem Anneli Hulthén die ersten Osterglocken gesetzt hatte.


Die 100 Meter lange Rabatte in Plikta wurde erst mit Osterglocken bepflanzt, bevor dann zwischen den Narzissen Sommer- und Herbstblumen gesät wurden, die dann bis zum ersten Frost die Besucher des Schlosswaldes erfreuen werden. Da die Pflanzaktion einen möglichst großen pädagogischen Wert haben soll, wurden auch einige der Stellen der Rabatte für Gemüse reserviert, dessen Samen ebenfalls von den anwesenden Kindern unter die Erde gebracht wurde. Im Laufe des Schuljahres werden die Kinder dann regelmäßig und gruppenweise die Pflanzung besuchen, den Fortschritt sehen und, mit Hilfe ihrer Lehrer, viel über Botanik erfahren.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 6. Juni 2009

Einbürgerungszeremonie im Slottskogen in Göteborg

Der 6. Juni ist nicht nur einer der 17 "flaggdagar" des Landes und schwedischer "nationaldag", sondern auch die Willkommensfeier für alle Neuschweden, die auf diese Weise noch einmal im Land begrüßt werden.


Über 2500 Einwanderer haben im Jahre 2008 in Göteborg die schwedische Nationalität erlangt. Anlässlich dieser Entscheidung wurden sie zu einem großen Fest in den Slottsskogen, den Schlosswald, eingeladen. Die "Neuschweden" kamen aus über 90 verschiedenen Ländern und haben in diesem Fall Göteborg als ihre neue Heimat gewählt.


Die Einbürgerungsfeier wurde nicht nur mit Champagner, einem Essen und geselligem Zusammensein gefeiert, sondern auch mit mehreren kulturellen Darstellungen, die den Neu-Göteborgern noch einmal Vergangenheit und Gegenwart des Landes näher bringen sollte. Volkstanz löste moderne schwedische Musik ab und selbst spontanes Tanzen mit Teilnehmern der unterschiedlichen Kulturen war auf dem Tagesplan.


Natürlich fehlte auch die schwedische Fahne nicht und jeder Teilnehmer des Festes erhielt ein Exemplar, das auf der Innenseite auch die Geschichte der schwedischen Flagge, des Flaggentages und den Text der schwedischen Hymne enthält - eine Fahne, die natürlich auch für die geborenen göteborgare den ganzen Tag dominierte.


Anneli Hulthén, "kommunstyrelsens ordförande" in Göteborg, die zur Zeit bedeutendste Politikerin der Stadt fand sich ebenfalls ein um den neuen Göteborgern ihr persönliches "välkommen" auszudrücken und um die Gemeinsamkeit der unterschiedlichen Nationen auszudrücken.


Ein bedeutendes Ereignis war auch die Verleihung eines Stipendiums von 10.000 Kronen an Fahima Amini, die in ihrer Heimat Analphabetin war und nun in Schweden, nach nur vier Jahren, als Beste des Jahrganges die angebotenen Schwedischkurse absolvierte. Das Stipendium wurde ihr von Göran Johansson überreicht, der bereits eine lebende Legende der Göteborger Politik ist.

Der Artikel zum Thema in der Göteborgs-Posten
Die Fortsetzung des Artikel der GP

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin