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Samstag, 31. Juli 2010

Naturerlebnis in den südlichen Schären Göteborg

Nachdem die südlichen Schären Göteborgs bis 1997 militärisches Gebiet waren, durften Touristen anderer Länder bis zu diesem Zeitpunkt keinen Ausflug in die Inselwelt vor Göteborg unternehmen. Dies führte auch dazu, dass sehr wenig in der ausländischen Presse oder in Reiseführern über die Schären Göteborgs zu finden war und noch heute relativ wenig darüber berichtet wird.


Erst seit sehr wenigen Jahren entdecken nun mehr und mehr Besucher Göteborgs diese einzigartige Welt, die man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für 65 Kronen nahezu vollständig entdecken kann. Naturliebhaber, die sich einen Eindruck über die Vielseitigkeit der Bewachsung und der Tierwelt der südlichen Schären machen wollen, sollten gegen 8 Uhr morgens ein Boot von Saltholmen nach Vrångö nehmen, die Insel, die am weitesten von Göteborg entfernt ist.


Auch wenn es dort zwei verschiedene Wanderwege durch die Naturreservate der Insel gibt, sollte man den südlichen Weg wählen, der vor allem die Vegetation auf einer Klippenlandschaft zeigt und häufig einen Blick auf das Kattegatt frei gibt. Auf Vrångö findet man auch ein reiches Vogelleben, das bei offenen Flächen leichter zu beobachten ist als im nördlichen, bewaldeten Teil.


Von Vrångö aus nimmt man die Fähre nach Donsö um dem dortigen Naturpfad entlang zugehen, wo sich Feucht- und Trockengebiete abwechseln. Auf den Klippen findet man auch noch Reste von Bunkern des Zweiten Weltkriegs. Von Donsö aus kann man natürlich die Fähre zur Nachbarinsel Styrsö nehmen, aber es bietet sich dennoch die Benutzung der Brücke an, die fast geradewegs zum Rundwanderweg führt, wo man Strand- und Waldbewachsung findet und sich an einem Teich auf optische Vogeljagd machen kann.


Zum Abschluss bietet sich dann noch eine Bootsfahrt nach Asperö oder Brännö an. In Asperö reicht die Zeit für eine Rundwanderung um die gesamt Insel, wo man die einzigen Schluchten der südlichen Schären findet. Falls man Brännö als Ziel wählt, so kann man durch bewaldetes Gebiet und den alten Ortskern von einem Fährhafen zum nächsten wandern, bevor man am frühen Abend mit der Fähre nach Saltholmen zurück kommt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 17. Juli 2010

Rundreise in den südlichen Schären in Göteborg

Wer einen besonderen Tag auf den südlichen Schären von Göteborg verbringen will, kann für ein Tagesticket der öffentlichen Verkehrsbetriebe eine Entdeckungsreise durch die Inselwelt vor Göteborg antreten und, falls man sein Picknick dabei hat, für den Preis von nicht einmal sieben Euros. Kaum ein Vergnügen in Göteborg kann man für diese geringe Summe so ausgiebig genießen.

Saltholmen

Bei einer Tagesfahrt zwischen morgens um neun Uhr und abends 20 Uhr kann man etwa zwei Stunden vom Wasser aus die Inselwelt betrachten und dann noch die Natur von vier verschiedenen, bewohnten Inseln der südlichen Schären entdecken. Die erste Fähre kurz nach neun Uhr führt den Besucher entlang einer Vielzahl an Inseln zur Insel Vrångö, der Insel, die am weitesten von Göteborg entfernt ist.

Vrångö

Zwei Stunden auf Vrångö reichen um den südlichen Wanderweg entlang zu gehen und um die Ansiedlung mit dem Lotsenhaus und dem Hafen zu besuchen, bevor man dann gegen 12 Uhr 30 Richtung Donsö aufbricht, wo man den Naturpfad im Süden der Insel mit dem Donsö Huvud und den alten Befestigungen entdecken kann. Bevor man dann kurz vor 15 Uhr die Fähre nach Asperö besteigt, reicht die Zeit noch für ein Picknick und einen Spaziergang durch das Dorf mit seinen bemalten Briefkästen.

Asperö

Die Zeit in Asperö reicht dann um den Naturpfad um die Insel zu nehmen, den Vogelsee Musta zu entdecken und an mehreren Stellen die Aussicht auf den Klippen zu genießen, selbst wenn die Zeit dann nicht mehr für ein kühles Bad im Meereswasser reicht. Von Asperö führt dann um 17 Uhr 32 eine Fähre zur Insel des Dichters Lasse Dahlquist, nach Brännö, wo jeden Donnerstag Abend (im Sommer) eine sehr bekannte Tanzveranstaltung stattfindet.

Brännö

Bevor man dann kurz vor acht Uhr die Fähre zurück nach Saltholmen nimmt, hat man Zeit entweder den Wanderweg durch die Natur im Westen der Insel zu nehmen oder aber um die Ansiedlung im Osten Brännös zu entdecken. Natürlich kann man nun auch im Gasthaus von Brännö zu Abend essen und eine spätere Fähre nehmen, aber dann wird der Aufenthalt jedoch etwas teurer als 7 Euros.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 16. Juli 2010

Wandern im Naturschutzgebiet von Asperö in Göteborg

Asperö gehört zu den südlichen Schären und hat heute etwa 460 feste Einwohner. Die Insel ist mit der Fähre gerade einmal 10 Minuten von Saltholmen entfernt und das ganze Jahr über ein Ausflugsgebiet für Naturliebhaber, da sowohl die geologische Struktur als auch das Pflanzen- und das Tierleben von großem Interesse sind. Dies führte auch dazu, dass Asperö heute als gesamte Insel unter Naturschutz steht.


Obwohl die gesamte Runde um die Insel nicht einmal drei Kilometer lang ist, so geht man mit den kleinen „Ausflügen“ nach links und rechts doch zwischen vier und fünf Kilometer. Ohne diese kleinen Ausflüge verpasst man einen großen Teil der Gewächse und Tiere, die ihre Heimat nun einmal nicht entlang einem Wanderweg haben, selbst wenn er nicht von vielen begangen wird.


Da ein Großteil des Wanderweges, der nahe der Anlegestelle Asperö Östra beginnt, teilweise durch ein bewachsenes, schluchtartiges Gebiet führt, kann die Runde selbst im Sommer ohne große Anstrengung genommen werden. Der Naturliebhaber entdeckt hier die verschiedensten Pflanzenarten, angefangen von jenen, die Feuchtigkeit lieben bis zu jenen, die in den kleinsten Spalten der Klippen noch Nahrung finden. Asperö verfügt über mehrere Baumarten und ist sehr reich an Flechten und Moosen, wobei im Unterholz überall zahlreiche Heidelbeeren wachsen.


Wer den Naturpfad durch das Naturreservat von Asperö zwischen Mai und Ende September nimmt, wird auch mit Erstauen feststellen, wie reich die Insel an Insekten ist. Vor allem der Artenreichtum an Schmetterlingen, Hummeln und Libellen ist für eine Insel, die von Salzwasser umgeben ist, geradezu erstaunlich. Und selbst Liebhaber von Spinnen kommen bei einer Wanderung um Asperö voll auf ihre Kosten.


Wer nicht nur auf die unterschiedlichsten Möwenarten treffen will, sollte Asperö ebenfalls zwischen Frühling und Herbst besuchen, wobei sich die verschiedenen Gänse- und Entenarten weniger auf Asperö als vielmehr auf den sehr nahen unbewohnten Nachbarinseln aufhalten. Im Sommer findet man hier allein rund 50 Kanadagänse mit ihren Jungen. Auf der Insel selbst findet man die verschiedensten Singvögel und am Süßwasserteich noch einige Wasservögel, die nur auf wenigen anderen der südlichen Schäreninseln zu finden sind.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin