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Sonntag, 8. November 2009

Die Älvsborgsbron in Göteborg

Wer mit dem Boot nach Göteborg will, mit einem Kreuzfahrschiff ankommt, die Stena Line benutzt oder mit einem Boot Richtung Vänern will muss heute unter der Älvsborgsbrun die Stadt anfahren. Und auch die Götheborg wird bei jeder Abfahrt oder Ankunft von hunderten Booten begleitet, die alle unter der längsten Brücke Göteborgs zu ihren Anlegestellen kommen.


Die Älvsborgsbron ist 933 Meter lang, hat sechs Spuren für Fahrzeuge sowie auf beiden Seiten eine Spur für Fahrräder, Mopeds und Fußgänger. Die Brücke hat eine Spannweite von 418 Metern, wobei sie auf 100 Meter Breite eine Segelhöhe von 45 Metern aufweist, was für bedeutende Segler wie die Barken Viking oder einige Kreuzschiffe nicht ausreicht. Die Älvsborgsbron wurde 1966 von Olof Palme eingeweiht.


Heute ist die Älvsborgsbron ein Symbol Göteborgs, vor allem für jene, die sich von den südlichen Schären aus der Stadt nähern. Fast unter der Brücke liegt das Kulturzentrum Röda Sten, das letzte Zeichen bevor man die Stadt Göteborg mit all seinen Fassetten erreicht.


Ein Spaziergang auf der Älvsborgsbrücke bietet auf der einen Seite einen Blick auf den Hafen, die Ölraffinerien und die Schären. Bei gutem Wetter sieht man sowohl die neue Älvsborgsfestung als auch die letzte Insel vor dem freien Meer: Vinga, ein Ort, der noch heute mit Evert Taube in Verbindung gebracht wird.


Die anderen Seite der Älvsborgsbron bieten einen Blick über fast ganz Göteborg. Rechts zu Füßen der Brücke liegt das Kulturreservat Klippan mit dem Bootsmuseum, in der Höhe ragt die Masthuggskyrkan in den Himmel. Der Göta Älv selbst wird von der Cityvarvet und den Trockendocks dominiert und die linke Seite, von der Höhe der Brücke aus gesehen, lässt Eriksberg mit dem Bockkran und der Götheborg erscheinen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 30. August 2009

Der Rosenlundskanalen in Göteborg von der Vasabron bis zur Göta älv Mündung

Der Rosenlundskanalen ist im Grunde die begradigte Verlängerung des früheren Vallgravens, der auch hier in zickzackform war. Er erhielt seinen Namen nach den zahlreichen wilden Rosen, die hier bis etwa 1840 wuchsen. Diese Rosen verschwanden jedoch bei den Begradigungsarbeiten des Kanals und anderen Bauarbeiten vollständig.


Der Rosenlundskanal war in der Blütezeit Göteborgs der zweitwichtigste Hafen der Stadt und ist der einzige, der heute noch als kleinerer Freizeithafen dient, auch wenn es bei Hochwasser teilweise unmöglich ist unter den Brücken zu passieren.


Das bekannteste Gebäude am Rosenlundskanalen innerhalb des Vallgravens ist die 1874 erbaute Feskekörka, der vom Lilla Torget hierher verlagerte Fischmarkt Göteborgs. Am Kai in der Nähe der Feskekörka und, gegenüber des Rosenlundsplatsens mit den Mosaikpelare, ankert auch ein Restaurantboot, das für immer im Kanal „gefangen“ ist.


Näher am Hafen, innerhalb des Wallgrabens, und als Übergang zum Skeppsbronkajen liegt der Esperatoplatz, der in den 50er und 60er Jahren ein Zentrum für Esperanto war. Seit dem Jahre 2000 findet man auf dem Platz, fast in der Tradition von Esperanto, das Språkcaféet, in dem die Angestellten alle mehrsprachig sind und regelmäßig Gespräche in mehreren Sprachen animiert werden.


Wenn man den Rosenlundskanal verlässt, so entdeckt man auf dem Göta älv unmittelbar die Trockendocks der Cityvarvet, die letzten Zeugen der Geschichte der Göteborger Werften. Unmittelbar außerhalb der „Stadt innerhalb des Vallgravens“ legen auch die Älvsnabben an, die einen Besuch von Eriksberg und Lindholmen, auf der anderen Seite des Göta älvs, ermöglichen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 20. August 2009

Die Werft in Göteborg und seine lange Geschichte

Schiffbau ist in Göteborg bis zum 16. Jahrhundert zurückkzuverfolgen. Im Laufe der Jahrhunderte wurden hier Passagierfahrzeuge, Tanker, Eisbrecher, militärische Schiffe und jede andere Art von Wasserfahrzeug gebaut. Während der 70er Jahre jedoch wurde der Schiffbau in Göteborg völlig eingestellt und heute findet man nur noch eine letzte Werft auf den Gewässern Göteborgs, die sich auf die Reparation von Schiffen verlegt hat.


Im Jahre 1853 begann die Werft in Eriksberg ihre Tätigkeit und wurde damit die erste schwedische Galvanisierungswerft. Hier wurden bis 1978 auch die größten Schiffe Göteborgs gebaut. Am 31. März 1979 lief hier jedoch das letzte Schiff vom Stapel und 105 Jahre Schiffbau wurde zu Grabe getragen. Nur ein Bockkran erinnert noch an die glorreiche Zeit der Werft in Eriksberg.


In Lindholmen wurden vermutlich die ersten Boote Göteborgs gebaut. Diese Werft hatte bis zu den 60er Jahren keine wirtschaftlichen Probleme, aber es fehlte der Platz, der den Ausbau der Werft in Lindholmen ermöglicht hätte. Hier wurden weltweit die vermutlich schönsten Stahlschiffe gebaut. Die Werft hat während ihres Bestehens etwa 600 Schiffe gebaut, bevor sie 1970 von der Eriksberg-Werft aufgekauft wurde und 1976 das letzte Schiff vom Stapel laufen konnte.


Die Arendalswerft hatte nur eine kurze Geschichte, da sie nur von 1963 bis 1989 existiere und nach dem Bau von 140 Schiffen und Trockendocks mit dem Bau des Eisbrechers Oden seine Tätigkeit einstellte. Die Arendalswerft wurde vor allem mit dem Bau des Trockendocks für Murmansk bekannt, das dem Bau von russischen Atom-U-Booten diente und anlässlich eines Unglücks durch die Weltpresse ging.


Die heute noch existierende Werft wurde 1841 von Alexander Keiller gegründet, die vor allem zu Beginn seiner Aktivität sehr unterschiedlichen mechanischen Tätigkeiten nachging. Das erste Boot der Keillers Verkstad (später AB Götaverken) lief 1847 vom Stapel. 1976 übernahm Göteborg die damalige Werft und zerstückelte sie in zahlreiche kleinere Unternehmen aus denen die heutige Cityvarvet hervorging, das einzige Unternehmen, das noch mit der Schifffahrt, als Reparationswerft, eine Beziehung hat.

Copyright Text und Fotos: Herbert Karlin