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Freitag, 21. Mai 2010

Schwedische Musik im Göteborger Vergnügungspark Liseberg

Liseberg hat seit Beginn seiner Aktivitäten schwedische Künstler unterstützt und vereinte die bedeutendsten Künstler des Landes in ihren musikalischen Programmen. Auf mehreren Szenen können die Besucher des Vergnügungsparks Liseberg den unterschiedlichsten musikalischen Stilen lauschen und vor allem auch Künstler Göteborgs kennen lernen.


Auf der Großen Bühne treten in der Regel die zur Zeit bekanntesten schwedischen Solisten und Gruppen auf. Im Jahre 2010 sind hier auch der Göteborger Musiker Timo Räisinen, mehrere Chöre des Westgotenlandes und vor allem Lotta Engberg mit ihrem Allsång, der auch im Fernsehen übertragen wird, vertreten.


Die weitaus kleinere Taube-Bühne hat ebenfalls ein sehr breites Programm für Liebhaber anspruchsvoller Musik. Hier finden regelmäßig Jazzabende statt, aber auch klassische Musik und lokale Musik stehen auf dem Programm. Wer Göteborger Künstler entdecken will, findet hier das Göteborger Wind Orchestra, die Brew House Big Band, das Orchester Lisebergs oder auch die Musik des Göteborger Stadtteils Majorna mit Tomas von Brömssen und Majornas 3dje Rote mit ihren Liedern über die Älvsborgsbron oder die Mädchen von Majorna.


Eine völlig andere Musik wird am Tanzparkett Polketten in Liseberg geboten, denn außer den täglichen, kostenlosen Tanzkursen wie Bugg, traditionellen Tänzen, Lindy Hop, Salsa und anderen, lädt der Vergnügungspark hier die bekanntesten Tanzbands Schwedens ein, zu denen das Publikum dann seine Beine schwingen kann. Ein großer Anteil dieser Tanzbands kommen auch aus Göteborg und seiner näheren Umgebung.


Und schließlich gibt es in Liseberg noch die Kleine Bühne mit ihren Vorstellungen für die Jüngsten. Hier gibt es Gesang, Spiel und Zauberei, vor allem aber die Kaninchen Lisebergs, die es in gekonnter Weise verstehen das junge Publikum in seinen Bann zu ziehen. Diese grünen Kaninchen sind Teil aller Vorstellungen auf der Kleinen Bühne.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 12. April 2010

Straßenmusik in Göteborg

Bereits im zweiten Jahr herrscht nun in Göteborg eine Polemik um Straßenmusik, da der Stadtrat im Jahr 2009 entschied, dass in mehreren Bereichen der Innenstadt Straßenmusik zu bestimmten Stunden verboten ist. Während das Verbot im ersten Monat überwiegend noch akzeptiert wurde, setzten sich in der Folge mehr und mehr Straßenmusiker über das Verbot hinweg, zumal eine Strafverfolgung mehr als zweifelhaft ist und juristisch auf wackeligem Boden steht.


Besonders betroffen von diesen Maßnahmen ist die Paradestraße Avenyn und das Einkaufszentrum Nordstan, wo sich die Mehrheit der Göteborger Straßenmusiker aufhielten, da hier auch das meiste touristische Publikum verkehrt und die Chancen mit seiner Musik etwas zu verdienen am höchsten ist.


Mittlerweile streiten sich mehrere Gruppen in Göteborg um eine neue Regeln und die zukünftige Vorgehensweise, ohne sich jedoch in ihren Argumenten bedeutend zu nähern. Während die Stadt und die Kaufleute der betroffenen Gegenden am liebsten nur die offiziellen und von der Stadt zugelassenen Straßenmusiker akzeptieren würden, wie man sie vor allem während des Göteborger Kulturfestivals überall in der Stadt findet, fordern mehrere Berufsmusiker der Stadt, dass das Verbot aufgehoben wird.


Jeder, der Göteborg bereits besuchte und vielleicht sogar gerne Straßenmusikern lauscht, konnte jedoch sicher ein typisches Problem der Stadt entdecken, den hier ist Straßenmusiker nicht immer gleichzusetzen mit einem Musiker, der eben auf der Straße sein Publikum sucht. Göteborg hat natürlich auch diese Künstler, die singen, ein Instrument spielen und ein gewisses Repertoire haben, dem man gerne lauschen will, aber es gibt eben auch eine weitere Gruppe.


In Göteborg findet man auch zahlreiche, vor allem rumänische, Einwanderer, die mit einem mitgebrachten Instrument Geld verdienen wollen, ihren Instrumenten aber bisweilen kaum fünf saubere Töne entlocken können und dann stundenlang diese Töne in unterschiedlicher Folge spielen. Manchmal können diese Fast-Melodien einen Passanten, der diese Töne gerade einmal 15 Sekunden lang hört, noch erfreuen, sicher aber niemanden, der im Café, das nur zwei Schritte neben dem „Musiker“ ist, in Ruhe seinen Kaffee oder ein Bier trinken will.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 27. Juni 2009

Haga, ein Stadtteil Göteborgs

Haga ist einer der Stadtteile im Zentrum Göteborgs, die noch ihren alten Charakter erhalten haben und mit der Haga Nygatan über eine der bedeutendsten Promenierstrassen der Stadt verfügt, die jeden Besucher mit seinen kleinen Läden, seinen Cafés und Restaurants in ihren Bann zieht.


Noch in den 70er Jahren war Haga ein Stadtteil für Künstler mit geringem Einkommen, was sich jedoch mit den Renovierungsarbeiten des folgenden Jahrzehntes völlig veränderte und schließlich zum heutigen Haga führte wo die Mieten das obere Niveau erreichen und die den Stadtteil zu einer touristischen Attraktion machte.


Heutzutage sind fast alle Häuser der Haga Nygata renoviert, jedoch im ursprünglichen Stil des 18. Jahrhunderts. Eine besondere Anziehung für viele Touristen bietet das Café Husaren mit seinen enormen Zimtschnecken und Nöllers moderne Espressobar.


Aber die Haga Nygata bietet auch noch andere Attraktionen wie Straßenmusikanten, die kleinsten Antiquitätenläden der Stadt und eine Farbenpracht, die jeden Besucher verführt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin