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Samstag, 23. Oktober 2010

Der Bauernmarkt in der Haga Nygatan in Göteborg

Solange die Witterung es im Herbst zulässt und die Landwirte in der Umgebung Göteborgs noch in Ihren Gärten und auf den Feldern ernten können, findet man jeden Samstag an der Haga Nygatan im Göteborger Stadtteil Haga den Bauernmarkt, der so manches Jahr selbst Ende Oktober noch von Interesse sein kann.


Bauernmarkt in der Haga Nygatan bedeutet für die Bewohner Göteborgs vor allem frisches Gemüse zu finden, das hier direkt von von Bauern verkauft und nicht erst bei Zwischenhändlern in Kühlhallen gelagert wird. Das Angebot ist sehr vielseitig, jedoch immer der Jahreszeit angepasst, was auch dazu führt, dass viele Göteborger bereits sehr früh am Morgen an den Ständen sind und dann für die ganze Woche einkaufen.


Die Idee des Bauernmarkts in der Haga Nygatan entstand vor allem dadurch, dass immer mehr Göteborger Ware suchen, die in nächster Umgebung angebaut wird und nicht erst mit Lastwagen durch mehrere Länder transportiert wird. In der Nähe angebaut ist natürlich ebenfalls relativ, da einige der Landwirte, die man in Haga findet, bis zu 250 Kilometer von Göteborg entfernt ihre Güter haben, wenn auch noch im Västra Götaland.


Auch wenn der Bauernmarkt in Haga nicht den Anspruch stellt biologisch angebautes Gemüse und entsprechende Früchte zu bieten, so wird dennoch etwa die Hälfte der Produkte auf natürliche biologische Weise angebaut. Im Zweifel reicht es den Verkäufer zu fragen auf welche Weise er sein Gut bewirtschaftet. Dort angebotenes Fleisch durchlief natürlich die offiziellen Kontrollen.


Auf dem Bauernmarkt in Haga findet man natürlich nicht nur Gemüse und Früchte, sondern auch andere Produkte, die man sonst nirgends in der Stadt finden kann. Viele der Bauern bieten selbstgemachte Marmelade, frisch gebackenes Brot oder selbst Heidelbeeressig an. Einige von ihnen greifen bei ihren Rezepten zu alten Traditionen und bieten daher Produkte, die man nur noch in Haga findet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 18. Oktober 2010

Die Haga Nygatan in Göteborg

Der Stadtteil Haga in Göteborg gehört zu jenen Teilen der Stadt, die vermutlich jeder Besucher während seines Aufenthalts mindestens einmal besucht. Viele der Besucher betrachten Haga als Altstadt Göteborgs, da man hier die so typischen Landshövdingehus findet und vieles an den Beginn des 19. Jahrhunderts erinnert. Auch wenn der Begriff Altstadt bei Haga völlig falsch angewandt wird, so handelt es sich dennoch um einen geschichtsträchtigen Teil Göteborgs.


Wer Haga besucht meint meistens nicht den gesamten Stadtteil, sondern vor allem die Fußgängerzone Haga Nygatan, die die Haga Kyrkan mit der Landsvägsgatan und damit dem Järntorget verbindet, da diese Straße zu den animiertesten Göteborgs gehört und hier das Leben zu pulsieren scheint. Hier findet man im Herbst die biologischen Märkte und zu Weihnachten den bekanntesten Straßen-Weihnachtsmarkt der Stadt.


Die meisten Bauwerke an der Haga Nygatan waren früher Arbeiterwohnungen, die dann später von Künstlern bewohnt wurden und sich heute zu teuren Spekulationsobjekten entwickelten. In den Erdgeschossen von fast jedem der Gebäude an der Haga Nygatan findet man einen besonderen Laden, ein kleineres Restaurant oder ein Café, die alle sehr gut besucht sind. Das bekannteste Gebäude an der Straße ist vermutlich das Café Husaren, wo man die größten Zimtschnecken Göteborgs findet.


Aber auch wer alte Bücher oder antike Gegenstände in Göteborg sucht, wird zuerst die Haga Nygatan besuchen, wo man in den meisten Fällen fündig wird. Wer die Straße und das Ambiente entdecken will, muss sich Zeit nehmen, den einen oder anderen Laden betreten, und vor allem von einem der Straßencafés aus das rege Leben betrachten.


In der Haga Nygatan findet man das kleine Museum „Eisenträger Pettersson“, das nur sehr wenige Tage im Jahr besichtigt werden kann und die Skulptur Hagas Historia. Von hier aus sollte man auch einen kurzen Abstecher zum 200 Meter seitlich liegenden kleinen Linnéparken machen, von wo aus man über unzählige Treppen auch die frühere Verteidigungsanlage Skansen Kronan erreichen kann und einen unvergesslichen Blick über Göteborg gewinnt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 17. Oktober 2010

Herbstliches Cafémilieu in Göteborg

Göteborg gehört zu den Städten in denen mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling Cafés ihre Stühle und Tische an die Straße stellen, wo sie dann bis November stehen und Gäste anzuziehen. Jeder Strahl Sonne wird hier mit einem Kaffee verbunden, der im Freien getrunken wird. Aber selbst zu Afterwork um 17 Uhr findet man noch bei Temperaturen von gerade einmal 6 Grad noch jemand, der sein Bier und Essen im Freien einnimmt.


Wer dieses Gefühl der Göteborger zu ihren Straßencafés erleben will, muss an einem Sonnentag nur an der Avenyn, der Vasagatan, der Linnégatan oder der Haga Nygatan suchen, denn hier treffen sich alle Schichten der Bevölkerung und genießen in einem der zahlreichen Cafés die geringste Wärme, die die Sonne nach Göteborg trägt.


Während man während der touristischen Epoche im Sommer oft kaum einen freien Platz an den Tischen der Straßencafés findet, die oft auch kleinere Gerichte anbieten und bisweilen selbst eine Schankgenehmigung haben, findet man im Frühling und Herbst fast immer einen freien Tisch, wobei jedoch, vor allem an einem sonnigen Samstag, in der Haga Nygatan die Schlange zur Theke beträchtlich lang sein kann.


Da es im Oktober oder November jedoch, selbst bei Sonne, nicht mehr so warm in Göteborg ist, dass man sich, ohne besondere Vorkehrung, ungeschützt lange an einen Tisch an der Straße setzen will, bieten die Cafés in Göteborg einen Service, der allen Gästen sehr willkommen ist. Auf jedem Stuhl findet man bei kühler Witterung eine Wolldecke, die man sich auf die Knie legen oder in die man sich einwickeln kann.


Im Gegensatz zu Südfrankreich oder Spanien, wo man die kühle Luft durch die Installationen unterschiedlicher umweltfeindlicher Heizquellen aufwärmt, will die Mehrheit der Göteborger wirklich die Sonne genießen und fühlen und wärmt sich daher mit einer natürlichen Quelle auf, einer Wolldecke. Mit dieser Methode kann man in Göteborg acht Monate lang im Freien einen Kaffee trinken und von der Sonne profitieren.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 28. November 2009

Weihnachtsmarkt im Göteborger Stadtteil Haga

Einen der authentischsten Weihnachtsmärkte Göteborgs findet man jeweils an den Dezemberwochenenden im Stadtteil Haga, genauer genommen in der Haga Nygatan, die bekannt ist für ihre Außencafés, die Antiquitätenmärkte, die größten Zimtschnecken und Bauten, die noch an das 19. Jahrhundert erinnern.


Der Weihnachtsmarkt in Haga wurde im Laufe der Jahre fast eine Institution, die dafür bekannt ist, dass man an den Ständen noch überwiegend schwedische Tradition findet und nicht ein undefinierbarer Wirrwarr an Produkten und Dekorationen. Alte und moderne weihnachtliche Gebilde wechseln hier von Stand zu Stand.


An zahlreichen Ständen entlang der Haga Nygatan kann man während des Weihnachtsmarktes, der als Alternative und Zusatz zum Göteborger Weihnachtsmarktes in Liseberg betrachtet werden kann, unterschiedliche Gerichte versuchen bevor man sich zum Kauf entschließt. Den Besuchern werden unter anderem mehrere Sorten eingelegter Hering (Sill) angeboten oder geräucherter Lachs.


Haga Nygatan bietet an den Wocheneden im Dezember eine Mischung an Angeboten, die von antiken Glögggläsern und Weihnachtsleuchtern über gebrannte Mandeln bis zu handwerklichen Produkten und weihnachtlichem Gebäck wie Lussekatter reicht. Kein Wunder daher, dass man daher auf diesem Göteborger Weihnachtsmarkt nicht nur Schwedisch hört, sondern auch Dänisch, Norwegisch, Deutsch und selbst Spanisch.


Der Weihnachtsmarkt in Haga präsentiert natürlich nicht nur weihnachtliche Produkte, die das Heim verschönern, unter dem Christbaum wiederzufinden sind oder Feinschmecker anziehen, denn am 5. Dezember wird auch die Göteborger Lucia die Haga Nygatan besuchen und immer wieder kann man Weihnachtsgesang in live lauschen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Samstag, 27. Juni 2009

Haga, ein Stadtteil Göteborgs

Haga ist einer der Stadtteile im Zentrum Göteborgs, die noch ihren alten Charakter erhalten haben und mit der Haga Nygatan über eine der bedeutendsten Promenierstrassen der Stadt verfügt, die jeden Besucher mit seinen kleinen Läden, seinen Cafés und Restaurants in ihren Bann zieht.


Noch in den 70er Jahren war Haga ein Stadtteil für Künstler mit geringem Einkommen, was sich jedoch mit den Renovierungsarbeiten des folgenden Jahrzehntes völlig veränderte und schließlich zum heutigen Haga führte wo die Mieten das obere Niveau erreichen und die den Stadtteil zu einer touristischen Attraktion machte.


Heutzutage sind fast alle Häuser der Haga Nygata renoviert, jedoch im ursprünglichen Stil des 18. Jahrhunderts. Eine besondere Anziehung für viele Touristen bietet das Café Husaren mit seinen enormen Zimtschnecken und Nöllers moderne Espressobar.


Aber die Haga Nygata bietet auch noch andere Attraktionen wie Straßenmusikanten, die kleinsten Antiquitätenläden der Stadt und eine Farbenpracht, die jeden Besucher verführt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 25. Juni 2009

Hagas historia oder Hagas Geschichte in Bronze

Haga ist einer der meistfrequentierten Teile Göteborgs und fast jeder Besucher dieses Stadtteils wird hier ein Souvenir kaufen, eine Antiquität erwerben oder ganz einfach nur Kaffe trinken und eine Göteborger Spezialität genießen.


In der Haga Nygata findet man noch zahlreiche Gebäude des 18. Jahrhunderts, wodurch der Besucher der Strasse in die Vergangenheit Göteborgs zurückversetzt wird.


An der Haga Nygata findet man jedoch auch ein Kunstwerk, das die Geschichte Hagas erzählt: Den Bronzeguss "Hagas historia" des Künstlers Thord Tamming, der 1996 seinen Platz an der Kreuzung Haga Nygatat und Kaponjärngatan fand.


Hagas historia erzählt in zahlreichen Bildern die Vergangenheit des einst so bedeutenden Stadtteils. Die Bilder erzählen von Gebäuden, Menschen du Tieren, die einst das Stadtbild Hagas ausmachten. Die beste Zeit dieses Kunstwerk zu betrachten ist ein Sonntag Vormittag, da zu dieser Zeit weder Fahrräder den Zugang erschweren können noch die Bänke auf der Rückseite besetzt sind.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin