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Dienstag, 28. Dezember 2010

Die Lichterstrecke in Göteborg

Jedes Jahr ab der zweiten Dezemberwoche erleuchtet in Göteborg die Lichterstrecke in Göteborg, die dieses Jahr sogar bis zum 9. Januar erhalten bleibt. Diese Lichterstraße beginnt am Gebäude, das in Göteborg als Läppstiftet (Lippenstift) bezeichnet wird, bei Lilla Bommen, und führt dann entlang der Östra Hamngatan und der Avenyn bis nach Liseberg. Insgesamt erstreckt sich die Lichterstraße auf rund drei Kilometer.


Bei Lilla Bommen entdeckt man dieses Jahr einen blinkenden Läppstiftet, mit Lichterketten geschmückte Kräne der Werft, weihnachtlich geschmückte Ausflugsboote und natürlich das in lila erstrahlende Riesenrad, das mit seinen geheizten Gondeln zu Weihnachten und Neujahr täglich in Betrieb ist.


Der Teil zwischen Lilla Bommen bis zum Gustav Adolf Torg wirkt dunkel und trist und erst nachdem man an dem ebenfalls wenig weihnachtlichen Brunnsparken vorbei ist, beginnen Straßen und Häuser wieder zu erstrahlen, wobei die mehrfarbige Weihnachtbeleuchtung dann bis zum Kunstmuseum am obersten Ende der Avenyn fortsetzt.


Bevor man jedoch dort ankommt, muss man vor allem einen Blick auf das alte Theater Storan werfen und unter dem Bogen mit dem beleuchteten Mistelzweig am Bältespännarparken hindurchgehen. Hier kann man unter bunter Weihnachtsbeleuchtung Schlittschuh laufen und dem lebenden Weihnachtsbaum lauschen, der hier jedes Jahr aufgebaut wird.


Von der Avenyn aus sollte man dann zum Näckrosdammen weitergehen, wo sich dieses Jahr die Beleuchtung beim Vorbeigehen an den Bäumen ändert. Von hier aus führt dann die Strecke, die anfangs etwas dunkel bleibt, bis zum hell erstrahlenden Liseberg, das jedoch am 23. Dezember seine Pforten schloss. Wer etwas mehr Zeit aufbringt, darf allerdings auch die Nebenstraßen mit seinen Bauten nicht vergessen, denn insgesamt bietet die Lichterstrecke in diesem Jahr 36 verschiedene Lichterlebnisse.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Freitag, 26. November 2010

Weihnachtsmarkt in Liseberg für Kinder

Nachdem Kinder kaum zu einem Weihnachtsmarkt zu bringen sind bei dem man nur Weihnachtsartikel erwerben kann, setzt der Vergnügungspark Liseberg auch während des jährlichen Weihnachtsmarkts auf ein besonderes Angebot, das auch Kindern Spaß macht und Eltern einen zusätzlichen Anreiz dazu bietet gerade den Weihnachtsmarkt in Liseberg zu besuchen.


Zum einen setzt Liseberg natürlich auf die verschiedenen Attraktionen, die für Kinder jeden Alters geeignet sind. Zwischen Autoscootern, allen Arten von Fahrtattraktionen bis zum Kettenkarussell können Kinder wählen oder auch eine Attraktion nach der anderen testen, wobei die Jüngsten unter den Besuchern kostenlose von einem Elternteil begleitet werden dürfen. Auch das Haus der Gespenster hat während des Weihnachtsmarkt einige Besonderheiten zu bieten.


Kinder, die selbst aktiv sein wollen, haben auf dem Weihnachtsmarkt ebenfalls kein Problem, denn in den Pausen zwischen den Vorstellungen auf der Eisbahn können sie sich selbst im Eiskunstlauf testen. Fast am Ende des Vergnügungsparks finden sie dann auch den Skihügel Sälen, wo sie, unter der Aufsicht von Skimonitoren, mit den gemieteten Skis oder Snowboards ihre erste Piste nehmen können.


Auf die Jüngsten warten beim Weihnachtsmarkt in Liseberg auch der Weihnachtsmann, der die Wunschlisten mit einem freundlichen Lächeln in Empfang nimmt. Wer seinen Wunschzettel nicht dabei hat, kann ihn dann mit den in der Tanzhalle Polketten bereit liegenden Bleistiften und Farbstiften auch noch vor Ort schreiben oder malen.


Auch die Arche des Nordens mit den verschiedensten Haustieren des hohen Nordens, die heute vom Aussterben bedroht sind, ziehen Kinder wie magisch an, wobei für so manches Stadtkind dies die erste Chance ist Tiere des Landes aus nächster Nähe zu sehen. Aber auch ein Halt bei den Rentieren ist ein Erlebnis, da die Tiere, wenn sie nicht gerade einen Schlitten ziehen, in aller Ruhe vor einem lappländischen Zelt ausruhen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 21. November 2010

Weihnachtsmarkt in Nordstan in Göteborg

Auch wenn Nordstan mehr als das meistbesuchte Großkaufhaus Schwedens bekannt ist, so legt Nordstan auch einen großen Wert auf kulturelle Veranstaltungen und Ereignisse im Galeriegang, die selbst für Besucher von Interesse sind, die das Kaufhaus nur von der Haltestelle am Brunnsparken zu ihren Arbeitsstellen bei Lilla Bommen betreten.


So findet jedes Weihnachten zwischen Ende November bis zum Weihnachtsfest ein Weihnachtsmarkt statt, der am ehesten mit dem DesignTorget des Weihnachtsmarkts Liseberg verglichen werden kann, da dieser Markt ausschließlich dem Kunsthandwerk Schwedens vorbehalten ist und nur derjenige teilnehmen darf, der seine Produkte auch selbst herstellt.


Das Besondere am Weihnachtsmarkt in Nordstan ist vielleicht weniger die Tatsache, dass hier nur schwedisches Kunsthandwerk zu finden ist, sondern dass man an fast jedem Stand oder Tisch auch den Künstler bei seiner Arbeit beobachten kann und erfahren kann wie er arbeitet und welche Technik er benutzt. In der Regel kann man auch mit jedem Künstler einige Worte wechseln, was bei einer Kaufentscheidung von großem Nutzen sein kann.


Das Angebot auf dem Weihnachtsmarkt in Nordstan ist sehr umfangreich, da man hier jede Art von Kunsthandwerker jeden Alters finden kann. Die Produkte erstrecken sich daher von gestrickten Mützen und Handschuhen mit alten und modernen Mustern, über Schmuck oder Holzarbeiten bis zu künstlerischem Weihnachtsschmuck, der unter anderem aus Trollen, Elfen und anderen Sagengestalten besteht.


Einige der Stände des Weihnachtsmarkts in Nordstan findet man jedes Jahr nahezu an der gleichen Stelle, wobei ein Großteil der Künstler auch den Rest des Jahres über in Göteborg oder dem Västra Götaland tätig sind. Da auf Grund der Kunsthochschulen Valand und HDK die Anzahl der freien Künstler in Göteborg extrem hoch ist, ist dieser Weihnachtsmarkt für viele auch die Chance das Überleben zu garantieren.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 8. November 2010

Historische Straßenbahnen in Göteborg

Während in vielen Städten Straßenbahnen und Busse nach einer gewissen Zeit aus dem Verkehr gezogen und dann verschrottet werden, haben die historischen Gefährte in Göteborg eine andere Bestimmung. Der Verein Ringlinien, der im Jahre 1981 gegründet wurde, bewahrt und sammelt diese „alten“ Fahrzeuge in einem eigenen Straßenbahn-Museum, nämlich in den Vagnhallen Gårda.


Dieser Leidenschaft verdanken es die Besucher Göteborgs, dass sie noch heute mit der Ringlinien vom Hauptbahnhof nach Liseberg fahren können oder auch historische Fahrzeuge zu verschiedenen Anlässen mieten können. Die Gesellschaft Ringlinien setzt für den Liseberg-Verkehr in der Regel Straßenbahnen aus dem Jahre 1902 ein, also Fahrzeuge, die bereits eingesetzt wurden, als die Göteborger Straßenbahn gerade elektrifiziert wurde.


In den Vagnhallen Gårda findet man heute eine Vielzahl an historischen Straßenbahnen und Bussen, wobei das älteste Fahrzeug noch aus dem 19. Jahrhundert stammt, als Pferde die Wagen durch die Stadt zogen. Hinzu kommen dann aus nahezu jeder Epoche neuere Straßenbahnen, die jedoch nicht nur zum Transport gedacht waren, sondern auch als Werkstattwagen oder als Schneeräumer benutzt wurden.


Bisher hat der Verein Ringlinien 16 Straßenbahnwagen und drei Busse restauriert, die zu gewissen Gelegenheiten wieder auf den Straßen Göteborgs auftauchen und offiziell für den Personentransport zugelassen sind. Fast 20 Fahrzeuge warten in den Hallen jedoch noch auf ihre Restauration, was jedoch seine Zeit dauert, da Teile nicht immer sofort greifbar sind und alle Mitglieder des Vereins nur in ihrer Freizeit und kostenlos an den Fahrzeugen arbeiten.


In einem Nebenraum des Museums haben die Vereinsmitglieder alte Uniformen, Fahrscheine aus allen Epochen und andere Erinnerungsstücke aus der über hundertjährigen Geschichte der Straßenbahn gesammelt und die lückenlose Geschichte der Göteborger Straßenbahnen in Wort und Bild dokumentiert. Mit den rund 30 verschiedenen Triebwagen und anderen Wagen gehört das Göteborger Straßenbahn-Museum Ringlinien zu den umfangreichsten Europas.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Sonntag, 27. Dezember 2009

Konstens Liseberg, die Skulpturensammlung Lisebergs in Göteborg

Ursprünglich sollte Liseberg nur ein Vergnügungs- und Kongresspark zum 300-jährigen Bestehen Göteborgs werden. Die einzige Attraktion war damals eine 996 Meter lange Berg- und Talbahn, aber als Liseberg dann innerhalb eines Monats 800.000 Besucher zählte, beschloss man den Park weiterzuführen und ein Jahr später gehörte er der Stadt Göteborg.

In den folgenden 30 Jahren entwickelte sich Liseberg jedoch nicht zu einem Vergügungspark wie man ihn heute findet, denn die Leitung des Parks setzte in dieser Zeit vor allem auf kulturelle Vorstellungen. Revues, Theater und Musikveranstaltungen internationaler Größe. Die bedeutendsten Künstler Europas traten in diesen Jahren in Liseberg auf und machten damit Göteborg zu einem kulturellen Zentrum Skandinaviens.

Das zweite Ziel Lisebergs war die Schaffung einer Parkanlage mit Grünflächen, wo sich Göteborger erholen konnten. Man könnte heute sagen, dass Liseberg die Alternative für den Slottsskogen war, mitten in der Stadt. Die Haupteinnahmen Lisebergs waren der Kartenverkauf für Veranstaltungen, die Benutzung der wenigen Attraktionen und dann der geringe Eintritt in das größte Freibad Göteborgs, das sich ebenfalls in Liseberg befand.

Folkvisan (Näcken)

In den 40er und 50er Jahren entwickelte sich nicht nur das, was später der Lustgarten Lisebergs mit Blumenanlagen wurde, sondern es wurden auch Skulpturen der größten schwedischen Künstler erworben, da in jener Zeit zu einem bedeutenden Garten auch Kultur in Form von Skulpturen gehörten. In diesen 20 Jahren entstand das, was man heute als Konstens Liseberg betrachtet.

Kvinna vid havet

Ab Mitte der 50er Jahre hat sich dann der Kauf von Kunst verlangsamt, um jedoch vor allem in den 80er und 90er Jahren wieder etwas in Gang zu kommen. Diese neue Entwicklung machte aus Liseberg einen kleineren Skulpturenpark in dem man die Entwicklung der Öffentlichen Kunst von den 40er Jahren bis zur Gegenwart verfolgen kann, wobei zahlreiche Skulpturen einen direkten Zusammenhang mit der Entwicklung Lisebergs zu tun haben.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin