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Sonntag, 27. Dezember 2009

Konstens Liseberg, die Skulpturensammlung Lisebergs in Göteborg

Ursprünglich sollte Liseberg nur ein Vergnügungs- und Kongresspark zum 300-jährigen Bestehen Göteborgs werden. Die einzige Attraktion war damals eine 996 Meter lange Berg- und Talbahn, aber als Liseberg dann innerhalb eines Monats 800.000 Besucher zählte, beschloss man den Park weiterzuführen und ein Jahr später gehörte er der Stadt Göteborg.

In den folgenden 30 Jahren entwickelte sich Liseberg jedoch nicht zu einem Vergügungspark wie man ihn heute findet, denn die Leitung des Parks setzte in dieser Zeit vor allem auf kulturelle Vorstellungen. Revues, Theater und Musikveranstaltungen internationaler Größe. Die bedeutendsten Künstler Europas traten in diesen Jahren in Liseberg auf und machten damit Göteborg zu einem kulturellen Zentrum Skandinaviens.

Das zweite Ziel Lisebergs war die Schaffung einer Parkanlage mit Grünflächen, wo sich Göteborger erholen konnten. Man könnte heute sagen, dass Liseberg die Alternative für den Slottsskogen war, mitten in der Stadt. Die Haupteinnahmen Lisebergs waren der Kartenverkauf für Veranstaltungen, die Benutzung der wenigen Attraktionen und dann der geringe Eintritt in das größte Freibad Göteborgs, das sich ebenfalls in Liseberg befand.

Folkvisan (Näcken)

In den 40er und 50er Jahren entwickelte sich nicht nur das, was später der Lustgarten Lisebergs mit Blumenanlagen wurde, sondern es wurden auch Skulpturen der größten schwedischen Künstler erworben, da in jener Zeit zu einem bedeutenden Garten auch Kultur in Form von Skulpturen gehörten. In diesen 20 Jahren entstand das, was man heute als Konstens Liseberg betrachtet.

Kvinna vid havet

Ab Mitte der 50er Jahre hat sich dann der Kauf von Kunst verlangsamt, um jedoch vor allem in den 80er und 90er Jahren wieder etwas in Gang zu kommen. Diese neue Entwicklung machte aus Liseberg einen kleineren Skulpturenpark in dem man die Entwicklung der Öffentlichen Kunst von den 40er Jahren bis zur Gegenwart verfolgen kann, wobei zahlreiche Skulpturen einen direkten Zusammenhang mit der Entwicklung Lisebergs zu tun haben.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 21. September 2009

Der Gartenverein (Trädgårdsföreningen) in Göteborg

Der Gartenverein, die Trädgårdsföreningen, in Göteborg ist eine der bedeutendsten Parkanlagen Göteborgs die sich am Platz der alten Befestigungsanlagen am Vallgraven befindet. Der Haupteingang liegt gegenüber dem alten Opernhaus Storan und dem Bältesspännareparken.


Den bedeutendsten Punkt des Parks bietet das Rosarium, das im Guide Michelin mit drei Sternen versehen wurde und diesen Teil der Anlage daher zu einer der größten Sehenswürdigkeiten Göteborgs macht. Als besondere Attraktion gilt die jährliche Rosenausstellung, wobei jedoch auch die kleine Rosenanlage des Dänen Jane Schul einen Blick wert ist.


Eine weitere Sehenswürdigkeit der Trädgårdsföreningen in Göteborg ist das Palmhuset, das Palmenhaus, mit seinen fast 1000 Quadratmetern Fläche. Das Palmhuset wurde 1878 nach dem Model des Crystal Palace im Londoner Hyde Park errichtet und ist in mehrere Abteilungen untergliedert. Außer der Palmenabteilung findet man noch Mittelmeerpflanzen, tropische Gewächse sowie das Vattenhuset und das Kameliahuset. Hier veranstaltet die Trädgårdsföreningen auch jedes Jahr Ausstellungen von internationaler Bedeutung.


In der Parkanlage des Gartenvereins Göteborg befindet sich ein weiteres bedeutendes Gebäude, das wegen eines Großbrandes im Jahre 1994 leider nicht mehr das Aussehen des früheren Restaurants von 1858 hat. Im Restaurant Trädgårn, meist nur Trädgår'n genannt, das Restaurant, Konzertsaal und einen Nachtklub beherbergt, traten bereits die bedeutendsten Künstler aller Länder auf und kaum eine Showgröße Schwedens hat hier nicht mindestens ein Konzert gegeben.


Auch jene, die sich nicht für Konzerte interessieren, der Sammlung an Skulpturen keinen Blick schenken, ihre Kinder nicht an einem griechisch inspirierten Kinderspielplatz spielen lassen wollen oder auf einer der Wiesen oder Parkbänken ein Picknick machen finden hier, umgeben von Rosen, Büschen und anderen Zuchtpflanzen, etwas Besonderes. Sie können kleinere Gerichte zu sich nehmen oder ganz einfach eines der Restaurants oder Cafés der Trädgårdsföreningen zu einem Kaffee mit Kanelbulle (Zimtschnecke) besuchen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 7. September 2009

Die Trädgårdsföreningen, der Gartenverein, eine Parkanlage in Göteborg

Die Trädgårdsföreningen, der Gartenverein Göteborgs, wurde im Jahre 1842 auf Grund eines Beschlusses von Karl XIV. Johan gegründet und sollte, wie auch der Schlosspark, den englischen Vorbildern gleichen. Die Trädgårdsföreningen konnte bis 1975 auf Grund von Spenden und vor allem dem Verkauf von Samen unabhängig bleiben, wurde dann jedoch auf Grund seiner finanziellen Lage von der Stadt Göteborg übernommen.


Die Trädgårdsföreningen ist eine der Oasen Göteborgs, die Ruhe ausstrahlen und jederzeit zu einem Picknick auf den ausläufigen Wiesen entlang des Vallgravens einladen. Der Göteborger Gartenverein verfügt jedoch auch über ein Restaurant, ein Café, eine Bühne, wo immer wieder die bedeutendsten Künstler auftreten, und ein bedeutendes Gewächshaus aus dem Jahre 1878 in dem immer wieder Ausstellungen zur Gartenkultur stattfinden.


Von internationaler Bedeutung ist die Rosensammlung der Trädgårdsföreningen, die mit zu den größten Europas gehört und einen Rosenliebhaber zum Staunen bringt, da er hier Raritäten findet, die kaum im Handel zu finden sind. Die jährliche Rosenschau zieht Besucher aus ganz Europa an und gehört mit zu den bedeutendsten grünen Ereignissen Göteborgs.


Die Parkanlage des Gartenvereins beherbergt auch einen kleinen Skulpturenpark mit bedeutenden Skulpturen schwedischer Bildhauer. Hier findet man Skulpturen wie Dimman, Den hemlighetsfulla porten, Totem, Monolyt i fyra delar und Klättraren, um nur einige Beispiele an Skulpturen zu nennen, die entlang der Wege der Trädgårdsföreningen zu finden sind.


Die Wiesen der Parkanlage laden jedoch nicht nur Rosen- und Blumenliebhaber zu sich ein, denn im Laufe des Jahres werden hier auch Freiluftmessen abgehalten und während des Göteborger Kulturfestes können die Jüngsten der Stadt hier feiern, basteln, toben, über Clowns lachen oder im Puppenkrankenhaus ihre Schmusetiere reparieren lassen.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Montag, 20. Juli 2009

Der Kungsparken im Zentrum Göteborgs

Der Kungsparken (Königspark) ist einer der Parkanlagen im Zentrum Göteborgs und liegt am Rande des Wallgrabens, außerhalb der früher befestigten Stadt. Bei Sonnenschein ist dieser Park nicht nur an Wochenenden von zahlreichen Picknickern besetzt, denn die Grünfläche lädt auch zur Mittagsrast ein und zieht Studenten mit ihren Büchern an.


Der Kungsparken, der in den Jaren 1839 bis 1861 angelegt wurde, liegt am Stora Teatern, der Avenyn, der Trädgårdsföreningen, dem Bältespännareparken und ist selbst von der Stora Saluhallen nur durch eine Brücke über den Vallgraven getrennt.


Wie sein Name schon sagt, so war der Kungsparken als Prachtpark angelegt, der eine grüne Oase in Göteborg bilden sollte. Aber nicht nur zahlreiche Krokusse überziehen den Park im Frühling, denn das ganze Jahr über können die unterschiedlichsten Bäume in ihrem der Jahreszeit angepassten Kleid besucht werden. Im Kungsparken findet man, unter anderem, den Ginko, Platanen, die Robinie, die Hainbuche, den Weissdorn und zahlreiche ander übliche und weniger übliche Baumsorten.


Für viele Parkbesucher hat Floras kulle, eine kleine Erhebung im Kungsparken, eine besondere Bedeutung. Hier trifft man sich um zu plaudern, aber auch um durch den Park zu spazieren oder um die Markhalle zu besuchen. An der höchsten Stelle von Floras kulle die Skogsråfontänen, ein Brunnen, der heute den Namen "Flickan och sjötrollen" erhalten hat.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin