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Sonntag, 31. Januar 2010

Das Gewächshaus im Botanischen Garten in Göteborg

Das Gewächshaus im Botanischen Garten in Göteborg besteht aus elf verschiedenen Abteilungen, die jede für sich eine Entdeckung wert sind. Im Gegensatz zum Botanischen Garten selbst, zu dem man freiwillig Eintritt bezahlen kann, ist der Zugang zum Gewächshaus abgabepflichtig. Der Besuch ist jedoch die zwei Euros Eintritt leicht wert.


Unmittelbar nachdem man vom Vorraum ins Gewächshaus kommt, landet man im tropischen Regenwald mit seinen Gewächsen, seiner Feuchtigkeit und seiner Wärme. Wie überall im Gewächshaus des Botanischen Gartens gelten auch hier die Regeln der biologischen Regelung an Krankheiten, Vermehrung und Düngung der Pflanzen.

Rambutan-Frucht

Unmittelbar links davon findet man den Ausstellungsraum in dem jährlich mehrere thematische Ausstellungen stattfinden. Nach diesem Raum gelangt man zu Begonien, Bromelien, Kaffee und Baumwolle, also Pflanzen, die ein subtropisches Klima bevorzugen und wo man im schwedischen Winter auch relativ wenige Gewächse während der Blüte erleben kann.

Blüte der Heliamphora minus

Im Anschluss gelangt man in die erste der vier Abteilungen, die vor allem Orchideen gewidmet sind. Das Disa-Haus zeigt dem Besucher, außer einigen Orchideen, auch Teesträucher und vor allem die reichhaltige Sammlung an fleischfressenden Pflanzen. Die Runde führt dann erst zu den anderen rund 1500 Orchideenarten und schließlich zur Sammlung an Vanille.

Orchidee

Die meisten Besucher gehen von hier aus, zurück durch den tropischen Regenwald, direkt zu den drei Abteilungen mit Berggewächsen und den Pflanzen aus Australien und Südafrika, um den Grasbaum oder die einzige Baumart der Osterinseln zu entdecken, aber vergessen dabei, dass sich hinter den Orchideenhäusern noch die Sammlung mit Sukkulenten befindet, den Kakteen und Fettpflanzen vor allem aus Amerika und Afrika.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Dienstag, 26. Januar 2010

Orchideen im Botanischen Garten in Göteborg

Wie alle Schweden, so suchen auch die Bewohner Göteborgs während der Wintermonate Licht, Farbe und Blüten. Während man Licht und Farbe im eigenen Heim schaffen kann, findet die Suche nach Blüten vor allem im Palmenhaus der Trädgårdsföreningen und dem Gewächshaus des Botanischen Gartens statt, wo man auch im Winter von blühenden Pflanzen anderer Kontinente profitieren kann.


Zu den Blumen, die vor allem im Winter blühen gehören auch Orchideen, die im Gewächshaus des Botaniska Trädgården (Botanischer Garten) vier Abteilungen erhielten, damit jede Pflanze in ihrem ursprünglichen Klima gedeihen kann. Natürlich erhält jede Pflanze auch die individuelle Pflege, die für manche Arten nötig sind.


Auch wenn nicht alle Orchideen des Botanischen Gartens im Winter blühen, so sollte man nicht vergessen, dass die Sammlung im Gewächshaus rund 1500 unterschiedliche Orchideenarten aus der ganzen Welt beherbergt und dadurch auch im Winter mehr Arten blühen als man bei einem einzigen Besuch überhaupt entdecken und bewundern kann.


Und auch wenn man im Gewächshaus des Botanischen Garten Göteborgs nicht all die Hintergrundinformationen über Orchideen findet wie bei den entsprechenden Ausstellungen, so kann man dennoch die Vielfalt der Orchideenblüten entdecken. Kaum eine andere Pflanzenfamilie hat so viele unterschiedliche Blüten hinsichtlich Form und Farbe wie Orchideen. Allein die Größe der Blüten geht von wenigen Millimetern bis zu 20 Zentimetern.


Orchideen sind heute in vielen Ländern von der Ausrottung bedroht und auch den rund 250 europäischen Arten droht durch die moderne Land- und Forstwirtschaft das gleiche Schicksal. Dies führt auch dazu, dass gerade ein Botanischer Garten wie jener in Göteborg einen gewissen Artenschutz garantiert.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Donnerstag, 14. Januar 2010

Exotische Pflanzen im Gewächshaus des Botanischen Gartens in Göteborg

Während der größte Teil des Botanischen Gartens in Göteborg (Botaniska Trädgården) im Winter relativ wenige Besucher anzieht, so findet man im Gewächshaus dennoch Liebhaber, die die Pflanzenwelt aus fernen Ländern entdecken wollen. Viele Pflanzen der südlichen Halbkugel oder der Tropen haben gerade jetzt ihre Blütezeit und zeigen sich daher im Winter von ihrer schönsten Seite.

Baumwolle (Gossypium hirsutum)

Eine der für Europa als exotisch anmutenden Pflanzen ist die Baumwolle, die auch in der nördlichen Hemisphäre wächst und in der Regel ab März gesät wird. Da die Ernte, je nach Aussaat, zwischen Oktober und Februar statt findet kann man gerade im Winter die ausgewachsene Pflanze im Gewächshaus des Botanischen Gartens entdecken.

Orchidee paphiopedilum glaucophyllum

Aber auch zahlreiche Orchideen blühen gerade im Winter und können dann in den vier Orchideenhäusern des Botaniska Trägården in Göteborg bewundert werden. Da hier jede Orchidee auch mit ihrem Namen versehen ist, hilft ein Besuch auch so manchmal die Orchidee in seinem eigenen Fenster besser kennenzulernen um sie dann artgerecht zu halten.

Zylinderputzer (Callistemon rugulosus)

In einem der anderen Abteilungen des Gewächshauses des Botanischen Gartens findet man die im Winter blühende Myrrhe Callistemon rugulosus, die in Göteborg, wie auch in Australien, bis zu 4 Meter hoch wird. Die Pflanze ist in Deutschland auch als Flaschenputzer oder Pfeifenputzer bekannt und wird wegen ihrer roten Blüten in manchen Wintergärten gehalten.

Australischer Grasbaum (Xanthorroea fulva)

Ein sehr interessanter Baum ist auch der australische Grasbaum, der sich in der Natur nur nach einem Buschfeuer vermehren kann. Der sehr langsam wachsende Baum von bis zu zwei Meter Höhe wird in Australien auch als „Black Boy“ bezeichnet. Der im Winter blühende Baum zeigt seine Blüten nach etwa 15 Jahren und erreicht seine volle Größe erst nach rund 30 Jahren.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Dienstag, 8. September 2009

Der Botanische Garten, eine Entdeckungsreise in Göteborg

Mit seinen 175 Hektar ist der Botanische Garten in Göteborg einer der größten Europas, wobei sich allein in der ständig unterhaltenen Abteilung, die etwa 25 Hektar ausmacht, rund 16.000 Pflanzenarten entdecken lassen. Der Botanische Garten verdankt seine Existenz in der Hauptsache dem Charles Felix Lindbergs Donationsfond, der die Anlage, die im Jahre 1919 eröffnet wurde, zum Hauptteil finanzierte.


Eine der Besonderheiten des Botaniska Trädgården, wie er auf Schwedisch heißt, ist die Eingliederung des anschließenden Naturreservates Änggården mit seinem Arboretum, den mit Heide überwachsenen Hügeln, den verschiedenen Moosarten und den morastigen Seen, die ein Paradies für die Vogelwelt Göteborgs bieten.


Das tropische Gewächshaus im Botanischen Garten beherbergt, mit rund 1600 Arten, die größte Orchideensammlung Schwedens, bietet jedoch auch eine ausgedehnte Sammlung an Kakteen, Kaffeepflanzen, Kakao oder Bananen und den extrem selten Baum der Osterinseln. Hier finden auch regelmäßig Ausstellung zu tropischen Gewächsen statt.


Auch die Gebäude des Botanischen Gartens in Göteborg kann man nahezu als Museum bezeichnen, denn das Hauptgebäude mit den Büros wurde 1926 fertig gestellt, das sogenannte Blaue Haus wurde 1794 erbaut, das Lusthaus im Gemüsegarten stammt aus dem 18. Jahrhundert und die gelbe Villa Stora Änggården, neben dem Gewächshaus, wurde 1812 erbaut.


Wie schon die Trädgårdsföreningen ist auch der Botanische Garten eine Art Skulpturenpark, wo sich die verschiedenen Skulpturen nahezu unbemerkt in die Natur des Gartens eingliedern. Hier findet man die Verschwundene Braut, Flora, den Lichtbogen, Najad, die Tulpe und zahlreiche andere Kunstwerke schwedischer und internationaler Künstler.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Dienstag, 7. Juli 2009

Vanille, eine Orchidee im Botanischen Garten in Göteborg

Vanille ist die einzige Orchidee, die dem Menschen auch als Gewürz dienen kann und ein fester Bestandteil vieler Backwerke oder Süssigkeiten ist. Vanille in Stangenform wird oft auch als die Königin der Gewürze bezeichnet und gehört mit zu den teuersten Gewürzen der Welt.


Man kennt heute etwa 100 verschiedene Arten von Vanille und nur einige wenige von ihnen dienen als Geschmacksaroma. Die Fruchtmasse der meisten Vanillearten ist zu schwach um eine Anwendung in der Küche zu finden, dienen aber gewissen Insekten als Nahrung.


Die Orchideenausstellung im Botanischen Garten (Botaniska Trädgården) in Göteborg verfügt über einige der Vanillearten, die in verschiedenen Stadien präsentiert werden, wobei auch die Herstellung der echten Vanille auf einfache Weise erklärt wird.


Die industriell wichtigsten Vanilleschoten entstammen der Gewürzvanille (Vanilla planifolia), die ursprünglich aus Mexiko und Mittelamerika stammt, heute jedoch überwiegend auf Madagaskar und der Insel Réunion angebaut wird.


Während die wilde Vanille von einigen wenigen Insektenarten bestäubt werden können, muss die angebaute Vanille künstlich befruchtet werden. Der Herstellungsprozess der Vanille ist sehr langwierig und aufwendig, was den hohen Preis rechtfertigt und viele Vanillebenutzer seit dem Jahre 1874 zu synthetischer Vanille greifen lässt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin